Lappland Reise

Meine Reise durch Lappland

Rentiere, Santa Clause und Natur Pur - das ist Lappland...

Bisher war Lappland für mich der nördliche Teil Finnlands. Man lernt ja aber nie aus (besonders auf Reisen), denn auch der nördliche Teil Schwedens wird Lappland genannt.
Sowohl in Finnland als auch in Schweden werden die dortigen Ureinwohner Lappen, bzw. eher Sami genannt. Sami leben (ursprünglich) aber auch im Norden Norwegens und Russlands (= Fennoskandinavien). Die Geschichte der Sami geht weit vor die Zeit Christi zurück, in der sie bereits Rentiere gezüchtet oder zumindest mit ihnen zusammen gelebt haben dürften.

Zwei Nächte Schweden und Zwei Nächte Finnland

So…
genug Geschichtsunterricht. Dennoch finde ich es ganz interessant, auch etwas von der Geschichte der Region zu wissen, in der man sich aufhält.

Nach Lappland wollte ich hauptsächlich deshalb, weil eine Kollegin von mir den entsprechenden Teil Finnlands besonders liebt. Als ich über Airbnb dann auch noch eine wunderschöne Unterkunft im schwedischen Teil gefunden hatte war mir klar, dass ich dort auch hin muss.

In Schweden hatte ich zwei Nächte in Luleå, in Finnland 2 Nächte in Rovaniemi gebucht. Mal mehr, mal weniger zufällig war ich zudem noch in Kemi und Oulu (beides Finnland).

Dass die Gegend da oben nicht zu sehr besiedelt ist merkt man auch daran, dass die Züge nach Norden wirklich selten fahren. Ab Mitte August hat die schwedische „Inlandsbanan“, die eigentlich zwischen Kristinehamn im Süden und Gällivare im Norden verkehrt, ihren Betrieb in den Norden ab Östersund  sogar ganz eingestellt. Hier würden zwar Busse fahren, da diese im Interrailticket aber nicht inkludiert sind, hab ich mich für die Zugreise an der Ostküste entlang entschieden. Die Inlandsstrecke soll aber um einiges schöner und spektakulärer sein.

Der schwedische Teil von Lappland

In Luleå hatte ich eine wunderschöne kleine Hütte mit Sauna direkt an einem See gemietet. Eigentlich wollte ich mal zwei Tage wirklich nur ausspannen und relaxen, da das Reisen manchmal doch anstrengend sein kann bzw. die (zum Glück durchweg positiven) Eindrücke, die ich bis dahin sammeln durfte, auch erstmal verarbeitet werden müssen.

Nach der ersten Nacht und einem tollen Frühstück am See (mein Vermieter hatte mir sogar ein frisches Croissant vorbei gebracht) wollte ich dann aber doch etwas mehr von der Gegend sehen. Für 15 Euro mietete ich mir von meinem Vermieter ein Fahrrad und fuhr nach Gammelstad Kyrkstad, einer Kirchstadt, die zu den Unesco Kulturerben zählt.
In der Touristeninformation und in der Kirche bekommt ihr kostenlos Broschüren über den Ort. Sogar in Deutsch.


Aus diesen geht hervor, dass die Nederluleå Kirche aus dem Mittelalter stammt (1492) und der Ort, der sich rund um die Kirche befindet, von den Kirchenbesuchern gebaut wurde. Diese kamen aus dem gesamten Umland. Da die An- und Rückreise oft sehr lange dauerte, bauten sich die Leute kleine Häuser um die Kirche, damit sie vor und nach den Gottesdiensten und kirchlichen Festen dort übernachten konnten. Sowohl die Kirche -mit einem sehr schönen Flügelaltar, schöner Kanzel und großer Orgel- als auch der Ort selbst, der hauptsächlich aus den kleinen roten Häusern um die Kirche besteht, sind sehenswert. Einige Häuser sind zu besichtigen und man erfährt auch hier etwas über die Geschichte des Ortes bzw. der ehemaligen Bewohner.

Gammelstad Kyrkstad eignet sich sehr gut für einen 1-2 stündigen Ausflug. Wenn das Freilichtmuseum am Ortsanfang, von Rutvik kommend, offen hat, kann man leicht auch mehr Zeit dort verbringen. Beim Freilichtmuseum ist zudem ein lappischer Souvenirladen, der als schönstes Geschäft 2017 ausgezeichnet wurde.

Lappland

Die Reise nach Finnland

Da zwischen dem schwedischen Teil Lapplands und dem Finnischen keine Züge fahren, ist die Busfahrt im Interrailticket inklusive. Die Reise selbst ist aber etwas komplizierter als mit der Bahn.

