Das One World Observatory

Das One World Trade Center ist das dritthöchste Gebäude der Welt. Es gilt als die neue Ikone der New Yorker Skyline und sticht bereits von weiter Ferne ins Auge. Die Architektur des One World Trade Centers  ist durchaus interessant, aber noch reizvoller ist der Blick von oben, hinunter auf die verrückteste Stadt der Welt – New York. Das One World Observatory bezeichnet das oberste Deck des One World Trade Centers. Hier über Büros, Technik-Start-Ups und milliardenschweren Unternehmen, kann man einen fantastischen Ausblick über New York bekommen. Bei guten Wetterbedingungen. 

Ist das One World Observatory die beste Aussichtsplattform in New York?

Wer nach New York kommt kann mittlerweile zwischen drei sehr reizvollen Aussichtsplattformen wählen. Preislich liegen etwa alle gleich. Daher sollte man den für sich schönsten Ausblick nicht am Geld festmachen. Das One World Observatory bietet für uns den schönsten Ausblick, da ganz Manhattan vor einem liegt und man sogar hinunter auf die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue blicken kann. Der Standort des One World Observatory ist damit der wohl Beste der Stadt. Allerdings gibt es ein ganz spezielles Problem: Fotoaufnahmen kann man hier oben fast völlig vergessen. Die Glasfassaden durch die man schaut, sind so angefertigt, dass immer etwas spiegelt und eine Fotoaufnahme nahezu unmöglich ist. 

Vor- und Nachteile der New Yorker Aussichtsplattformen:

Empire State Buliding

Aussicht
sehr zentral gelegen, allerdings wenig Weitblick 47%
Erlebnisfaktor
relativ überholt 31%
Bekanntheit
sehr hoch, viele Filme drehen sich um das Gebäude 91%
geeignet für Film-/Fotoaufnahmen
geeignet, allerdings kaum Weitblick 49%
Preis-/Leistungsverhältnis
leider etwas unmodern, dafür sehr teuer 50%

Top Of The Rock (Rockefeller Center)

Aussicht
sehr gut, tolle Aussicht auf den Central Park 95%
Erlebnisfaktor
tolles Gesamterlebnis, sehr modern 90%
Bekanntheit
Das Rockefeller Center ist sehr beliebt und die Aussichtsplattform ist stets gut besucht 90%
geeignet für Film-/Fotoaufnahmen
sehr gut geeignet, freie Sicht auf Manhattan 100%
Preis-/Leistungsverhältnis
Preise sind teuer, allerdings für Foto-Fans die beste Lage in ganz Manhattan 81%

One World Observatory (One World Trade Center)

Ausssicht
die wohl schönste Aussicht der Stadt auf viele Sehenswürdigkeiten 100%
Erlebnisfaktor
coole Einführung und Fahrt nach oben, sehr gut gemacht! 95%
Bekanntheit
Die Bekanntheit steigt von Jahr zu Jahr... 70%
geeignet für Film-/Fotoaufnahmen
völlig ungeeignet 24%
Preis-/Leistungsverhältnis
teuer aber lohnenswert, allerdings nichts für Fotografen! 78%

So cool ist das One World Observatory wirklich:

Wer tolle Bilder machen will ist sicher auf dem Empire State Building oder (noch besser) auf dem Rockefeller Center besser aufgehoben. Das One World Observatory hat aber eindeutig den schönsten Ausblick auf eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Wer hier nicht abwägen will, muss wohl an zwei Standpunkten in die Höhe. 

Richtig genial ist die Fahrt mit dem Aufzug ,der dich superschnell auf das Aussichtsplattform des One World Trade Centers katapultiert . Bereits hier beginnt ein sagenhaftes Erlebnis mit tollen Effekten. Auch im Saal vor dem Einlass, wird dir noch ein kleiner Film präsentiert, der damit endet, wie die Leinwand in die Höhe gleitet und dir die freie Sicht auf New York ermöglicht. Eine Inszenierung die irgendwie typisch ist, mir aber dennoch Gänsehaut beschert hat. 

Noch mehr Eindrücke zum One World Trade Center findet ihr auch in unserem Video:

Der schönste Bahnhof der Welt: Die Grand Central Station

Wenn wir aus Stuttgart in die Ferne schweifen und die Grand Central Station in New York betrachten, müssen wir einsehen wie klein unser Stuttgarter Bahnhof doch ist. Allerdings – was viele Gegner von Stuttgart 21 gefallen dürfte – ist der größte Bahnhof der Welt ein Kopfbahnhof. Jede Fahrt beginnt oder endet hier. Kein einziger Zug fährt durch. Zudem ist  die Grand Central Station wohl der schönste Bahnhof der Welt und birgt  so manches kleines Geheimnis. 

Eröffnet wurde der New Yorker Bahnhof 1913. Mittlerweile verfügt die Grand Central Station über 44 Bahnsteige, an denen 67 Gleise angeschlossen sind. Fast 200 Quadratkilometer ist das komplette Areal groß. Damit ist die Grand Central Station der größte Bahnhof der Welt.

Die Geheimnisse der Grand Central Station

Bei unserem ersten New York Besuch waren wir einfach nur beeindruckt von der großen Halle und dessen Deckengemälde. Wer sich aber ein wenig informiert und genauer hinsieht, der wird einige Geheimnisse des Bahnhofs entlarven können. 

