"Dialog im Dunkeln" in Wien

Unsere Erfahrungen im „Dialog im Dunkeln“:

Einer der Beiträge die ich am längsten vor mir hergeschoben hatte, ist unser Erfahrungsbericht über „Dialog im Dunkeln“ in Wien. Was am Ende des Tages blieb, ist eine aussergewöhnliche und emotionale Erfahrung die wir so noch niemals machen durften. Allerdings für uns als Reiseblogger eher schwierig: Es gibt absolut kein Bildmaterial. Wieso? Weil es nicht nur schummrig war, sondern zappenduster!
Der „Dialog im Dunkeln“ wird von Blinden geführt und teilweise auch organisiert. Die Macher möchten ein Forum bieten, um auch sehenden Menschen die Möglichkeit zu geben, einmal in die Welt eines Blinden abzutauchen. Und schon bei der lustigen Einweisung wurden wir gefragt: „Was macht ihr denn hier, es gibt nix zu sehen“. Aber für dieses Abenteuer ist das ist völlig egal…

Dialog im Dunkeln – eine Erfahrung für das Leben

Das Erlebnis wird schnell zur knallharten Aufgabe. Bereits am Eingang und dem Beginn der Führung wird einem bewusst was Dunkelheit tatsächlich bedeutet. Ich gebe zu, mich hatte es sehr oft in den Fingern gejuckt, kurz nach dem Handy zu greifen, um schnell wieder Licht zu machen. Einige Schritte später – man hat sich noch lange nicht an die herrschende Situation gewöhnt – gibt es die ersten kleinen Challenges zu bestehen: Eine Treppe hoch laufen, einem Geländer folgen, sich setzen oder auch einfach nicht dauernd auf seinen Vordermann aufzulaufen. Man sehnt sich nach einem Spalt Licht, einem Orientierungspunkt.

Mit dem Blindenstock durch die Hallen von „Dialog im Dunkeln“

Erst mit der Zeit beginnt man den Blindenstock sinnvoll einzusetzen. Diesen gab es direkt am Eingang. Uns wurde gesagt wir sollen ihn nutzen. Auch das WIE wurde geklärt. In der Dunkelheit und mit der leichten Überforderung zu Beginn, wurde mir leider viel zu spät klar, dass ich den Blindenstock nicht nur blöde mit mir herumtragen sollte, sondern ihn sinnvoll zum Vortasten einsetzen kann.
Und „buuuums“ war ich schon wieder auf meinem Vordermann aufgelaufen. Ich entschuldigte mich abermals höflich. Er grummelte nur noch vor sich hin. Dicht hinter mir war Maria. Ich wollte heldenhaft sein und voraus gehen. Eine wirkliche Hilfe war ich nicht.

Unser blinder Führer war unser Blindenführer…

Dann sollten wir noch in ein Schiff steigen und eine Bootsfahrt machen. Was? Waaaaas? Ich war mittlerweile echt sicherer geworden und unser sympathischer Führer hatte uns ausreichend Mut zugesprochen und unterstützt. Aber ein Boot? Wasser? Ich dachte ich flipp aus. Natürlich war das Ganze „nur“ simuliert und es gab kein Wasser in das ich fallen und ertrinken hätte können. Aber trotzdem. Es war echt nicht leicht überhaupt ins Boot zu kommen und darin Platz zu nehmen. Ich war froh als unsere „Bootsfahrt“ zu Ende war.
Auch ganz am Schluss der Führung durch die Dunkelheit, gibt es etwas zu entdecken, was als Sehender mit Licht eher mittelmäßig spannend wäre. Das verrate ich euch allerdings nicht. Denn ich möchte euch ermutigen, wenn ihr mal in Wien seid, diese unfassbar lehrreiche Erfahrung im „Dialog im Dunkeln“ selbst zu machen.
Checkt dafür doch einfach mal deren Homepage auf: www.imdunkeln.at
Oder bist du schon mal dort gewesen? Dann lasst es uns unbedingt wissen wie es dir gefallen hat!