Zuerst fuhr ich mit dem Unternehmen „Länstrafiken Norrbotten“ von Luleå (ab Busbahnhof oder Pontusbadet) nach Haparanda Tornio Resecentrum. Dort hatte ich mich schon gewundert, warum zwar alle Stunde, ausgerechnet aber um 14.05 Uhr (das wäre der direkte Anschuss gewesen) kein Bus weiter nach Finnland fuhr. Ich entschied also, den nächsten Bus um 15.05 Uhr zu nehmen und so lange zu Ikea zum Mittagessen zu gehen. Das stand auch auf meiner To do-Liste und ein Ikea ist gleich neben dem Busbahnhof. Da es in der unmittelbaren Umgebung auch einige andere Läden und Fabrikverkäufe gibt, war es nicht schwer, die Zeit zu vertreiben.

Als ich nach einer guten Stunde wieder zum Busbahnhof kam, wunderte ich mich, warum der Zug um 15.05 Uhr nicht mehr angeschrieben war. Nur noch einer um 16.05 Uhr. Und endlich bemerkte ich die zwei großen Uhren, die im Gang hingen. Eine mit der schwedischen Fahne darunter, eine mit der finnischen Fahne darunter. Ok… die Finnen sind den Schweden eine Stunde voraus. Es wäre also doch jede Stunde ein Zug gefahren. Ich hab nur einfach nicht an die Zeitumstellung gedacht…

Mit dem Bus des Unternehmens „Matkahuolto“ ging es dann weiter nach Kemi, wo ich – dank der missachteten Zeitumstellung und der wenigen Züge – 2,5 Stunden Aufenthalt hatte, bevor es mit dem Zug weiter nach Rovaniemi ging.

In Kemi gibt es, ziemlich nah am Bahnhof, eine Panoramabar, die leider um 18 Uhr bereits schließt. Zudem gibt es das Weihnachtsman Strandbüro, das außerhalb der Saison allerdings nur für angemeldete Besuchergruppen öffnet, ein Eis- bzw. Schneeschloss Hotel, das nur im Winter steht (ab Dezember 2018 allerdings auch eine dauerhafte Räumlichkeit haben soll) und ein Comicmuseum, das ebenfalls  um 18 Uhr schließt. Es gab für mich also nicht sonderlich viel zu tun außer durch die Straßen zu laufen, die Kirche mit Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs (von Außen) zu besichtigen, in die Ostsee zu schauen, mir im Supermarkt etwas zu essen zu kaufen (alle anderen Geschäfte schließen ebenfalls spätestens um 18 Uhr) und mich zu wundern, was die Menschen hier so tun, da die Straßen meist wie leer gefegt waren.

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Lappland: Get Your Guide

Santa Clause Village

Relativ spät kam ich dann abends in Rovaniemi an und freute mich erstmal nur theoretisch darüber, dass meine gemietete Wohnung eine Sauna hatte. Die Nutzung sollte bis zum nächsten Tag warten müssen. 

Auch Rovaniemi selbst hat (außerhalb der Saison) nicht ungemein viel zu bieten. Das Arktikum mit dem lappischen Provinzmuseum und dem arktischen Zentrum hat das ganze Jahr über geöffnet. Im ca. 1 Stunde entfernten Ranua gibt es einen großen Zoo. Diesen wollte ich eigentlich besuchen, da ich endlich mal einen Elch und Rentiere sehen wollte. Da mich der Besuch aber knapp 60 Euro (knapp 20 Euro Eintritt und fast 40 Euro Bus) gekostet hätte und die Busse kaum dorthin bzw. wieder zurück fahren, verzichtete ich auf den Besuch und entschied, eine Wanderung zum Weihnachtsmanndorf zu machen.

Von meiner Unterkunft bis zum Santa Clause Village, wo sich auch der nördliche Polarkreis befindet, war ich gut 3 Stunden unterwegs. Die Natur war aber sehenswert und die Landschaft hat mir gut gefallen.
Im Weihnachtsmanndorf war mal wieder kaum etwas los, der Weihnachtsmann aber anwesend. Ab 25 Euro kann man Fotos mit ihm machen. Besonders gut hat mir das Hauptpostamt des Weihnachtsmanns gefallen. Dort kann man eine große Auswahl an Postkarten und schöne (weihnachtliche) Briefmarken kaufen. Da es dort einen Briefkasten gibt, der die Post pünktlich zu Weihnachten liefern soll, konnte ich gleich meine Weihnachtspost für dieses Jahr verschicken. Eine Postkarte kostet mit Porte ca. 3 Euro.