Der legendäre Track 61

Das Gleis mit der Nummer 61 ist sehr interessant und geschichtsträchtig. Hier steht ein verrosteter, alter Zug mit dem in den 30er Jahren Franklin D. Roosvelt gefahren wurde. Roosvelt war schwer an Kinderlähmung erkrankt und wollte dies nicht der Öffentlichkeit offenbaren. So wurde er per Zug direkt an das angrenzende Hotel Waldorf Astoria gebracht und konnte so lange seinen Zustand verbergen.
Obwohl das Gleis 61 offiziell nicht mehr genutzt wird, gibt es Spekulationen das es dennoch ab und zu zum Einsatz kommt.

Die kunstvolle Decke der Grand Central Station

Das astrologisches Deckenbild ist wohl das Schönste was man in der großen Halle entdecken kann. Doch auch die 2500 Sterne verbergen ein kleines Geheimnis: Das Sternenbild ist falsch herum. Nach den offiziellen Statements ist dies so gewollt, weil es den Nachthimmel aus "Gottes Sichtweise" darstellen soll. Böse Zungen behaupten allerdings dass dies ein Missgeschick gewesen sei und bei der Eröffnung des Terminals erst bemerkt wurde. Was glaubt ihr?

Wer findet die Eicheln und Eichenblätter?

Eicheln und Eichenblätter findet man fast überall in der Grand Central Station. Auf Leuchten und Lampen, eingemeißelt in Beton und Stein. Die Eichel ist das Familiensymbol der Vanderbilts. Diese Vanderbilts waren die Erbauer der Grand Central Station.

Weder die Abfahrtspläne noch die Uhren zeigen die korrekte Zeit an...

Tatsache! Alle Uhren und auch alle Abfahrtspläne im Grand Central Terminal wurden exakt eine Minute vorgestellt. Ob die New Yorker durch diese Maßnahme ihren Zug nicht verpassen?

TEnnis spielen in der Grand Central Station ist möglich, Aber verdammt Teuer!

Gut, vielleicht nicht direkt in der Halle der Grand Central Station aber in der vierten Etage ist für jedermann eine Tennishalle zugänglich. Die Stunde - je nach Uhrzeit und Wochentag - liegt allerdings bei 100-260 Dollar. Nicht gerade ein Schnäppchen...

Schöne Urlaubsfotos Tipps

Wie gelingen schöne Urlaubsfotos?

Schöne Urlaubsfotos kann man heutzutage bereits mit einem guten Smartphone machen. Für  den anspruchsvollen Hobbyfotograf gibt es auf dem Markt eine ganze Reihe an Spiegelreflex-, Kompakt- und Systemkameras. Auch die kleinen Actioncams bieten immer bessere Möglichkeiten, um die schönsten Urlaubsmomente festzuhalten.

Moderne Kameras haben unzählige Funktionen, die man besser vor Reiseantritt bereits getestet und bestenfalls auch verstanden hat. Gerade die Funktion der Verschlusszeit und auch die Blende sollte man beherrschen. Hier hilft oft ein Fotokurs in einer Volkshochschule weiter oder auch ein gutes Fachbuch kann für den ambitionierten Hobbyfotografen ein gutes Hilfsmittel sein. 

Was macht ein gutes Urlaubsfoto aus?

Urlaubsfotos sind wohl die schönste Art, die Erinnerung an gemeinsam verbrachte Tage festzuhalten. Oft fotografiert man sich selbst mit einem Dauergrinsen im Gesicht. Im Meer, am Strand, auf dem Berg oder vor einer Sehenswürdigkeit – erstmal ein Selfie machen. Klick. Das ist zuerst mal nichts Schlechtes, allerdings widerspiegelt das oft nicht die eigentliche Szenerie vor Ort oder gar die Kultur und die Menschen des Landes. Was macht also ein gutes Urlaubsfoto aus? 

Fotografiere Land und Leute

Um einen echten und authentischen Eindruck eines Landes zu bekommen, sollte man vielmehr Land und Leute fotografieren, anstatt immer nur sich selbst. Dabei sind ganz alltägliche Dinge oft sehr reizvoll. Das fotografieren von fremden Menschen sollte allerdings nie ohne ein Einverständnis passieren. Klar oder?

Clemenskapelle Rheingau

Fotografiere Auf Interessante Art und Weise

Sowohl die Bildkomposition als auch der Blickwinkel ist sehr entscheidend für ein schönes Urlaubsfoto. Wer immer nur im aufrechten Stand filmt oder fotografiert, bekommt weder Rückenschmerzen noch ein interessantes Bild. Erst derjenige der bereit ist sich etwas zu verbiegen, der auf den Boden liegt oder die Kamera ganz hoch über den Kopf streckt, der sorgt für einen neuen Blickwinkel und interessante Fotomotive.

Fotografiere bei gutem Licht

Das richtige Licht bzw. die richtige Ausleuchtung eines Motivs ist sehr entscheidend. Urlaubsfotos haben einen entscheidenden Vorteil: das Tageslicht ist wohl das schönste Licht das es gibt. Wer also in der Natur oder am Strand gerne ein paar Fotos machen möchte, der sollte einfach nur das grelle Mittagslicht meiden. Eventuell hast du auch schon mal etwas von der "blauen oder goldenen Stunde" gehört. Grob gesagt beschreibt dies die Zeit etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang bzw. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Zu dieser Zeit ist das Sonnenlicht besonders weich und kantige Schatten lassen sich hier eher vermeiden als während der Mittagssonne. Früh aufstehen lohnt sich bei vielen Sehenswürdigkeiten auch deshalb, weil eben die meisten Touristen noch am Frühstückstisch sitzen.

