"Dialog im Dunkeln" in Wien

Unsere Erfahrungen im „Dialog im Dunkeln“:

Einer der Beiträge die ich am längsten vor mir hergeschoben hatte, ist unser Erfahrungsbericht über „Dialog im Dunkeln“ in Wien. Was am Ende des Tages blieb, ist eine aussergewöhnliche und emotionale Erfahrung die wir so noch niemals machen durften. Allerdings für uns als Reiseblogger eher schwierig: Es gibt absolut kein Bildmaterial. Wieso? Weil es nicht nur schummrig war, sondern zappenduster!
Der „Dialog im Dunkeln“ wird von Blinden geführt und teilweise auch organisiert. Die Macher möchten ein Forum bieten, um auch sehenden Menschen die Möglichkeit zu geben, einmal in die Welt eines Blinden abzutauchen. Und schon bei der lustigen Einweisung wurden wir gefragt: „Was macht ihr denn hier, es gibt nix zu sehen“. Aber für dieses Abenteuer ist das ist völlig egal…

Dialog im Dunkeln – eine Erfahrung für das Leben

Das Erlebnis wird schnell zur knallharten Aufgabe. Bereits am Eingang und dem Beginn der Führung wird einem bewusst was Dunkelheit tatsächlich bedeutet. Ich gebe zu, mich hatte es sehr oft in den Fingern gejuckt, kurz nach dem Handy zu greifen, um schnell wieder Licht zu machen. Einige Schritte später – man hat sich noch lange nicht an die herrschende Situation gewöhnt – gibt es die ersten kleinen Challenges zu bestehen: Eine Treppe hoch laufen, einem Geländer folgen, sich setzen oder auch einfach nicht dauernd auf seinen Vordermann aufzulaufen. Man sehnt sich nach einem Spalt Licht, einem Orientierungspunkt.

Mit dem Blindenstock durch die Hallen von „Dialog im Dunkeln“

Erst mit der Zeit beginnt man den Blindenstock sinnvoll einzusetzen. Diesen gab es direkt am Eingang. Uns wurde gesagt wir sollen ihn nutzen. Auch das WIE wurde geklärt. In der Dunkelheit und mit der leichten Überforderung zu Beginn, wurde mir leider viel zu spät klar, dass ich den Blindenstock nicht nur blöde mit mir herumtragen sollte, sondern ihn sinnvoll zum Vortasten einsetzen kann.
Und „buuuums“ war ich schon wieder auf meinem Vordermann aufgelaufen. Ich entschuldigte mich abermals höflich. Er grummelte nur noch vor sich hin. Dicht hinter mir war Maria. Ich wollte heldenhaft sein und voraus gehen. Eine wirkliche Hilfe war ich nicht.

Unser blinder Führer war unser Blindenführer…

Dann sollten wir noch in ein Schiff steigen und eine Bootsfahrt machen. Was? Waaaaas? Ich war mittlerweile echt sicherer geworden und unser sympathischer Führer hatte uns ausreichend Mut zugesprochen und unterstützt. Aber ein Boot? Wasser? Ich dachte ich flipp aus. Natürlich war das Ganze „nur“ simuliert und es gab kein Wasser in das ich fallen und ertrinken hätte können. Aber trotzdem. Es war echt nicht leicht überhaupt ins Boot zu kommen und darin Platz zu nehmen. Ich war froh als unsere „Bootsfahrt“ zu Ende war.
Auch ganz am Schluss der Führung durch die Dunkelheit, gibt es etwas zu entdecken, was als Sehender mit Licht eher mittelmäßig spannend wäre. Das verrate ich euch allerdings nicht. Denn ich möchte euch ermutigen, wenn ihr mal in Wien seid, diese unfassbar lehrreiche Erfahrung im „Dialog im Dunkeln“ selbst zu machen.
Checkt dafür doch einfach mal deren Homepage auf: www.imdunkeln.at
Oder bist du schon mal dort gewesen? Dann lasst es uns unbedingt wissen wie es dir gefallen hat!

"Haus des Meeres" in Wien

Das Haus des Meeres in Wien

Unsere Erfahrungen im Haus des Meeres in Wien waren durchweg positiv. Vorab hatten wir uns informiert zu welchen Tagen ein Besuch empfehlenswert ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass an einem regenreichen Wochenende, das Haus von Besuchern überrannt wird.

Aber was ist das Haus des Meeres eigentlich?