Reise durch Lappland - Weihnachtsmanndorf

Ansonsten gibt es im Dorf einige Restaurants und Imbisse sowie einige Fabrikverkäufe und Souvenirläden. Ich fand die Weihnachtsatmosphäre im September eher verstörend, wenn man in der Gegend ist, lohnt sich ein Ausflug aber schon mal.

Das beste kommt zum schluss

(OK, das aller Beste in Lappland war definitiv die Unterkunft in Luleå – aber Oulu kommt gleich danach)

Auf dem Weg nach Helsinki musste ich in Oulu umsteigen, weshalb ich mich entschied, mit dem früheren Zug in Rovaniemi zu starten und erst einen Zug später weiter nach Helsinki zu fahren – was die genau richtige Entscheidung war.
Kaum in Oulu angekommen fühlte ich mich sofort sehr wohl. Den großen Rucksack für 3 Euro am Bahnhof eingeschlossen schaute ich mir mit nur leichtem Gepäck die Stadt an.
Um den Bahnhof herum finden sich schon einige kleine Geschäfte mit individuellen finnischen Artikeln. Kleidung, Schmuck, Dekozeug, Essen…

Reise durch Lappland

In der Stadtmitte gibt es ein großes Einkaufszentrum, das ich mir allerdings auf Grund der kurzen Zeit nicht näher angeschaut hatte. Auch in den Fußgängerzonen gibt es, neben den großen Marken, auch kleine individuelle Geschäfte und schöne Bars und Cafés. Besonders gut hat mir der Marktplatz (sogar mit Marktständen) und die Markthalle gefallen. Neben der Markthalle befindet sich auch die Torripolliisi Statue von Kaarlo Mikkonen, die einen netten, runden Polizisten darstellt.

In der Markthalle gibt es, neben vielen anderen sehenswerten Ständen, einen Stand der Gebäck, Milchreis und Suppen verkauft (ca. 8 Euro inkl. Brot und Wasser). Da ich mich nicht entscheiden konnte gab es für mich gleich sowohl Lachs- als auch Rentiersuppe. Danach war mir erstmal schlecht (weil zu viel), ich war aber glücklich. Wer es lieber deftig mag, dem empfehle ich die Rentiersuppe, mein Favorit war die Lachssuppe. Beide aber lecker! 
Nachdem ich noch ein paar Souvenirs in den alten Fischerhütten am Meer gekauft hatte, war es leider auch schon wieder an der Zeit, mein Gepäck zu holen und mich in den Zug nach Helsinki zu setzen.

Oulu war – von den Städten her – definitiv mein Favorit in Lappland. Ansonsten gibt es hier wunderschöne Natur, im Herbst viele Beeren und Pilze und eigentlich wohl auch richtig viele und schöne Nordlichter – die ich leider nicht sehen durfte. Da muss ich wohl mal wieder kommen… Dann aber mehr Richtung Winter….

norwegen reise

In acht Tagen durch Norwegen

Meine Reise Durch Norwegen mit dem Zug

Jetzt ist es leider so weit. Meine Mama hat mich verlassen und sitzt wieder im Flugzeug zurück nach Deutschland (während ich mich natürlich dennoch sehr über meine noch kommende Zeit, ca. 2 Wochen, in Skandinavien freu). Was ein etwas trauriger Moment ist hatte aber auch eine wunderbare Vorgeschichte.

 

Wie alles begann:
Nachdem ich meiner Mutter von meinem Plan, einen Monat allein mit dem Zug durch Skandinavien zu reisen, erzählt hatte, war sie auf einer Seite wohl etwas ängstlich (kann man bei einer 34jährigen Tochter ja ruhig mal sein 😉 ) auf der anderen Seite hatte sie mich aber auch beneidet, weshalb ich ihr anbot, mit mir zu kommen. Wir haben dann auch einen Zeitraum von 8 Tagen gefunden, den sie sich frei nehmen und von privaten Terminen frei schaufeln konnte.

Plan:
Abflug in Stuttgart am Montag gg 6 Uhr, Umsteigen in Kopenhagen, Ankunft in Bergen gegen 12 Uhr. Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt bereits mein Fährticket von Langesund (bei Oslo) nach Bergen gekauft und wusste, dass ich am Montag ebenfalls gegen 12 Uhr in Bergen ankommen sollte.

Rückflug am Dienstag (8 Tage später) gegen 6 Uhr von Trontheim über Stockholm zurück nach Stuttgart.