Reisen mit leichtem Gepäck

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Was wirklich ins Handgepäck muss und worauf man verzichten sollte:

Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast und schmeisst ihn weg,
Denn es reist sich besser, mit leichtem Gepäck.
Liedtext Silbermond – Leichtes Gepäck

Was Silbermond in ihrem Lied besingen ist für Weltenbummler längst klar: Leichtes Gepäck, beziehungsweise sinnvoll gepackte Koffer, Taschen und Rucksäcke sind das A und O einer jeden Reise. Wer kennt nicht diese Situationen in denen einem fast der Arm abfault, wenn der schwere Koffer die Treppen hinunter in die U-Bahn getragen werden muss? Oder auch der viel zu schwere Rucksack der von Urlaubstag zu Urlaubstag immer heftigere Rücken- und Nackenschmerzen verursacht.
Vernünftiges Kofferpacken und vor allem auch sinnvolles Gepäck und hochwertige Ausrüstung ist zwar manchmal auf den ersten Blick in der Anschaffung teuer, aber es lohnt sich bereits ab dem ersten Urlaubstag. Wer also einen kurzen Städtetrip plant, der kann gut und gerne auf globige Koffer verzichten.

Unsere Tipps und Tricks für ein leichtes und durchdachtes Handgepäck:

    • Platzsparend packen (hierzu gibt es bereits einen ausführlichen Blogbeitrag)
    • Rucksack statt Trolley: Ein Rucksack ist viel besser zu bestücken als ein Trolley. Verschiedene Fächer ergeben sinnvollen Platz und schaffen gleichzeitig Ordnung. Da die meisten Trolleys mit kleinen Rädchen ausgestattet sind, gibt es auch meistens Platzprobleme im Kofferfach von Bussen oder Flugzeugen. Der Rucksack ist auch einfacher zu tragen und flexibler nutzbar, vor allem dann wenn ihr die betonierten Straßen verlassen wollt.
    • Wichtige Dinge griffbereit halten: Egal ob wichtige Medikamente, der Fotoapparat oder das Handy: Haltet eure wichtigen Sachen immer griffbereit! Entweder ihr tragt eure Items direkt bei euch (Hosentasche, Jackentasche etc.) oder ihr verstaut sie in den Aussentaschen eures Handgepäcks. Auch bequeme Klamotten oder Sneakers auf langen Flügen, sollten schnell zugänglich sein. Sneakers die leicht und biegsam sind, sind die richtige Wahl für ein leichtes Gepäck! Hochwertige Sneakers zum fairen Preis gibt es zum Beispiel hier: https://www.peek-cloppenburg.de/sale/damen/schuhe/sneaker/

      • Kosmetik oder Drogerieartikel abfüllen: Wer nicht die (oft) teureren Reisegrößen in den Drogeriemärkten kaufen möchte, der kann sich das Parfüm auch selbst abfüllen. Gibt es sehr günstig zum Beispiel auf Amazon.

  • Wetterdaten checken: Wer nach Kenia fliegt braucht selten die Winterjacke. Achtet daher genau auf die Reisezeit und auf die Durchschnittstemperaturen eures Reiseziels. Oft nimmt man doch einfach viel zu viele Klamotten mit, stimmts?
  • E-Book-Reader statt 5-6 Bücher: Wer im Urlaub gerne und viel liest, für den ist es bereits ab dem zweiten Buch sinnvoll über einen E-Book-Reader nachzudenken. Denn dieser ist nicht nur handlich und praktisch, sondern bietet auch aufgrund seiner schlanken Linie genug Platz für anderen Kram. Und ja: Ihr nehmt damit eine ganze Bibliothek mit auf eure Reise! Den Amazon Kindle eReader gibt es mittlerweile für unter 70,00 €
  • Das Hotelangebot checken: Wieso einen Fön mitnehmen wenn es diesen bereits im Hotel gibt? Auch Handtücher oder Duschgels sind in den meisten Hotels inklusive und gehören deshalb so gar nicht mit ins Reisegepäck.
  • Pröbchen sammeln: Hier und da gibt es immer mal wieder Pröbchen. Haarshampoo vom Drogeriemarkt oder Parfüme vom Online-Einkauf. Wer hier nicht direkt die Packung aufreist, sondern diese platzsparenden Proben für den Urlaub aufhebt, der ist ein echter Spar-Fuchs und weiß seinen Platz im Gepäck sinnvoller zu nutzen!