Die passende Ausrüstung für perfekte Urlaubsfotos

Wir werden oft gefragt was wir an Technik mit auf unsere Reisen nehmen. Wahrscheinlich irgendwie immer zu viel! Neben unserer Drohne und unserer Actioncam von GoPro, haben wir eigentlich das Übliche dabei. Eine Fotokamera mit der wir auch ab und zu unsere Vlogs filmen und eine Videokamera. 

Die ideale Fotoausrüstung beinhaltet aber viel mehr als nur eine Kamera. Vernünftige Objektive, eine Gegenblende und ausreichend Speicherkarten sind natürlich genauso wichtig wie eventuell einen Ersatz-Akku, ein leichtes Stativ und geeignete Reinigungspinsel. Einen kleinen Rucksack oder eine Tasche in die ihr euer Equipment verstauen könnt, sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Wir haben euch die beliebtesten Reisekameras und verschiedenes Fotoequipment zusammengestellt: 

Reisekameras unter 300 €

Canon PowerShot SX540 HS Digitalkamera*

+ 20,3 Megapixel
+ CMOS-Sensor
+ 50-Fach Ultrazoom
+ 100-Fach Zoomplus
+ Wifi + Full HD

Sony DSC-HX60 Digitalkamera*


+ 20,4 Megapixel
+ 30-Fach Optischer Zoom
+ 3 Zoll LCD-Display
+ Exmor R Cmos Sensor
+ flexibel und kompakt

Reisekameras unter 400 Euro

Sony DSC-RX100 Cyber-Shot Digitalkamera*


+ 20 Megapixel
+ 3 Zoll Display
+Lichtstarkes 28-100 mm Zoomobjektiv
+kompakt

Canon EOS 1300D Digitale Spiegelreflexkamera*

+ 18 Megapixel
+ APS-C CMOS-Sensor
+ Full HD
+ Exmor R Cmos Sensor
+ viele gute Objektive

Reisekameras unter 600 Euro

Sony Alpha 600 Systemkamera*



+ 24 Megapixel
+ 3 Zoll Display
+ Exmor APS-C Sensor
+ High Speed Hyprid AF

Canon Powershot G7 x Mark Digitalkamera*



+ 20,1 Megapixel
+ 4,2-Fach Optischer Zoom
+ 3 Zoll Display
+ Display mit Touchscreen

Reisekameras unter 1000 €

Sony Alpha 6300 E-Mount Systemkamera*


+ 24,2 Megapixel
+ 3 Zoll Display
+ XGA OLED Sucher
+ 4K
+ inklusive 16-50 mm Objektiv

Nikon D5300 SLR-Digitalkamera*


+ 24,2 Megapixel
+ 3,2 Zoll Display
+ Full HD
+ HDMI, WIFI, GPS

Speicherkarten

Stative

Amazonbasics Stativ*

+ leicht
+ ausziehbar bis 1,52 Meter
+ inkl. Tasche
+ 3-Wege Schwenkkopf
+ Wasserwaage

ESDDI Kamera Stativ*

+ ausziehbar bis 1,70 Meter
+ kompakt und leicht
+ inklusive Tragetasche

Joby Hybrid Gorillapod*

+ flexible, biegsame Beine
+ stabil und robust
+ schneller Aufbau
+ mit Schnellkupplungs-Clip

K&F Concept Stativ*


+ kompakt und robust + leichtes Aluminium + 3D-Kugelkopf
+ 26-128 cm

Kamera-Reinigung

Professionelles Kamera Reinigungsset*

+ 50 Objektivreinigungstücher
+ Objektivpinsel
+ Air-Blower
+ Mikrofasertücher uvm.

TYCKA Profi-Kamera Reinigungsset*

+ inkl. wasserdichter Beutel + Reinigungspads + Reinigungsstift
+ Mikrofaser Reinigungstuch
+ Blasebalg uvm.

Kamera-Tasche / Kamera-Rucksack

AmazonBasics Kameratasche *

+ günstige Kameratasche
+ mit extra Seitentasche
+ bis zu drei Objektive
+ mit Tragegriff

Neuleben Kameratasche *

+ bequemer Schultergurt + abnehmbares Kamerafach + cooler Vintagelook

AmazonBasics KameraRucksack *

+ günstiger Kamerarucksack
+ aus Polyester / Nylon
+ großzügiger Stauraum
+ extra Außentasche

Neewer Kamerarucksack *

+ wasserdicht + leicht und langlebig + verschiedene Aussentaschen

K&F Concept Kamerarucksack *

+ zwei getrennte Rucksackteile + großer Stauraum + Seiteneingriffe + inkl. Stativhalterung

Tarion Pro Profi Kamerarucksack *

+ reißfest, robust
+ wasserabweisend
+ geräumiger Innenraum
+ inkl. Schultertasche
+ Wanderrucksack

Actioncams

Crosstour Action Sport Cam *

+ 1080P Full HD + günstige Einsteigercam + Unterwasserkamera + Helmkamera + inkl. 2 Akkus

Akaso Action Cam *

+ 4K + Ultra Weitwinkel + Unterwasserkamera + 2 Zoll LCD Display + inkl. Fernbedienung + zwei Batterien