Dazwischen: Möglichst viele tolle Erlebnisse. Und ja, die hatten wir!

Der Treffpunkt in Bergen

In Bergen fährt für ca. 12 Euro ein Bus vom Flughafen in die Innenstadt. Dieser hält u.a. am Musikpavillion, was über google als Treffpunkt ganz geeignet schien und tatsächlich auch war. Da meine Mutter nur mit Handgepäck geflogen ist und auch der Fähranleger nur ca. 20 Minuten fußläufig entfernt ist, hatten wir uns schon vor 13 Uhr dort getroffen und somit einen so gut wie ganzen Tag in Bergen vor uns.

Den ersten Tag verbrachten wir in der Stadt. Sowohl in ein paar Geschäften als auch in der wunderschönen Gegend zwischen Bahnhof und Meer. Es gibt hier viele Straßen, die sich lohnen entdeckt zu werden. Außerdem gibt es hier schöne Geschäfte, eine tolle Fischhalle und eine durchweg angenehme Atmosphäre. Nur die vielen Touristen, die ab und an von den großen Kreuzfahrtschiffen „angespült“ werden, können manchmal etwas stören, wenn sie in der Masse unterwegs sind.

Am zweiten Tag hatten wir das Glück, unheimlich gutes Wetter zu haben. So konnten wir unseren Ausflug nach Flam voll und ganz genießen (siehe Artikel über Flam).

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Da es am dritten Tag unheimlich geregnet  hatte (wohl das gängige Wetter in Bergen), hatten wir auf einen weiteren Tag in Bergen verzichtet und unseren geplanten Nachtzug nach Oslo gegen einen früheren Zug in Richtung Oslo getauscht. Zum Abschied und als Urlaubsmitbringsel gab es für Mutti und mich je noch eine Regenjacke (die wir auch weiterhin gut gebrauchen konnten).

Da die Unterkünfte in Oslo etwas teuer waren, entschieden wir uns, im Vorort Sandvika zu übernachten. Hier gibt es das wohl größte Einkaufszentrum Skandinaviens (Sandvika Storsenter) und wir hatten eine kostenlose Führung durch das kleine aber liebevoll gemachte Emma Hjorth Museum, in welchem die Arbeit der Dame ab ca. 1870 mit Behinderten in Region dargestellt ist.

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Oslo in nur 6 Stunden war leider etwas zu kurz...

Durch die Reiseänderung hatten wir leider nur ca. 6 Stunden für Oslo. Für Architekturinteressierte lohnt sich ein Besuch der Oper (die sich direkt neben dem Bahnhof befindet). Auf dem Weg in die Stadt lief einige hundert Meter vor uns eine Militärkapelle, der wir spontan bis zum Osloer Schloss folgten. Dort gab es um 13.30 Uhr einen interessanten Wachwechsel. Wir wollten schon wieder gehen, als wir erfahren hatten, dass um 14 Uhr eine Militärparade zu ehren des fünfzigsten Hochzeitstages des norwegischen Königspaars stattfinden sollte. König Harald V. und Königin Sonja sahen die Parade vom Balkon des Schlosses, meine Mutter und ich aus der ersten Reihe vom Schlosshof. Es war ein unerwartetes aber ziemlich cooles Erlebnis.

Somit haben wir insgesamt leider eher wenig von Oslo gesehn, sind uns aber sicher: wir kommen wieder. Es scheint eine sehr schöne Stadt zu sein, in der man viel sehen und erleben kann.

Gegen 16 Uhr ging es weiter mit dem Zug über Trondheim. Von dort gings es dann mit dem Nachtzug nach Bodo. Übrigens sind die Schlafkabinen in dem Nachtzug sehr empfehlenswert, weil klug durchdacht und sehr bequem. In Bodo kamen wir gegen 9 Uhr an und nahmen um 11 Uhr die Fähre nach Moskenes (ca. 25 Euro pP, Fahrzeiten unter www.torghatten-nord.no, ihr müsst aber ewas aufpassen, da die Fähren wohl nicht bei jdem Wetter fahren).

Nach ca. 4 Stunden Fahrt kamen wir wir auf der Lofoten-Insel Moskenesoya an. Da die Unterkünfte hier relativ spärlich und teuer sind hatten wir uns für 2 Nächte ein kleines Zimmer mit Gemeinschaftsbad und -küche gemietet (war aber völlig ausreichend für die kurze Zeit). Der Ausflug nach A i Lofoten am Anreisetag war nett aber nicht zwingend nötig (hier gibt es bei Regen nicht viel mehr außer einem Stockfischmuseum und einem kleinen Kaffee sowie Restaurants) der Ausflug zum Bundes Beach am zweiten Tag war aber unglaublich.