Auf 10 Stockwerken verteilt liegt die Kernkompetenz auf großzügigen Aquarien- und Terrarienanlagen. Dazu gibt es noch zwei große Räume mit frei fliegenden Vögeln und putzigen Äffchen. Das oberste Stockwerk beheimatet ein Cafe und eine großzügige Terrasse von der ihr einen ausgezeichneten Blick über Wien bekommen könnt.
Das Haus des Meeres ist ganz einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Man kann gut und gerne einen halben Tag im Haus des Meeres verbringen. Möchte man aber noch andere Sehenswürdigkeiten am selben Tag ansehen, ist fussläufig zum Beispiel der Naschmarkt zu erreichen.

Die Highlights im Haus des Meeres:

Das Haus des Meeres ist wirklich abwechslungsreich und jeder in der Familie kommt hier auf seine Kosten. Daher können wir nur unsere persönlichen Highlights nennen:

  • Hai-Aquarium mit der Meeresschildkröte Puppi
  • die Tropenhäuser mit den neugierigen Äffchen
  • das Koi-Becken
  • die Aussicht über Wien im obersten Stockwerk

Natürlich ist auch der Reptilienbereich sehr schön und auch großzügig angelegt. Hier gibt es einige Schlangen, Echsen, Krokodile und Krabbeltiere zu sehen.

Die beste Tageszeit um in das Haus des Meeres zu gehen:

Da es im Haus des Meeres an manchen Stellen auch etwas enger zugeht, sollte man – wenn möglich – einen Zeitpunkt in der Woche wählen, an dem vielleicht nicht so viel los ist. Wir hatten bei unserem Besuch das Glück und konnten alles in Ruhe und völlig ungestört ansehen. Bestenfalls umgeht ihr die Wochenenden und kommt lieber Werktags dem Haus des Meeres einen Besuch abstatten. Der Eintritt für Erwachsene liegt bei 17,60 € und für Kinder bei 8,00 €
(Stand 18.12.17 – checkt lieber die Homepage: https://haus-des-meeres.at/).

Der Preis ist für das was geboten wird wirklich in Ordnung. Man sollte wissen, dass das Haus des Meeres ohne jegliche öffentliche Förderung auskommt und sich komplett alleine trägt. Wenn ihr mal nach Wien kommt, sollte auch der Besuch des Haus des Meeres mit eingeplant werden! Ihr werdet es sicher nicht bereuen. Blub!

Der Wiener Prater

Der Wiener Prater – Nostalgie pur?

Wer Rummel oder Kirmes (oder wie es bei euch eben genannt wird) toll findet, der wird den Wiener Prater lieben. An manchen Ecken ist der Prater in die Jahre gekommen, das wird hier aber als Nostalgie verkauft. Im Sommer ist viel geboten und auch jedes Fahrgeschäft offen. Im Winter ist eher tote Hose. Dennoch hat es was für sich, auch in dieser Jahreszeit, über eine menschenleere Kirmes zu laufen. Nur teilweise ist etwas beleuchtet. So könnte auch ein schlechter Horrorfilm anfangen.

Auch Zombies gibt es in Wien.

Der Wiener Prater und seine Sehenswürdigkeiten:

Wir waren sehr überrascht, dass es hier so viel zu entdecken gibt. Es gibt Autoscooter, Fressstände, Geisterbahnen, Überkopfdrehdinges und natürlich auch das berühmte Wiener Riesenrad. Das war übrigens nicht ganz so groß wie in unseren Vorstellungen. Die ganze Kirmes nennt sich übrigens Wurstlprater und ist nur ein Teil der Prater Anlage. Man kann hier durchaus noch mehr interessante Sehenswürdigkeiten finden wie zum Beispiel ein Planetarium oder man nutzt die Gesamtfläche einfach, wie die Wiener selbst, als Naherholungsgebiet.

Es gibt viel zu entdecken auf dem Wurstlprater:

Der Wurstlprater mit seinen Fahrgeschäften ist schon sehenswert. Auch eine Fahrt mit dem Riesenrad ist sicher eine echt romantische Angelegenheit. Allerdings fehlt irgendwie der Flair und beim Riesenrad leider auch ein vernünftiger Ausblick. Eventuell sollte man sich in der Riesenradgondel dann doch mit seinem Partner beschäftigen, als jetzt die große Kulisse zu erwarten, die es lohnt zu fotografieren. Der Prater ist vor allem abends, dann wenn die Lichter an den Fahrgeschäften flackern, sehenswert. Einige Attraktionen sind für die Mutigen, andere dafür gut für kleine Kinder geeignet. Abwechslung gibt es genug. Möglichkeiten um sein Geld loszuwerden auch. Jedes Fahrgeschäft muss einzeln bezahlt werden. Tickets für das berühmte Wiener Riesenrad liegen da bereits bei 10 Euro pro Person.
Alles in allem sollte man den Prater und auch den Wurstlprater mal gesehen haben. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsnetze ist hervorragend und auch für einen kurzen Abstecher am Abend daher sehr gut geeignet.