GoPro HERO5 *

+ 4K + Serienaufnahme und Zeitraffer + bis zu 10 Meter wasserdicht + Bedienung mit Sprachbefehl möglich + inkl. Klebehalterungen

Akaso Action Cam V50 Pro *

+ Ultra HD 4K + mit Touchscreen + wasserdicht + Bildstabilisierung + Zeitraffer und Slowmotion + Weitwinkel + zwei wiederaufladbare Batterien

Drohnen

Dji Spark Mini Drohne *

+ Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h + 2 km Übertragunsreichweite +1080P Videos + 12 Megapixel Fotos

Drocon Drone *

+ günstige Drohne für Anfänger + HD-Kamera + einfache Bedienbarkeit + Return to Home-Taste

Dji MAvic Pro *

+ Geschwindigkeit von bis zu 64 km/h + 4K Ultra-HD-Videos + Reichweite bis zu 7 Kilometer + Intelligente Flugmodi + Return-To-Home-Button + zusammenklappbar

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Unsere eigene Drohne haben wir in diesem Beitrag noch etwas näher beleuchtet!

Dji Phantom 4 Pro *

+ 20 Megapixel Kameera + Hinderniserkennung + verschiedene Flugmodi + Übertragunsreichweite bis zu 7 km + 4K-Videos

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Lappland Reise

Meine Reise durch Lappland

Rentiere, Santa Clause und Natur Pur - das ist Lappland...

Bisher war Lappland für mich der nördliche Teil Finnlands. Man lernt ja aber nie aus (besonders auf Reisen), denn auch der nördliche Teil Schwedens wird Lappland genannt.
Sowohl in Finnland als auch in Schweden werden die dortigen Ureinwohner Lappen, bzw. eher Sami genannt. Sami leben (ursprünglich) aber auch im Norden Norwegens und Russlands (= Fennoskandinavien). Die Geschichte der Sami geht weit vor die Zeit Christi zurück, in der sie bereits Rentiere gezüchtet oder zumindest mit ihnen zusammen gelebt haben dürften.

Zwei Nächte Schweden und Zwei Nächte Finnland

So…
genug Geschichtsunterricht. Dennoch finde ich es ganz interessant, auch etwas von der Geschichte der Region zu wissen, in der man sich aufhält.

Nach Lappland wollte ich hauptsächlich deshalb, weil eine Kollegin von mir den entsprechenden Teil Finnlands besonders liebt. Als ich über Airbnb dann auch noch eine wunderschöne Unterkunft im schwedischen Teil gefunden hatte war mir klar, dass ich dort auch hin muss.

In Schweden hatte ich zwei Nächte in Luleå, in Finnland 2 Nächte in Rovaniemi gebucht. Mal mehr, mal weniger zufällig war ich zudem noch in Kemi und Oulu (beides Finnland).

Dass die Gegend da oben nicht zu sehr besiedelt ist merkt man auch daran, dass die Züge nach Norden wirklich selten fahren. Ab Mitte August hat die schwedische „Inlandsbanan“, die eigentlich zwischen Kristinehamn im Süden und Gällivare im Norden verkehrt, ihren Betrieb in den Norden ab Östersund  sogar ganz eingestellt. Hier würden zwar Busse fahren, da diese im Interrailticket aber nicht inkludiert sind, hab ich mich für die Zugreise an der Ostküste entlang entschieden. Die Inlandsstrecke soll aber um einiges schöner und spektakulärer sein.

Der schwedische Teil von Lappland

In Luleå hatte ich eine wunderschöne kleine Hütte mit Sauna direkt an einem See gemietet. Eigentlich wollte ich mal zwei Tage wirklich nur ausspannen und relaxen, da das Reisen manchmal doch anstrengend sein kann bzw. die (zum Glück durchweg positiven) Eindrücke, die ich bis dahin sammeln durfte, auch erstmal verarbeitet werden müssen.

Nach der ersten Nacht und einem tollen Frühstück am See (mein Vermieter hatte mir sogar ein frisches Croissant vorbei gebracht) wollte ich dann aber doch etwas mehr von der Gegend sehen. Für 15 Euro mietete ich mir von meinem Vermieter ein Fahrrad und fuhr nach Gammelstad Kyrkstad, einer Kirchstadt, die zu den Unesco Kulturerben zählt.
In der Touristeninformation und in der Kirche bekommt ihr kostenlos Broschüren über den Ort. Sogar in Deutsch.


Aus diesen geht hervor, dass die Nederluleå Kirche aus dem Mittelalter stammt (1492) und der Ort, der sich rund um die Kirche befindet, von den Kirchenbesuchern gebaut wurde. Diese kamen aus dem gesamten Umland. Da die An- und Rückreise oft sehr lange dauerte, bauten sich die Leute kleine Häuser um die Kirche, damit sie vor und nach den Gottesdiensten und kirchlichen Festen dort übernachten konnten. Sowohl die Kirche -mit einem sehr schönen Flügelaltar, schöner Kanzel und großer Orgel- als auch der Ort selbst, der hauptsächlich aus den kleinen roten Häusern um die Kirche besteht, sind sehenswert. Einige Häuser sind zu besichtigen und man erfährt auch hier etwas über die Geschichte des Ortes bzw. der ehemaligen Bewohner.