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Norwegen: Get Your Guide

Um an diesen sehr weitläufigen und wahnsinnig spektakulären Strand direkt zwischen zwei enorm hohen Felsen zu kommen, nehmt ihr die Fähre von Reine nach Vindstad. Hierbei handelt es sich um eine Passagierfähre, die im Sommer (bis Ende August) bis zu 3x am Tag fährt. Schaut auf die Abfahtszeit, da ihr sonst in dem wenig bis nichts bietenden Vindstad festsitzt. Das könnte nämlich etwas problematisch werden, wenn ihr keine Zeit habt und es regnen sollte.

Vindstad ist ein keines Nest mit wenigen Häusern. Wenn ihr Glück habt ist das Kaffee im alten Schulhaus offen, ansonsten gibt es hier keine Infrastruktur für Touristen.
In Vindstad lauft ihr von der Fähre gerade aus an den Häusern vorbei, bis ein provisorisches Schild den Bundes Beach nach links ausweist. Ab hier ist halbwegs gutes Schuhwerk und etwas Sportlichkeit gefragt, da ihr einen kleinen Bergkamm überqueren müsst (was meiner 65jährigen Mutter aber gut gelang). Sobald ihr auf dem Bergkamm seid, dürftet ihr eine unglaubliche Aussicht haben. Unten beginnt sofort der Strand, bis zum Meer lauft ihr aber nochmal ca. 15 Minuten. Vom Meer bis zur Fähre solltet ihr 1,5 Stunden einrechnen. In schnellem Tempo ist die Strecke ( nur hin bzw. zurück) evtl. auch in einer Stunde zu schaffen. Fürs Abendessen gibt es einige Restaurants in Reine.

Am nächsten Tag sind wir wieder mit der Fähre nach Bodø. Bodø hat eine mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Bibliothek, Graffittis von bekannten Künstlern und 2 Supermärkte, die auch Sonntags offen sind. Hier allzulange zu bleiben lohnt sich meiner Ansicht jedoch nicht unbedingt. Wir hatten unsere gut 6 Stunden Aufenthalt an einem Sonntag gerade so rum bekommen, da die Stadt (außerhalb der Hauptsaison) eher tot ist.

Mit dem Nachtzug zurück nach Trondheim

So wie auf dem Bild rechts sieht übrigens ein Abteil des Nachtzugs aus. Der Platz ist ausreichend und es gibt sogar ein bisschen Stauraum. 

In Trontheim hatten wir ein tolles Hotel mit Sauna und Schwimmbad direkt am Flughafen. Die Züge brauchen von dort ca. 40 Minuten in die Innenstadt, wo es wieder sehr viel zu sehen gibt.

norwegen

U.a. hatten wir uns die nördlichste gothische Kathedrale, die Kathedrale von Nidar, angeschaut (von außen überaus sehenswert, der Eintrittspreis von 10 Euro p.P. ist etwas teuer und lohnt sich nicht zwingend). Außerdem waren wir noch auf dem Kristiansten Fort. Hier gibt es ein kleines kostenloses Museum, viele moderne Skulpturen und eine tolle Aussicht. Der Weg über die Gamle Brücke ins Viertel Bakklandet lohnt sich auch sehr. Dort gibt es viele schöne alte Holzhäuser und einen Fahrradlift

Abends hatten noch wir frischen Lachs aus der Ravnkloa Fischhalle. Am nächsten Morgen ging es für meine Mutter zurück nach Deutschland und für mich weiter nach Schweden.

Norwegen ist definitv einen Urlaub wert. Eine so beeindruckende Natur findet ihr nicht oft. Und auch, wenn das Wetter nicht immer optimal ist kommt ihr mit wetterfester Kleidung und positiver Einstellung gut durch den Tag.

Wir haben in den 8 zur Verfügung stehenden Tagen viel gesehen und für uns das Maximum mitgenommen. Wenn ihr mehr Zeit habt, solltet ihr diese ausnutzen. Verzichtet aber auf keinen Fall auf einen Norwegen Urlaub, nur, weil euch nur eine Woche zur Verfügung steht.