Wiener Tiergarten Schönbrunn

Der Wiener Tiergarten ist der älteste Zoo der Welt…

Das Schloss Schönbrunn ist fast jedem bekannt, der angrenzende Tiergarten eher nicht. Dabei ist der Wiener Zoo der älteste der Welt. Man könnte jetzt denken, dass ein Tierpark der in die Jahre gekommen ist, vielleicht auch in der alten Zeit hängen geblieben ist. Vor allem was Tiergehege und Haltung anbelangt. Doch der Wiener Zoo hat gerade bei diesen wichtigen Dinge bei uns punkten können. Denn für uns als Laien waren die Gehege zeitgemäß. Die historischen Wurzeln und die damit verbundenen kleinen Gehege aus vergangener Zeit sind nur noch Nebenschauplätze die als Durchgang dienen. Auch die Vielzahl der Tiere ist enorm. Darunter gibt es auch einige Exoten wie Pandas und Koalas, die es so auch nicht in jedem Zoo oder Tiergarten zu bestaunen gibt. Als wir in Wien waren, sind zwei Jungtiere der putzigen Pandas umhergetollt. Sehr niedlich!

Schloss Schönbrunn, Tierpark, Wüsten- und Palmenhaus – hier gibt es jede Menge zu erleben:

Direkt eingebettet in den Schlosspark von Schönbrunn liegt auf dem Weg zum Tiergarten auch noch das große Palmenhaus und das Wüstenhaus. Diese beiden Sehenswürdigkeiten sind NICHT im Preis für den Tierpark mit inbegriffen, was wir sehr schade fanden. Es gab zwar Kombi-Tickets, dies hatten wir aber erst nach unserem Besuch wirklich kapiert. Die für mich zuerst etwas wirren Preise gibt es hier nachzulesen: https://www.zoovienna.at/besuch-und-tickets/kombitickets/

Koala, Panda, Fledermaus und Co.

Zu den Highlights des Schönbrunner Tierparks gehört neben den beliebten Pandas und Koalas, ein wirklich schönes Aquarium, ein Insektarium, ein sehr aufwändiges Regenwaldhaus mit einem Bereich in dem ihr zwischen frei fliegenden Fledermäusen steht. Natürlich dürften Tiere wie Giraffen, Elefanten und Tiger nicht fehlen. Diese Arten haben wie auch die Eisbären – für einen Zoo – relativ großzügige Gehege.
Von Ende März bis Oktober fährt auch ein kleiner Zug im Park seine Runden. Tickets gibt es hier für 2 Euro pro Erwachsener und 1 Euro pro Kind. Toiletten gibt es in ausreichender Zahl und quasi an jeder Ecke. Essen und Trinken ist gut und relativ bezahlbar. In den Wintermonaten hat aber kaum eine Bude auf, daher macht es auch Sinn sich und den Kindern etwas essbares einzupacken.
Im Tiergarten Schönbrunn kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen. Erst Recht wenn man sich zusätzlich für den Besuch des Wüsten- und Palmenhauses entscheidet. Auch denkbar ist ein Besuch im Zoo mit dem berühmten Schloss Schönbrunn zu verbinden. Fussläufig alles easy erreichbar!

Schloss Neuschwanstein

Der Andrang auf das Schloss Neuschwanstein reißt nicht ab…

Wer das Schloss Neuschwanstein besuchen möchte muss immer mit Wartezeiten rechnen. Der Andrang auf die nebeneinander liegenden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschangau, ist vor allem in den Monaten Juli bis September so sehr angestiegen, dass zum Teil Busunternehmen keine Fahrten innerhalb dieser Monate anbieten. Bereits zur Mittagszeit kann es vorkommen, dass sämtliche verfügbaren Eintrittskarten ausverkauft sind.

Das Schloss Neuschwanstein muss man gesehen haben!