Gammelstad Kyrkstad eignet sich sehr gut für einen 1-2 stündigen Ausflug. Wenn das Freilichtmuseum am Ortsanfang, von Rutvik kommend, offen hat, kann man leicht auch mehr Zeit dort verbringen. Beim Freilichtmuseum ist zudem ein lappischer Souvenirladen, der als schönstes Geschäft 2017 ausgezeichnet wurde.

Lappland

Die Reise nach Finnland

Da zwischen dem schwedischen Teil Lapplands und dem Finnischen keine Züge fahren, ist die Busfahrt im Interrailticket inklusive. Die Reise selbst ist aber etwas komplizierter als mit der Bahn.

Zuerst fuhr ich mit dem Unternehmen „Länstrafiken Norrbotten“ von Luleå (ab Busbahnhof oder Pontusbadet) nach Haparanda Tornio Resecentrum. Dort hatte ich mich schon gewundert, warum zwar alle Stunde, ausgerechnet aber um 14.05 Uhr (das wäre der direkte Anschuss gewesen) kein Bus weiter nach Finnland fuhr. Ich entschied also, den nächsten Bus um 15.05 Uhr zu nehmen und so lange zu Ikea zum Mittagessen zu gehen. Das stand auch auf meiner To do-Liste und ein Ikea ist gleich neben dem Busbahnhof. Da es in der unmittelbaren Umgebung auch einige andere Läden und Fabrikverkäufe gibt, war es nicht schwer, die Zeit zu vertreiben.

Als ich nach einer guten Stunde wieder zum Busbahnhof kam, wunderte ich mich, warum der Zug um 15.05 Uhr nicht mehr angeschrieben war. Nur noch einer um 16.05 Uhr. Und endlich bemerkte ich die zwei großen Uhren, die im Gang hingen. Eine mit der schwedischen Fahne darunter, eine mit der finnischen Fahne darunter. Ok… die Finnen sind den Schweden eine Stunde voraus. Es wäre also doch jede Stunde ein Zug gefahren. Ich hab nur einfach nicht an die Zeitumstellung gedacht…

Mit dem Bus des Unternehmens „Matkahuolto“ ging es dann weiter nach Kemi, wo ich – dank der missachteten Zeitumstellung und der wenigen Züge – 2,5 Stunden Aufenthalt hatte, bevor es mit dem Zug weiter nach Rovaniemi ging.

In Kemi gibt es, ziemlich nah am Bahnhof, eine Panoramabar, die leider um 18 Uhr bereits schließt. Zudem gibt es das Weihnachtsman Strandbüro, das außerhalb der Saison allerdings nur für angemeldete Besuchergruppen öffnet, ein Eis- bzw. Schneeschloss Hotel, das nur im Winter steht (ab Dezember 2018 allerdings auch eine dauerhafte Räumlichkeit haben soll) und ein Comicmuseum, das ebenfalls  um 18 Uhr schließt. Es gab für mich also nicht sonderlich viel zu tun außer durch die Straßen zu laufen, die Kirche mit Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs (von Außen) zu besichtigen, in die Ostsee zu schauen, mir im Supermarkt etwas zu essen zu kaufen (alle anderen Geschäfte schließen ebenfalls spätestens um 18 Uhr) und mich zu wundern, was die Menschen hier so tun, da die Straßen meist wie leer gefegt waren.

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Lappland: Get Your Guide

Santa Clause Village

Relativ spät kam ich dann abends in Rovaniemi an und freute mich erstmal nur theoretisch darüber, dass meine gemietete Wohnung eine Sauna hatte. Die Nutzung sollte bis zum nächsten Tag warten müssen. 

Auch Rovaniemi selbst hat (außerhalb der Saison) nicht ungemein viel zu bieten. Das Arktikum mit dem lappischen Provinzmuseum und dem arktischen Zentrum hat das ganze Jahr über geöffnet. Im ca. 1 Stunde entfernten Ranua gibt es einen großen Zoo. Diesen wollte ich eigentlich besuchen, da ich endlich mal einen Elch und Rentiere sehen wollte. Da mich der Besuch aber knapp 60 Euro (knapp 20 Euro Eintritt und fast 40 Euro Bus) gekostet hätte und die Busse kaum dorthin bzw. wieder zurück fahren, verzichtete ich auf den Besuch und entschied, eine Wanderung zum Weihnachtsmanndorf zu machen.

Von meiner Unterkunft bis zum Santa Clause Village, wo sich auch der nördliche Polarkreis befindet, war ich gut 3 Stunden unterwegs. Die Natur war aber sehenswert und die Landschaft hat mir gut gefallen.
Im Weihnachtsmanndorf war mal wieder kaum etwas los, der Weihnachtsmann aber anwesend. Ab 25 Euro kann man Fotos mit ihm machen. Besonders gut hat mir das Hauptpostamt des Weihnachtsmanns gefallen. Dort kann man eine große Auswahl an Postkarten und schöne (weihnachtliche) Briefmarken kaufen. Da es dort einen Briefkasten gibt, der die Post pünktlich zu Weihnachten liefern soll, konnte ich gleich meine Weihnachtspost für dieses Jahr verschicken. Eine Postkarte kostet mit Porte ca. 3 Euro.

Reise durch Lappland - Weihnachtsmanndorf

Ansonsten gibt es im Dorf einige Restaurants und Imbisse sowie einige Fabrikverkäufe und Souvenirläden. Ich fand die Weihnachtsatmosphäre im September eher verstörend, wenn man in der Gegend ist, lohnt sich ein Ausflug aber schon mal.