Tagesausflug von Bergen nach Flåm

Ohne, dass ich mich im Vorfeld groß mit meiner Reise nach Norwegen beschäftigt hatte, fand ich im Internet doch immer wieder Infos über die Flåmsbahn und die angeblich wunderschöne Landschaft, durch die diese private Eisenbahn fährt. (Im Nachgang kann ich sagen: Die Landschaft ist wirklich der Hammer)

Auch, wenn ich das Interrail Ticket für diese Strecke nicht nutzen kann – allerdings einen Rabatt von 30% bekomme -, wollte ich mir diese Strecke doch anschauen. Schön auch, dass meine Mutter zu diesem Zeitpunkt bei mir in Norwegen war und wir gemeinsam fahren konnten.

Landschaft Pur auf der Strecke von Bergen nach FLÅM

Angekommen in Bergen führte uns einer der ersten Wege an den Bahnhof, um uns ein Ticket für die Flåmsbahn zu kaufen. Leider wurden wir dort mit der Info überrascht, dass die Tickets die nächsten Tage ausverkauft seien und die Reise somit ersmal nicht möglich wäre. (Dies liegt wohl (auch) daran, dass massenweise asiatische Reisegruppen mit der Bahn fahren.)

Unverrichteter Dinge und etwas enttäuscht schauten wir uns – das ebenfalls sehr schöne, durch einige Kreuzfahrtschiffe aber mit Touristen etwas überlaufene – Bergen an und entschieden, die von uns geplante Fjordtour einen Tag vorzuverlegen. Hierbei fiel mir in einem Werbeprospekt die Bootsfahrt durch den Aurlandsfjords nach Flåm auf. Wie es der Zufall wollte, waren nur die Hinfahrten nach Flåm, nicht aber die Rückfahrten mit der Flåmsbahn ausgebucht. Somit buchten wir für den kommenden Tag für rund 70 Euro pP (anstatt der im Prospekt beworbenen 100  Euro – warum auch immer) eine um 8 Uhr startende Bootsfahrt und die Rückfahrt mit der Flåmsbahn um 18.40 Uhr nach Myrdal (Kosten für einfach Fahrt ca. 40 Euro, Hin- und Rückfahrt ca. 60 Euro + zusätzlich Ticket zwischen Bergen und Myrdal).

Und wow! Was ein Erlebnis! 
Die Zugfahrt mit der 1940 fertiggestellten Flåmsbahn von Flåm nach Myrdal führt mit 5,5% Steigung (damit ist sie eine der steilsten Bahnstrecken auf Normalspur weltweit) 20 km den Berg hoch und dauert rund 1 Stunde. Zwichendrin gibt es eine kurze Pause an einer Aussichtsplattform vor einem atemberaubendem Wasserfall. Dort kann man aussteigen und Fotos machen.
Von Myrdal fahren Züge der NSB in Richtung Oslo und Bergen, ansonsten gibt es hier – bis auf Toiletten und einen Radverleih grad mal gar nichts. Ok… Von 9.15 bis 18.45 Uhr hat die Bahnhofsgaststätte/ -kneipe geöffnet. Die Rückfahrt nach Bergen dauert ca. 2 Stunden.

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die besten apps Skandinavien

Die besten Seiten und Apps für Skandinavien im Nah- und Fernverkehr

Enthält Werbung

Bis vor einiger Zeit war ich ja absolute Verfechterin des Reisens ohne Handy. Vor allem, um einfach mal Ruhe zu haben und los lassen zu können. Gerade diese Interrail Reise zeigt mir aber, wie hiflreich das Telefon sein kann. Und zwar nicht nur, um bei einem Monat auf Reisen mit meiner Familie und meinen Freunden in Kontakt zu bleiben und meine Erlebnisse zu teilen sonder auch, um die Reisen überhaupt zu planen. Ich habe vor Beginn der Reise viel recherchiert und stelle euch hier die besten Apps für Skandinavien vor.

Die "Rail Planner ApP" ist hilfreich um den Überblick zu behalten...

So nutze ich die App „Rail Planner“ (englisch) um mir die Zugstrecken und -zeiten anzeigen zu lassen. Es ist aber auch super geschickt, auf dem Handy die Zeiten des Nahverkehrs prüfen zu können. Zwar liebe ich es grundsätzlich, möglichst viele Strecken zu Fuß zu gehen, um mehr von der Umgebung zu sehen, mit dem Rucksack und evtl. bei Regen macht es aber einfach nich immer Freude, mehrere Kilometer zu laufen. Auch liegen die wenigsten meiner Unterkünfte wirklich nah an Bahnhöfen und ich fahr dann manchmal doch gern Bus oder Straßenbahn und Ähnliches, um in Städten schneller von Ort zu Ort zu kommen. Hierbei erleichtern mir das Internet oder Apps das Reisen momentan ungemein, zumal ich so weiß, wie ich von wo nach wo komme und wann entsprechende Busse fahren, so dass ich keine Zeit mit unnötigem Warten vergeuden muss.