Habt ihr noch mehr Tipps und Tricks wie man platzsparend mit dem Handgepäck verreisen kann? Ja? Dann ab damit in die Kommentarspalte!

Reiseknigge für Wien

Das erste Mal in Wien – eine Hilfestellung:

Wie bereits im Beitrag „Sind die Wiener einfach unfreundlich?“ habe ich auf gewisse Eigenheiten der Wiener hingewiesen. Mich haben diese Besonderheiten durchaus fasziniert und natürlich auch leicht irritiert. Denn ja, es gibt verschiedene Kulturen und Menschen auf diesem Planeten und dies ist eine Bereicherung. Das ist einer der größten Gründe, wieso wir überhaupt so gerne auf diesem Planten unterwegs sind. Doch dass der Unterschied zweier Länder und Kulturen nach nur wenigen Kilometern so erstaunlich ist, hätte ich nicht vermutet. Daher gibt es jetzt ein kleines und liebgemeintes Knigge für dein erstes Mal in Wien:

Verwechsele nicht den „Wiener Schmäh“ mit dem „Wiener Grant“:

Irgendwo zwischen „Küss die Haaand schöne Frau“ und „Trinkens bittschön die Tassn aus, wir schließen in ner halben Stunden“ liegt die Höflichkeit der Wiener begraben. Oft wird man behandelt, als ob man generell zu doof ist zu verstehen oder es wird einschlägiges Wissen sogar vorausgesetzt: „Möchtens die Karten oder essens wie immer?“ Mehr dazu gibt es aber HIER nachzulesen.

Verstehe die Kaffeehauskultur:

Das Kaffeehaus in Wien ist oft – vor allem direkt in der Innenstadt – touristisch angehaucht und auch Wartezeiten müssen mit eingeplant werden. Einen Kaffee gibt es hier nicht. Hier gibt es einen „Verlängerten“ oder eine „Melange“. Wer einen Kaffee bestellt wird blöde angeschaut und direkt als unwissender Tourist abgestempelt. Auch die Sahne heißt hier nicht Sahne, sondern „Schlagobers“. Warum der in Kärnten geborene Sänger Udo Jürgens trotzdem „Aber bitte mit Sahne“ gesungen hat, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich wäre „Aber bitte mit Schlagobers“ nie zu einem Hit geworden.
Die Kultur des Kaffeehauses ist eine sehr schöne Eigenart, die mir sehr entgegenkommt. Oft dient so ein Kaffeehaus den Städtern als verlängerter Arm des eigenen Wohnzimmers. Hier werden Bewerbungsgespräche abgehalten, wie auch die Scheidungspapiere mit den Anwälten begutachtet. Hier trifft sich Jung und Alt.
Ein wirklich typisches Kaffeehaus lässt sich schnell finden und die Kuchen sind meistens lecker. Der fade Beigeschmack ist leider (wieder mal) der Kellner der Herr Ober!, der sich irgendwie fast schon belästigt fühlt, wenn man eine Bestellung aufgeben möchte. Aber genau diese Art der Grimmigkeit macht den Charme komplett und keiner sollte dies als persönliche Beleidigung auffassen.

Smalltalk und mieser Humor:

Ein Österreicher ist eigentlich nicht auf Small Talk aus. Wieso auch. Kassiervorgänge, Beratungsgespräche und die Bedienung im Restaurant beschränken sich auf das Wesentliche. Stellenweise fehlt schon „Hallo, Bitte, Danke oder Tschüss (Baba)“. Solltest du also wirklich Kontakt zu einem Österreicher aufnehmen wollen, sind gewisse Gesprächsthemen tabu: Ein Österreicher ist kein „Ösi“ und der Zweite Weltkrieg ist nun auch kein eisbrechender Gesprächsstoff. Witze über Hitler und das dieser eigentlich Österreicher war, helfen dir selbstredend natürlich auch nicht weiter.

Mach nicht einen auf Österreicher:

Klar will man nicht als nichtsahnender Tourist abgestempelt werden. Aber den Umkehrschluss zu wagen, also so zu tun als ob, der geht meist richtig in die Hose. Und ja es ist verführerisch den österreichischen Dialekt nachzuäffen! Trotzdem: Lass es! Der Österreicher versucht ja auch nicht unseren bayrischen, hessischen oder schwäbischen Dialekt nachzumachen. Was gut ankommt sind einige Vokabeln zu beherrschen: die Portion Sahne als „Schlagobers“ zu bestellen oder das Brötchen als „Semmel“ zu bezeichnen. Das reicht auch. Im Supermarkt wirst du noch ein „Sackerl“ anstatt einer Tüte aufgeschwätzt bekommen, aber auch das sollte dich nicht weiter irritieren.
Habt ihr noch mehr Tipps um die Deutsch-Österreichische Freundschaft zu intensivieren? Dann ab damit ins Kommentarfeld.

Wiener Sehenswürdigkeiten

Wien und seine Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust entdecken…

Wenn von Wien die Rede ist, kommen einem schnell gewisse Klischees in den Sinn: Ein Riesenrad, Sisi, Sachertorte und vielleicht noch die Wiener Sängerknaben. Doch diese klischeehaften Vorurteile sind natürlich nicht falsch, aber offensichtlich sehr ergänzungsbedürftig. Wer nach Wien reist, der kann die österreichische Hauptstadt von zwei Seiten erfassen. Der Teil der Vergangenheit die in Wien immer noch allgegenwärtig ist, die imperialen Prachtbauten entlang der Ringstrasse, die Schlösser und natürlich auch den berühmten Stephansdom. Aber Wien ist auch die Metropole und die multikulturelle Weltstadt mit Geschäften, Bars und pulsierendem Nachtleben.
Wien bietet auf relativ kleiner Fläche eine nahezu unbegreifliche große Anzahl an Kultur an. Schon allein das riesige Museumsquartier mit den verschiedenen Ausstellung oder die berühmte Wiener Oper ist für Kunstinteressierte ein beliebter Anlaufpunkt.

Wie finde ich mich in Wien zurecht?

Wien macht es seinen Besuchern relativ leicht nicht die Orientierung zu verlieren. Das mittelalterliche Zentrum der Stadt, der „Erste Bezirk“ oder auch die „Innere Stadt“ genannt, beherbergt eine Vielzahl der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Wiens. Der Prunk der Ringstraße kann gut zu Fuß, mit einem Fiaker oder auch bequem und günstig mit der Straßenbahn 1 und 2 besucht werden. Außerhalb der Ringstraße bzw. des Zentrums sind die Sehenswürdigkeiten eher dünner gesät. Als wichtige Anlaufpunkte die bei einem Besuch in Wien nicht fehlen dürfen, sei hier der Prater genannt, der das berühmte Wiener Riesenrad beheimatet und bei den Wienern auch als Naherholungsgebiet gilt.

9 Dinge die du in Wien unbedingt ansehen solltest:

Unsere persönlichen Highlights – die man als typische Sehenswürdigkeiten ansehen darf – sind für uns folgende:

Naturhistorisches Museum:

Im Naturhistorischen Museum in Wien ist bereits das Museum selbst eine echte Attraktion. Die riesige Eingangshalle und die bemalte Decke ist absolut imposant und auch für Kunstbanausen geeignet. In den verschiedenen Hallen und Ausstellungsräumen findet ihr Dinos, Skelette, Meteoriten, jede Menge Tiere, viel Wissen das in euer Hirn möchte und natürlich auch eine Cafeteria. Yeah. Ihr findet das Museum direkt an der Ringstraße gelegen.

http://www.nhm-wien.ac.at

Neues Rathaus:

Das Wiener Rathaus empfinde ich persönlich als das Schönste das ich bisher gesehen habe. Ein Prunkbau der bereits von weiter Entfernung auffällt, mit kleinen Balkönchen und hübschen, spitzen Fenstern. Drinnen regiert der Bürgermeister und draußen werden die Fotoapparate gezückt. Ganz besonders erstrahlt das Wiener Rathaus bei Nacht, denn dann wird es beleuchtet. Wer zur Weihnachtszeit nach Wien kommt, sollte unbedingt den Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz besuchen.

Staatsoper

Wer auf Opern steht, für den ist es selbstverständlich ein Muss in Wien in die Staatsoper zu gehen. Aber auch für Menschen die zur Oper keinen Zugang haben, können und sollten sich die Oper einmal von innen anschauen. Führungen werden regelmäßig angeboten! Achtung: wer Tickets für die Oper kaufen möchte sollte unbedingt und ausschließlich die Karte direkt bei der Wiener Staatsoper kaufen. Es gibt leider viele Trickbetrüger die direkt vor der Oper versuchen Tickets anzupreisen, bei denen ihr bestenfalls in den Genuss von Musikschülern in einem Hinterhof kommt. Finger weg!

Stephansdom

Man könnte sich nun Streiten welches Wahrzeichen das berühmtere Aushängeschild für Wien ist: ein olles Riesenrad oder der Stephansdom. Vielleicht bin ich da etwas befangen, aber für mich wäre die Wahl eindeutig. Der Stephansdom wird von den Wienern selbst als „Steffel“ bezeichnet und ist ein guter Orientierungspunkt als Fremder in der Stadt. Den Dom sollte man natürlich auch mal von innen bewundern, kurz innehalten und vielleicht sogar einem Gottesdienst beiwohnen. Für Menschen mit Ausdauer und ohne Platzangst ist auch noch der Ausblick von der Türmerstube ans Herz gelegt. Diesen Turm erreicht ihr über einen Seiteneingang des Doms. 343 enge Stufen nach oben und ihr habt einen wunderschönen Blick auf die Wiener Innenstadt.
http://www.stephansdom.at

Museumsquartier

Eines der größten Museumsanlagen der Welt ist das Museumsquartier. Über 20 Museen mit Kunst, Kunst und nochmals Kunst warten hier auf Besucher. Und diese strömen in Massen. Ich muss gestehen ich bin angesichts der Vielzahl der Exponate erschlagen worden und bekenne mich feierlich als Kunstbanause. Ob das Richtige für dich dabei ist, checkst du am Besten selbst:

https://www.mqw.at/institutionen

Mariahilfer Strasse

Wer noch ein paar Groschen vom Reisebudget in Wien lassen möchte, der findet ausreichend Möglichkeiten auf der Mariahilfer Strasse. Ein guter Mix aus Kaufhäusern, Restaurants und Bars findet ihr direkt auf dieser Shopping-Meile. Die Querstraßen solltet ihr aber auch nutzen, vor allem wenn ihr eher kleinere und originelle Läden sucht.

Schloss Belvedere 

Wer nach Paris reist und nicht den Eiffelturm gesehen hat, der ist ziemlich blöd. Ein Must-See für Wien ist das ehemalige Sommerschloss von Prinz Eugen. Die weitläufige Anlage beinhaltet das Obere Belvedere und das Untere Belvedere. Das Schloss Belvedere beweist sich sowohl von außen als auch von innen als eine Schönheit. Die Touristenströme sind gerade am Wochenende enorm. Daher empfehlen wir euch eher einen Besuch Werktags, erst Recht wenn ihr eine Führung mit einplanen möchtet.

Prater

Der Prater ist Naherholungsgebiet und Amüsiermeile zugleich. Die grüne Lunge der Stadt bietet Rad- und Spazierwege, Golf- und Tennisplätze und ein Rad- und Fußballstadion. Im westlich gelegenen Teil des Praters findet man das berühmte Wiener Riesenrad und erstaunlich viele andere Fahrattraktionen. Die Atmosphäre ist wie auf einer Kirmes, zum Teil mit etwas nostalgischem Flair und zum Teil schon viel zu modern. Die Fahrattraktionen sind alle direkt und einzeln zu bezahlen.

Schloss Schönbrunn 

Mit über 1400 Räumen ist Schloss Schönbrunn echt schwer zu heizen. Im Rahmen einer Führung kann man zumindest 40 der schönsten Zimmer besichtigen. Natürlich auch von außen ist Schloss Schönbrunn eine Pracht, aber noch lange nicht so protzig wie das Schloss Belvedere. Zum Schlosspark gehört ein Wüsten- und ein Palmenhaus und natürlich der Wiener Tiergarten. Der Zoo bzw. Tiergarten ist der älteste der Welt aber an Platz im Gehege und – soweit das in Zoos überhaupt machbar ist – in der Tierhaltung nicht von vorgestern. Es klingt zwar abgedroschen aber: ein schöner Platz für die ganze Familie.

Sind die Wiener einfach unfreundlich?

Wieso der Wiener unfreundlich wirkt, obwohl er es vielleicht gar nicht ist…

„Wien ist immer eine Reise wert“, hatten wir schon oft gehört und wollten unbedingt die Hauptstadt von Österreich endlich mal näher erkunden. Schnell wurde Flug und Hotel gebucht und die Entscheidung stand fest: Eine Woche Wien im November!
Bisher waren unsere Trips in andere Städte und Metropolen mit einer Woche oft zu kurz bemessen. In Wien war das dieses Mal irgendwie anders. Jetzt mit etwas Abstand zur Reise und den gewonnen Eindrücken, weiß ich aber immer noch nicht genau, wieso mir Wien auch in weniger Zeit ausgereicht hätte. An den ganzen Sehenswürdigkeiten kann es definitiv nicht liegen. Denn wer Wien wirklich intensiv kennen lernen will, der muss sich Zeit nehmen. Auf das Wetter konnte ich meinen eher mäßigen Gesamteindruck auch nicht schieben, denn für November war es zwar kalt, aber die Sonne war immer präsent und es regnete nie.

War es der Wiener Schmäh?

Eventuell lag es an einem Umstand den ich selbst erst verinnerlichen musste. Es ist mir vor Ort zwar schon aufgefallen, aber wirklich bewusst wurde es mir erst, als ich es schwarz auf weiß vor mir hatte. Aber fangen wir von vorne an: Der „Wiener Schmäh“, das leicht ironische und trockene Gespräch, ist für einen Touristen erstmal schwer zu durchschauen, mir persönlich liegt diese Art aber sehr. Deswegen hätte ich damit auch keine Probleme haben sollen. Doch wenn der Eindruck entsteht, dass die trockene Umgangsform zu leicht in harsch und unfreundlich überläuft, dann passt das mir gar nicht.
Solltet ihr also direkt aus den USA, bei denen ihr im Restaurant überschwänglich mit „Hey Honey“ willkommen geheißen werdet, eine Reise nach Wien buchen, könnte der Eindruck entstehen, ihr seid auf zwei komplett fremden Planeten gelandet. Mir persönlich liegt das Überschwängliche der Amis genauso wenig wie das (leider) doch sehr robuste Verhalten der Wiener. Müsste ich mir allerdings etwas aussuchen, wäre mir überschäumende Freundlichkeit doch wesentlich lieber.

Sind die Wiener einfach unfreundlich?

So war es also – sowohl im berühmten Kaffeehaus, wie auch beim Sushi-Dealer um die Ecke – eher ein Gefühl von Friss oder Stirb als von gastgeberischer Wohlfühlatmosphäre. Das genau DAS mich mehr gestört hatte, als wir die Tage in Wien verbrachten, mussten ausgerechnet die Wiener mir selbst erklären. Denn erst als ich in der U-Bahn-Station nach einer der vielen kostenlosen Zeitungen griff, wurde es mir bewusst, denn dort stand geschrieben:

Wien ist unfreundlichste Stadt – gleich nach Paris.
Der Wiener Grant ist legendär: Eine Umfrage des Netzwerks InterNations mit 13.000 Teilnehmern bestätigt nun: Wien ist gleich nach Paris die unfreundlichste Stadt der Welt. (…)
Quelle: Wien Heute vom 15.11.17

Was ist der Wiener Schmäh oder der Wiener Grant?

Und nun war mir klar: Ich war der Dumme. Denn ich verwechselte den Wiener Schmäh mit dem Wiener Grant. Beides kannte ich zuvor nicht, durfte es aber kennen lernen. Gerade im Dienstleistungsbereich – speziell eben in der Gastronomie ist es uns besonders aufgefallen: Es wird keinem Gast gedient, denn man ist selbstverständlich kein Diener! Nein, der Gast selbst ist der Bittsteller.
Dass das alles gar nicht wirklich unfreundlich ist, aber dennoch durchaus so wirkt, mag alles sein. Es täuschte mich aber auch nicht über die vielen unfassbar schönen Tage in Wien hinweg. Es machte es nicht besser oder schlechter. Aber es stand irgendwie im Raum. Es war merkwürdig und vielleicht müsste man sich daran gewöhnen. Ich tat es nicht, dafür war die Zeit zu knapp.

Chaweng Beach – der Touristenstrand auf Koh Samui

Chaweng Beach auf Koh Samui – unsere Erfahrungen:

Was man über den berühmten Chaweng Beach auf Koh Samui alles im Internet lesen kann, ist sehr polarisierend. Man bekommt schnell den Eindruck: entweder man liebt es hier zu sein oder man muss es hassen. Etwas dazwischen gibt es nicht. Eine etwas differenzierte Meinung möchten wir noch in die Runde werfen.
Wenn auf Koh Samui Hauptsaison ist (Dezember – März) kann es schon vorkommen, das man am Chaweng Beach nicht alleine ist. Die touristisch am besten erschlossene Ecke auf Koh Samui bietet gefühlt alles was das Touristenherz in Thailand auffahren kann. Wassersport wie Jetski oder Kanus, Essen direkt am Strand von fliegenden Händlern oder im Beach-Restaurant, Massagen hier und Flyerverteiler da. Ja, eine einsame Insel ist Koh Samui hier bestimmt nicht.

Chaweng – pulsierende Nächte oder Ruhe unter der Kokospalme?

Auch der Ort Chaweng bietet ein pulsierendes Nachtleben, unzählige Einkaufsmöglichkeiten und seit 2014 auch eine Shopping Mall (Central Festival Samui). Für wen ist also Chaweng das Richtige?
Wer den Trubel liebt aber auch unzähligen Restaurants, einem sauberen und nur leicht abfallenden Strand als sein Vorteil sieht, der wird in Chaweng durchaus glücklich. Es gibt keine Ballermann-Stimmung hier und es gibt auch keine nervende Animateure aus dem Clubhotel. Auf Koh Samui ragt kein riesiges Hotel in den Himmel. Als Alternative oder Kompromiss empfehlen wir euch Chaweng Noi. Hier ist es gleich um ein paar Dezibel leiser und auch zur Hauptsaison findet man hier immer noch ein schattiges Plätzchen am Strand. Wer sich dann nach einem langen und ausgiebigen Strandtag doch nach mehr Action sehnt, der ist nur einen Katzensprung von Chaweng entfernt.

Gerade  für Familien kann Chaweng Beach punkten. Der sehr flach abfallende Strand verschafft Sicherheit für die tobenden Kinder und der Sand ist wunderschön feinkörnig. Alles in allem können wir das Verdammen dieses wohl bekanntesten Strandabschnitts auf Koh Samui nicht nachvollziehen. Chaweng als Ort – mit den ganzen Nepps, Souvenirs und schrillem Nachleben – könnte auch überall anders auf der Welt zu finden sein. Austauschbare Mitbringsel, Mc Donalds und Diskotheken gibt es hier, die irgendwie nerven und gar nicht ins Bild dieser wunderschönen Insel passen wollen.