Das beste kommt zum schluss

(OK, das aller Beste in Lappland war definitiv die Unterkunft in Luleå – aber Oulu kommt gleich danach)

Auf dem Weg nach Helsinki musste ich in Oulu umsteigen, weshalb ich mich entschied, mit dem früheren Zug in Rovaniemi zu starten und erst einen Zug später weiter nach Helsinki zu fahren – was die genau richtige Entscheidung war.
Kaum in Oulu angekommen fühlte ich mich sofort sehr wohl. Den großen Rucksack für 3 Euro am Bahnhof eingeschlossen schaute ich mir mit nur leichtem Gepäck die Stadt an.
Um den Bahnhof herum finden sich schon einige kleine Geschäfte mit individuellen finnischen Artikeln. Kleidung, Schmuck, Dekozeug, Essen…

Reise durch Lappland

In der Stadtmitte gibt es ein großes Einkaufszentrum, das ich mir allerdings auf Grund der kurzen Zeit nicht näher angeschaut hatte. Auch in den Fußgängerzonen gibt es, neben den großen Marken, auch kleine individuelle Geschäfte und schöne Bars und Cafés. Besonders gut hat mir der Marktplatz (sogar mit Marktständen) und die Markthalle gefallen. Neben der Markthalle befindet sich auch die Torripolliisi Statue von Kaarlo Mikkonen, die einen netten, runden Polizisten darstellt.

In der Markthalle gibt es, neben vielen anderen sehenswerten Ständen, einen Stand der Gebäck, Milchreis und Suppen verkauft (ca. 8 Euro inkl. Brot und Wasser). Da ich mich nicht entscheiden konnte gab es für mich gleich sowohl Lachs- als auch Rentiersuppe. Danach war mir erstmal schlecht (weil zu viel), ich war aber glücklich. Wer es lieber deftig mag, dem empfehle ich die Rentiersuppe, mein Favorit war die Lachssuppe. Beide aber lecker! 
Nachdem ich noch ein paar Souvenirs in den alten Fischerhütten am Meer gekauft hatte, war es leider auch schon wieder an der Zeit, mein Gepäck zu holen und mich in den Zug nach Helsinki zu setzen.

Oulu war – von den Städten her – definitiv mein Favorit in Lappland. Ansonsten gibt es hier wunderschöne Natur, im Herbst viele Beeren und Pilze und eigentlich wohl auch richtig viele und schöne Nordlichter – die ich leider nicht sehen durfte. Da muss ich wohl mal wieder kommen… Dann aber mehr Richtung Winter….

norwegen reise

In acht Tagen durch Norwegen

Meine Reise Durch Norwegen mit dem Zug

Jetzt ist es leider so weit. Meine Mama hat mich verlassen und sitzt wieder im Flugzeug zurück nach Deutschland (während ich mich natürlich dennoch sehr über meine noch kommende Zeit, ca. 2 Wochen, in Skandinavien freu). Was ein etwas trauriger Moment ist hatte aber auch eine wunderbare Vorgeschichte.

 

Wie alles begann:
Nachdem ich meiner Mutter von meinem Plan, einen Monat allein mit dem Zug durch Skandinavien zu reisen, erzählt hatte, war sie auf einer Seite wohl etwas ängstlich (kann man bei einer 34jährigen Tochter ja ruhig mal sein 😉 ) auf der anderen Seite hatte sie mich aber auch beneidet, weshalb ich ihr anbot, mit mir zu kommen. Wir haben dann auch einen Zeitraum von 8 Tagen gefunden, den sie sich frei nehmen und von privaten Terminen frei schaufeln konnte.

Plan:
Abflug in Stuttgart am Montag gg 6 Uhr, Umsteigen in Kopenhagen, Ankunft in Bergen gegen 12 Uhr. Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt bereits mein Fährticket von Langesund (bei Oslo) nach Bergen gekauft und wusste, dass ich am Montag ebenfalls gegen 12 Uhr in Bergen ankommen sollte.

Rückflug am Dienstag (8 Tage später) gegen 6 Uhr von Trontheim über Stockholm zurück nach Stuttgart.

Dazwischen: Möglichst viele tolle Erlebnisse. Und ja, die hatten wir!

Der Treffpunkt in Bergen

In Bergen fährt für ca. 12 Euro ein Bus vom Flughafen in die Innenstadt. Dieser hält u.a. am Musikpavillion, was über google als Treffpunkt ganz geeignet schien und tatsächlich auch war. Da meine Mutter nur mit Handgepäck geflogen ist und auch der Fähranleger nur ca. 20 Minuten fußläufig entfernt ist, hatten wir uns schon vor 13 Uhr dort getroffen und somit einen so gut wie ganzen Tag in Bergen vor uns.

Den ersten Tag verbrachten wir in der Stadt. Sowohl in ein paar Geschäften als auch in der wunderschönen Gegend zwischen Bahnhof und Meer. Es gibt hier viele Straßen, die sich lohnen entdeckt zu werden. Außerdem gibt es hier schöne Geschäfte, eine tolle Fischhalle und eine durchweg angenehme Atmosphäre. Nur die vielen Touristen, die ab und an von den großen Kreuzfahrtschiffen „angespült“ werden, können manchmal etwas stören, wenn sie in der Masse unterwegs sind.

Am zweiten Tag hatten wir das Glück, unheimlich gutes Wetter zu haben. So konnten wir unseren Ausflug nach Flam voll und ganz genießen (siehe Artikel über Flam).

urlaub norwegen

Da es am dritten Tag unheimlich geregnet  hatte (wohl das gängige Wetter in Bergen), hatten wir auf einen weiteren Tag in Bergen verzichtet und unseren geplanten Nachtzug nach Oslo gegen einen früheren Zug in Richtung Oslo getauscht. Zum Abschied und als Urlaubsmitbringsel gab es für Mutti und mich je noch eine Regenjacke (die wir auch weiterhin gut gebrauchen konnten).

Da die Unterkünfte in Oslo etwas teuer waren, entschieden wir uns, im Vorort Sandvika zu übernachten. Hier gibt es das wohl größte Einkaufszentrum Skandinaviens (Sandvika Storsenter) und wir hatten eine kostenlose Führung durch das kleine aber liebevoll gemachte Emma Hjorth Museum, in welchem die Arbeit der Dame ab ca. 1870 mit Behinderten in Region dargestellt ist.

reise durch norwegen

Oslo in nur 6 Stunden war leider etwas zu kurz...

Durch die Reiseänderung hatten wir leider nur ca. 6 Stunden für Oslo. Für Architekturinteressierte lohnt sich ein Besuch der Oper (die sich direkt neben dem Bahnhof befindet). Auf dem Weg in die Stadt lief einige hundert Meter vor uns eine Militärkapelle, der wir spontan bis zum Osloer Schloss folgten. Dort gab es um 13.30 Uhr einen interessanten Wachwechsel. Wir wollten schon wieder gehen, als wir erfahren hatten, dass um 14 Uhr eine Militärparade zu ehren des fünfzigsten Hochzeitstages des norwegischen Königspaars stattfinden sollte. König Harald V. und Königin Sonja sahen die Parade vom Balkon des Schlosses, meine Mutter und ich aus der ersten Reihe vom Schlosshof. Es war ein unerwartetes aber ziemlich cooles Erlebnis.

Somit haben wir insgesamt leider eher wenig von Oslo gesehn, sind uns aber sicher: wir kommen wieder. Es scheint eine sehr schöne Stadt zu sein, in der man viel sehen und erleben kann.

Gegen 16 Uhr ging es weiter mit dem Zug über Trondheim. Von dort gings es dann mit dem Nachtzug nach Bodo. Übrigens sind die Schlafkabinen in dem Nachtzug sehr empfehlenswert, weil klug durchdacht und sehr bequem. In Bodo kamen wir gegen 9 Uhr an und nahmen um 11 Uhr die Fähre nach Moskenes (ca. 25 Euro pP, Fahrzeiten unter www.torghatten-nord.no, ihr müsst aber ewas aufpassen, da die Fähren wohl nicht bei jdem Wetter fahren).

Nach ca. 4 Stunden Fahrt kamen wir wir auf der Lofoten-Insel Moskenesoya an. Da die Unterkünfte hier relativ spärlich und teuer sind hatten wir uns für 2 Nächte ein kleines Zimmer mit Gemeinschaftsbad und -küche gemietet (war aber völlig ausreichend für die kurze Zeit). Der Ausflug nach A i Lofoten am Anreisetag war nett aber nicht zwingend nötig (hier gibt es bei Regen nicht viel mehr außer einem Stockfischmuseum und einem kleinen Kaffee sowie Restaurants) der Ausflug zum Bundes Beach am zweiten Tag war aber unglaublich.

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Norwegen: Get Your Guide

Um an diesen sehr weitläufigen und wahnsinnig spektakulären Strand direkt zwischen zwei enorm hohen Felsen zu kommen, nehmt ihr die Fähre von Reine nach Vindstad. Hierbei handelt es sich um eine Passagierfähre, die im Sommer (bis Ende August) bis zu 3x am Tag fährt. Schaut auf die Abfahtszeit, da ihr sonst in dem wenig bis nichts bietenden Vindstad festsitzt. Das könnte nämlich etwas problematisch werden, wenn ihr keine Zeit habt und es regnen sollte.

Vindstad ist ein keines Nest mit wenigen Häusern. Wenn ihr Glück habt ist das Kaffee im alten Schulhaus offen, ansonsten gibt es hier keine Infrastruktur für Touristen.
In Vindstad lauft ihr von der Fähre gerade aus an den Häusern vorbei, bis ein provisorisches Schild den Bundes Beach nach links ausweist. Ab hier ist halbwegs gutes Schuhwerk und etwas Sportlichkeit gefragt, da ihr einen kleinen Bergkamm überqueren müsst (was meiner 65jährigen Mutter aber gut gelang). Sobald ihr auf dem Bergkamm seid, dürftet ihr eine unglaubliche Aussicht haben. Unten beginnt sofort der Strand, bis zum Meer lauft ihr aber nochmal ca. 15 Minuten. Vom Meer bis zur Fähre solltet ihr 1,5 Stunden einrechnen. In schnellem Tempo ist die Strecke ( nur hin bzw. zurück) evtl. auch in einer Stunde zu schaffen. Fürs Abendessen gibt es einige Restaurants in Reine.

Am nächsten Tag sind wir wieder mit der Fähre nach Bodø. Bodø hat eine mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Bibliothek, Graffittis von bekannten Künstlern und 2 Supermärkte, die auch Sonntags offen sind. Hier allzulange zu bleiben lohnt sich meiner Ansicht jedoch nicht unbedingt. Wir hatten unsere gut 6 Stunden Aufenthalt an einem Sonntag gerade so rum bekommen, da die Stadt (außerhalb der Hauptsaison) eher tot ist.

Mit dem Nachtzug zurück nach Trondheim

So wie auf dem Bild rechts sieht übrigens ein Abteil des Nachtzugs aus. Der Platz ist ausreichend und es gibt sogar ein bisschen Stauraum. 

In Trontheim hatten wir ein tolles Hotel mit Sauna und Schwimmbad direkt am Flughafen. Die Züge brauchen von dort ca. 40 Minuten in die Innenstadt, wo es wieder sehr viel zu sehen gibt.

norwegen

U.a. hatten wir uns die nördlichste gothische Kathedrale, die Kathedrale von Nidar, angeschaut (von außen überaus sehenswert, der Eintrittspreis von 10 Euro p.P. ist etwas teuer und lohnt sich nicht zwingend). Außerdem waren wir noch auf dem Kristiansten Fort. Hier gibt es ein kleines kostenloses Museum, viele moderne Skulpturen und eine tolle Aussicht. Der Weg über die Gamle Brücke ins Viertel Bakklandet lohnt sich auch sehr. Dort gibt es viele schöne alte Holzhäuser und einen Fahrradlift

Abends hatten noch wir frischen Lachs aus der Ravnkloa Fischhalle. Am nächsten Morgen ging es für meine Mutter zurück nach Deutschland und für mich weiter nach Schweden.

Norwegen ist definitv einen Urlaub wert. Eine so beeindruckende Natur findet ihr nicht oft. Und auch, wenn das Wetter nicht immer optimal ist kommt ihr mit wetterfester Kleidung und positiver Einstellung gut durch den Tag.

Wir haben in den 8 zur Verfügung stehenden Tagen viel gesehen und für uns das Maximum mitgenommen. Wenn ihr mehr Zeit habt, solltet ihr diese ausnutzen. Verzichtet aber auf keinen Fall auf einen Norwegen Urlaub, nur, weil euch nur eine Woche zur Verfügung steht.

Tagesausflug von Bergen nach Flåm

Ohne, dass ich mich im Vorfeld groß mit meiner Reise nach Norwegen beschäftigt hatte, fand ich im Internet doch immer wieder Infos über die Flåmsbahn und die angeblich wunderschöne Landschaft, durch die diese private Eisenbahn fährt. (Im Nachgang kann ich sagen: Die Landschaft ist wirklich der Hammer)

Auch, wenn ich das Interrail Ticket für diese Strecke nicht nutzen kann – allerdings einen Rabatt von 30% bekomme -, wollte ich mir diese Strecke doch anschauen. Schön auch, dass meine Mutter zu diesem Zeitpunkt bei mir in Norwegen war und wir gemeinsam fahren konnten.

Landschaft Pur auf der Strecke von Bergen nach FLÅM

Angekommen in Bergen führte uns einer der ersten Wege an den Bahnhof, um uns ein Ticket für die Flåmsbahn zu kaufen. Leider wurden wir dort mit der Info überrascht, dass die Tickets die nächsten Tage ausverkauft seien und die Reise somit ersmal nicht möglich wäre. (Dies liegt wohl (auch) daran, dass massenweise asiatische Reisegruppen mit der Bahn fahren.)

Unverrichteter Dinge und etwas enttäuscht schauten wir uns – das ebenfalls sehr schöne, durch einige Kreuzfahrtschiffe aber mit Touristen etwas überlaufene – Bergen an und entschieden, die von uns geplante Fjordtour einen Tag vorzuverlegen. Hierbei fiel mir in einem Werbeprospekt die Bootsfahrt durch den Aurlandsfjords nach Flåm auf. Wie es der Zufall wollte, waren nur die Hinfahrten nach Flåm, nicht aber die Rückfahrten mit der Flåmsbahn ausgebucht. Somit buchten wir für den kommenden Tag für rund 70 Euro pP (anstatt der im Prospekt beworbenen 100  Euro – warum auch immer) eine um 8 Uhr startende Bootsfahrt und die Rückfahrt mit der Flåmsbahn um 18.40 Uhr nach Myrdal (Kosten für einfach Fahrt ca. 40 Euro, Hin- und Rückfahrt ca. 60 Euro + zusätzlich Ticket zwischen Bergen und Myrdal).

Und wow! Was ein Erlebnis! 
Die Zugfahrt mit der 1940 fertiggestellten Flåmsbahn von Flåm nach Myrdal führt mit 5,5% Steigung (damit ist sie eine der steilsten Bahnstrecken auf Normalspur weltweit) 20 km den Berg hoch und dauert rund 1 Stunde. Zwichendrin gibt es eine kurze Pause an einer Aussichtsplattform vor einem atemberaubendem Wasserfall. Dort kann man aussteigen und Fotos machen.
Von Myrdal fahren Züge der NSB in Richtung Oslo und Bergen, ansonsten gibt es hier – bis auf Toiletten und einen Radverleih grad mal gar nichts. Ok… Von 9.15 bis 18.45 Uhr hat die Bahnhofsgaststätte/ -kneipe geöffnet. Die Rückfahrt nach Bergen dauert ca. 2 Stunden.

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