Leider funktioniert in Skandinavien (momentan) weder die google maps noch die maps.me Funktion für öffentliche Verkehrsmitel. Auch die move it-app hat bei mir kaum geholfen.

apps fuer skandinavien

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Weitere brauchbare Apps und Seiten sind auch noch folgende:

Lofoten (Norwegen)
Streckeninfo: 177 Nordland (Die Busse haben hier aber meist etwas – bzw. auch gut mal 20 Minuten – Verspätung)
Die Tickets sind – so wie mir gesagt wurde – nur im Bus erhältlich.

Östersund (Schweden)
Streckeninfo + Ticketkauf: Länstrafiken Jämtland

Umea (Schweden)
Streckeninfo + Ticketkauf: Ultra vill mer

Solltet ihr  nicht wissen, welcher Streckenverbund der für euch passende ist, lohnt sich meist ein Blick in Wikipedia, um herauszufinden, zu welcher Region die entsprechende Stadt gehört und mit der Region in den Appstores zu suchen.

Toll übrigens auch: In wirklich vielen skandinavischen Bussen und Bahnen gibt es die Möglichkeit, das Handy aufzuladen. In Zügen sind eigentlich zwischen allen Sitzen Steckdosen. Busse haben oft USB-Anschlüsse, an denen ihr das Handy laden könnt.

Die besten Apps fuer Skandinavien
nicht schön und leider auch nicht sauber, dafür aber effektiv und sinvoll!
die besten fotospots in new york

5 Dinge die du über New York noch nicht wusstest…

Wer einmal in New York war, der wird seine eigenen Tipps und Tricks über diese unfassbare Stadt erzählen können. So ging es uns natürlich auch. Trotz Recherche mit Internet und Reiseführern, hält New York immer eine handvoll Überraschungen für seine Besucher bereit. Egal ob es sich dabei um legendäres Essen, interessante Einblicke in New Yorks Straßenschluchten oder um relativ banale Umstände handelt. New York ist und bleibt ein riesiges Überrschungsei das niemals langweilig wird. Vielleicht wusstest du folgende Dinge auch noch nicht….?

New York ist fast grenzenlos

Wer sich in New York zurecht finden will, der benötigt auf jeden Fall eine Metrokarte. Mit der Metro ist es zwar auch nicht immer ganz leicht, aber die Richtungen „Uptown“ oder „Downtown“ sind klar geregelt. New York gliedert sich in fünf offizielle Bezirke: Manhattan, Bronx, Queens, Brooklyn und Staten Island. Allerdings hat Manhattan alleine wiederum ca. 60 halbamtliche „Neighborhoods“, die keine festgeschriebenen Grenzen aufweisen. Die Ausdehnung dieser Nachbarschaften ändert sich beinahe täglich.

Ein Spaziergang der zu einem New York Besuch dazu gehört

Es dauert – mit Fotostopps – eine starke Dreiviertelstunde um die berühmte Brooklyn Bridge zu überqueren. Wer dies nur „Oneway“ machen möchte, kann per Metro auf die Brooklyn-Seite fahren und dann auf Manhattan zulaufen. Die Skyline ist zu jeder Tageszeit atemberaubend. Natürlich bietet auch die Brücke selbst gute Möglichkeiten um zu fotografieren. Kleiner Fun Fact: 1884 wurde eine Herde Elefanten über die Brücke geführt, um zu beweisen, dass die Brooklyn Bridge auch hält. Verrückt oder?

Die grüne Lunge

Der Central Park ist inmitten der Hochhäuser irgendwie surreal. 1934 weideten hier noch Schafe und heute stehen an heißen Sommertagen die New Yorker Schlange, nur um einen Platz auf dem Rasen zu ergattern. Die beste Sicht auf den riesigen Stadtpark gibt es von der Aussichtsplattform des Rockefeller Centeres. Es gibt aber auch noch Ecken im Central Park die eher nicht so stark frequentiert sind wie zum Beispiel der etwas versteckte „Turtle Pond“ im hinteren Teil des Parks.

Die NYPD – die Polizei in New York

An den beliebten Sehenswürdigkeiten stehen die New Yorker Polizisten, zur Sicherheit und auch zur Show. Hübsche, gestählte Männer mit einem unwirklichen weißem Lächeln stehen gerne für ein gemeinsames Foto bereit. Die New Yorker Polizei macht wirklich Einiges um ein positives Bild des NYPD zu vermitteln. Ihre offiziellen Leitlinien lauten: Höflichkeit, Professionalität und Respekt. Seit 9/11 ist die Zahl der abgestellten Beamten extrem nach oben gestiegen.