Unsere Heimat selbst ist reich beschenkt mit Schlössern und Burgen. Wir im Schwabenländle haben direkt vor unserer Haustüre Schloss Lichtenstein und auch das berühmte Hechinger Schloss Hohenzollern. Trotzdem hat es uns ins Allgäu verschlagen um das Märchenschloss Neuschwanstein, endlich zu besuchen.
Das von König Ludwig errichtete Schloss ist ein Bauwerk, dass den Traum vieler Prinzen und Prinzessinen höher schlagen lässt. Schloss Neuschwanstein ist das Märchenschloss schlechthin. Sogar Walt Disney war vom Schloss und dessen Prunk so angetan, dass er die Zeichnungen der Märchenschlösser für seine Filme „Cinderella“ und „Dornröschen“ nach dessen Vorbild entworfen hat.

Schloss Hohenschwangau steht etwas im Schatten von Neuschwanstein. Aber eigentlich muss es das nicht.

Der Rubel rollt – Kommerz und Kitsch und das Vorurteil mit den Massen an Japanern:

Gerade Menschen aus dem asiatischen Bereich zieht das Schloss an wie Motten das Licht. Offensichtlich haben diese Menschen hier bei uns etwas gefunden, was sie sogar nicht in ihren Ländern finden. Doch mit den touristischen Menschenmassen lässt sich gutes Geld verdienen. So entstehen immer mehr und größere Hotels direkt zu Fuße des Schloss Neuschwansteins. Der Eintrittspreis ist noch moderat, die Führung dafür aber hektisch und sehr kurz. Ihr benötigt mehr Zeit zum Warten und Anstehen, als für die Schlösser selbst. Eventuell kann man auch ganz auf eine Führung verzichten, denn die Schlossführung ist mittlerweile so überlaufen, dass man die Gruppen durch die wenigen Räume quasi nur durchführt. Kurze Erklärungen gibt es natürlich aber Zeit zum Nachfragen gibt es nicht. Insgesamt könnt ihr mehr Zeit in den vielen Souvenir-Shops verbringen als im Schloss selbst.
Auch blöd aber nicht vermeidbar ist die Tatsache das Schloss Neuschwanstein zu einer Dauerbaustelle geworden ist. Zum einen gibt es die schon eben erwähnten Großbaustellen im unteren Teil, in denen neue Hotels erbaut werden, zum anderen das Schloss selbst. Sehr oft über das Jahr verteilt steht es mit Gerüsten umklammert da.

Das beste Foto kann man daher von der Marienbrücke schießen. Hier geht das Gedränge erst richtig los, allerdings entschädigt das gewonnene Foto jeden Rempler und jede Minute Wartezeit.

Christkindlmarkt in Wien

Der Wiener Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz

Für mich einer der schönsten Weihnachtsmärkte die ich je besuchen durfte, war der Christkindlmarkt in Wien. Obwohl es über die ganze Stadt verstreut, sehr schöne Märkte gibt, ist der direkt am Rathaus gelegene irgenwie der Schönste. Der Reiz macht natürlich das im Hintergrund majestätisch beleuchtete Rathaus aus, aber auch die Weihnachtswelt, die um den Markt herum liebevoll gestaltet ist.
Der Christkindlmarkt hat über 150 Stände und bietet neben üblichem Kram und mäsigem Essen auch viele ausgefallene Geschenkideen, Mitbringsel und auch einige kulinarische Highlights (man muss nur danach suchen).

 

Die Eislaufbahn auf dem Wiener Christkindlmarkt ist ein kleiner Eistraum

Als „kleiner Eistraum“ bezeichnen die Wiener ihre Eislaufbahn die mich echt umgehauen hat. Bei uns gibt es – wenn überhaupt – nur einige Quadratmeter Eis auf denen sich die die Menschenmassen quetschen. Hier in Wien wird Eislaufen zelebriert und die Eislaufbahn ist nicht einfach nur eine Fläche sondern vielmehr eine echte Bahn auf der man mal nach rechts oder links abbiegen kann, die sich schlängelt und windet wie ein Pfad. Auch ein Schlittschuhverleih mit angemessenen Preisen, bei denen sogar die Schuhe angewärmt werden, ist ein beliebter Anlaufpunkt für Kurzentschlossene.
Solltet ihr also um die Weihnachtszeit nach Wien kommen, müsst ihr euch unbedingt  Zeit nehmen um ein paar Weihnachtsmärkte anzusteuern. Es lohnt sich garantiert!