Leichen im Stadtpark

Früher wurden in New York viele der heutigen Grünanlagen als Friedhöfe genutzt. Die wohl gruseligste Geschichte liegt unterhalb des Washington Square Parks begraben. Man schätzt dort mehrere tausende Leichen. Der Park diente vom Jahr 1797 mehr als 30 Jahre lang als Friedhof und auch als Hinrichtungsstätte. Aber auch der berühmte Union Square Park oder der direkt neben dem Times Square liegende Bryant Park dienten vor Hunderten von Jahren als Friedhöfe.  

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Strandleben und Spass in New York auf Coney Island

Coney Island - zwischen Strand und Kirmes

Wer New York besuchen will wird nicht unbedingt an seine Badesachen denken. Doch Bikini oder Badehose könnt ihr gerne in euren Koffer packen, zumindest dann, wenn ihr zu einer warmen Jahreszeit auch nach Coney Island kommt. 

Etwa 40 Minuten (aber das kann man Dank der New York Metro nie so genau sagen) dauert die Fahrt von Manhattan aus, raus nach Coney Island. Zwei Welten prallen hier aufeinander: wo man sich gerade noch im urbanen Strom der Stadt befand, ist es hier draußen in Coney Island ein ganzes Stück weit entspannter. Die Sonne die eben noch zwischen den riesigen Wolkenkratzern versucht ihre Energie auf den Boden von Manhattan zu werfen, ist jetzt ganz ungefiltert für deinen nächsten Sonnenbrand zuständig. Die Sonne wird reflektiert vom Wasser, etwas weiter draußen versuchen Surfer eine gute Welle zu fangen. 

Wie komme ich von Manhattan nach Coney Island?

Die Metrokarte ist für einen New York-Besuch quasi obligatorisch. Deswegen ist die Endstation „Coney Island“ auch so beliebt und wir nicht nur von Touristen gerne angesteuert. Die New Yorker selbst lieben Coney Island und den kitschigen Freizeitpark direkt am Meer. Heerscharen von ihnen kommen an heißen Wochenenden hier her. Für eine Abkühlung von innen und von außen. Mit den Linen der Metro D, F, Q und N kommt auch ihr in den Genuss von kühlen Drinks am Strand von Coney Island.

Was kann man in Coney Island alles erleben?

In Coney Island ist das Flanieren, über den breiten Steg am Strand, sicher schon ein Erlebnis das ganz für sich stehen kann.  Zwischen den Spielbuden, Fahrgeschäften und Burgerläden kommt man schlussendlich über die Strandpromenade zum Strand. Hier kann man Sonnenbaden und natürlich auch ins Wasser springen. Vorausgesetzt man hat für den Städtetrip auch eine Badehose eingepackt. 

Die drei besten Sehenswürdigkeiten auf Coney Island:

Wer gerne dem Trubel von Manhattan entkommen will, der kann bei einem Strandspaziergang neue Kraft und bestenfalls auch Sonne tanken. Entlang der Promenade gibt es einiges zu sehen. Viele Geschäfte, der berühmte Nathans Hot Dog Stand und natürlich auch viele crazy People. 

Neben den Zoos in und um New York gibt es auch noch ein Aquarium das ihr direkt am Strand von Coney Island findet. Leider ist es seit geraumer Zeit eine scheinbar nicht absehbare Baustelle. Das Gute daran: Die Wasserwelt wird modernisiert und erweitert. Das kommt natürlich letztendlich den Tieren zu gute. Andererseits wirkt das Aquarium zur Zeit nicht einladend und auch nicht unbedingt artgerecht. Wir hoffen sehr das sich dort zukünftig noch einges tun wird… 

Der angrenzende Luna Park, ein skurriler Freizeitpark mit nostalgischem Flair, ist schon aussergewöhnlich. Ähnlich wie auf dem Santa Monica Pier in Los Angeles , kann man hier Achterbahn oder Riesenrad fahren und das direkt am Strand! Ihr solltet euch vor eurem Besuch aber unbedingt über die Öffnungszeiten informieren. Diese sind leider etwas verwirrend. Hier könnt ihr auf der offiziellen Seite nachschauen: https://lunaparknyc.com/plan/park-hours/

 

 

Wer einen Eindruck über Coney Island haben möchte, der kann sich gerne auch unseren Vlog ansehen: