Berlin Dungeon – unsere Erfahrung

Berlin Dungeon – Gruselkabinett, Geschichtsunterricht oder Touristen-Nepp?

In London dachten wir: „Reicht unser Englisch aus um mitzukommen?“
In Hamburg dachten wir: „Die Warteschlange wollen wir uns nicht geben!“
In Berlin dachten wir: „Okay, rein da!“
Das Berliner Dungeon (das Verlies) ist eine Art Erlebnisshow bei der man durch verschiedene, gut gestaltete Räume läuft. Ähnlich einer Geisterbahn die man durchlaufen muss. In den verschiedenen Räumlichkeiten, sind es vor allem die Schauspieler, die das Erlebnis auf eine gruselige und gelungene Art und Weise darstellen. Ob nun wirklich 700 Jahre Berliner Geschichte vermittelt wird, so wie es auf diversen Postern im Eingangsbereich angekündigt wird, darf angezweifelt werden. Das Gesamterlebnis ist kein wertvoller Geschichtsunterricht, sondern vielmehr leicht vermittelbarer Stoff, verpackt in eine gut gemachte Gruselshow. Klingt irgendwie blöd?
Ganz ehrlich: das dachten wir Anfangs auch!

Berlin Dungeon

Berlin Dungeon ist schaurig schön!

Durch neun verschiedene Shows, darunter der „Fahrstuhl des Grauens“ oder „Die Flucht auf der Spree“ wird man mit ca. 20 -30 fremden Menschen geschoben. Die Schauspieler geleiten einen stets von Raum zu Raum und lassen die Besucher an schaurig, schönen Geschichten teilhaben. Für Kinder und Angsthasen ist das Berliner Dungeon aber nicht zu empfehlen! Einige der Shows haben auch lautstarke Effekte und auch manch geschminkter Schauspieler ist eher nichts für zarte Gemüter.
Dafür sind die „Fahrattraktionen“ nicht besonders spannend. Im „Fahrstuhl des Grauens“ wackelt es wild, einen Absturz wie in einem Freefall-Tower darf man hier nicht erwarten. Das wiederum spricht aber auch für ein Erlebnis für „die ganze Familie“ – eben halt nicht mit zu kleinen Kindern oder mit der Omi die auf ihren Herzschrittmacher angewiesen ist

Das Berlin Dungeon lebt von seinen Schauspielern

Klar könnten böse Zungen sagen: wer im Viertel-Stunden-Takt seine paar Sätze nicht gut umsetzen kann, ist fehl am Platz. Ich habe das aber nochmal ganz anders aufgefasst: Gerade weil die Schauspieler wirklich mehrmals am Tag ihrer Figur und ihren Texten Leben einhauchen müssen, weil sie immer wieder außergewöhnlich gut mit den Besuchern interagieren, könnte man denken, dass sich so etwas wie Routine einstellt. Aber die Schauspieler wirken motiviert. Sie sind talentiert und machen das Gesamterlebnis des Berliner Dungeons zu einem wirklichen Erlebnis. Trotz einfacher „Fahrerlebnisse“ und wenig „Berliner Geschichte“.

Was kostet das Berliner Dungeon?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Die Preise direkt am Schalter sind aber teurer als online reservierte Tickets.
https://www.thedungeons.com/berlin/de/book-tickets/ticket-prices-and-offers.aspx
Es gibt diverse Vergünstigungen, Kombi-Tickets und Gruppen-Rabatte. Checkt davor also unbedingt den oberen Link bevor ihr das Berlin Dungeon besucht. Auch während eures Berlin Aufenhalts könnt ihr die Augen aufhalten nach „Gutschein-Coupons“. Wir hatten welche beim Alexanderplatz im New Yorker liegen sehen. Aber auch in Zeitschriften könntet ihr Glück haben oder ihr fragt direkt mal in eurem Hotel nach. Unser Gutschein war ein „2 Tickets zum Preis von 1 Ticket“. Das war natürlich spitze.

Wo ist das Berliner Dungeon?

Berliner Dungeon
Das Berliner Dungeon befindet sich in:
Spandauer Straße 2
10178 Berlin
Deutschland

Unser Fazit:

Kurzweilig und gruselig und auf jeden Fall einen Besuch wert. Man darf nicht glauben das man aus dem Berliner Dungeon als gelehrter Geschichtsprofessor zurückkehren wird. Der Grusel und das Entertainment stehen definitiv im Vordergrund! Nicht die „Fahrgeschäfte“ sind das Highlight, sondern die (hoffentlich gut bezahlten) Schauspieler. Ob das Konzept langfristig aufgehen wird? Natürlich ist die Attraktion auf den Tourismus ausgelegt und wenn man einmal das Berliner Dungeon besucht hat, müsste man es nicht ein zweites Mal tun. Wer es aber noch nicht gesehen hat, kann auf jeden Fall mal rein gehen!
Und du? Bist du schon mal in einem Dungeon gewesen? Wie fandest du es? Schreib uns doch mal…

Fernsehturm – die beste Sicht auf Berlin

Der Berliner Fernsehtum bietet eine grandiose Sicht und zeitweise erhebliche Warteschlangen…

Wer nach Berlin reist und sich nicht auskennt der findet mit dem Fernsehturm einen perfekten Orientierungspunkt. Von weiter Strecke aus ragt der Fernsehturm empor und zahlreiche Touristen schlendern vom Alexanderplatz immer wieder in seine Richtung. Und irgendwann muss man auch mal oben gewesen sein…
Der Blick über Berlin reizt sowohl Einheimische als auch Touristen. Wer aber denkt, an einem Wochenende schnell auf den 203 Meter hohen Turm und dessen Aussichtsetage zu gelangen, muss mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Rund eine Millionen Besucher aus aller Welt kommen jährlich auf den Berliner Fernsehturm der Spitznamen trägt wie „Imponierkeule“ oder „Protzstengel“.

Wann lohnt sich der Besuch des Fernsehturms?

Es klingt logisch: Die beste Besuchszeit ist bei klarer Sicht! Aber das denken natürlich alle Besucher. Oft ist es aber im Sommer sogar trüber als im Winter. Bei Frost und blauem Himmel hat man meistens die bessere Weitsicht. Wer also im Winter Berlin besucht, hat vielleicht  bessere Chancen mit wenigen Menschen mehr zu sehen! Ganz generell – auch für spontan Entschlossene – lohnt sich der Blick auf die Live Webcam auf der Homepage des Berliner Fernsehturms: www.tv-turm.de

Auch wichtig: Tier (außer Blindenhunde) sind verboten, Gehbehinderte Menschen dürfen leider nicht auf den Turm, weil im Notfall diese nur schwer wieder runter kämen und auch Menschen mit Höhenangst sollten natürlich lieber die Sicht von unten nach oben genießen als anders herum.

Öffnungszeiten des Berliner Fernsehtums:

März bis Oktober: tägl. 9 – 24 Uhr; Nov. – Feb.: tägl. 10 – 24 Uhr

Berliner Fernsehturm beste Aussicht

Restaurant im Berliner Fernsehturm

Über der Aussichtsetage gibt es ein Drehrestaurant. Dieses dreht sich je nach Tageszeit einmal pro Stunde bzw. einmal in einer halben Stunde um die eigene Achse. Hier könnt ihr entspannt am eigenen Tisch die vorbeiziehende Aussicht genießen und vielleicht ein Getränk zu euch nehmen oder ein Stück Kuchen essen.
Wir selbst haben dort gefrühstückt und der Preis war absolut in Ordnung.

Aber Achtung: Der reguläre Ticketpreis für den Fernsehturm muss man natürlich trotzdem bezahlen und ist nicht im Restaurant-Preis enthalten.

Vorteil: Hat man eine Reservierung (rechtzeitig reservieren sonst seid ihr chancenlos!) zu einer bestimmten Zeit, kann man ohne Wartezeit direkt an der Warteschlange vorbei und ins Restaurant. Die Zeitersparnis war bei unserem Besuch immens, das Frühstück (das wir woanders auch bezahlt hätten) war preislich gerechtfertigt.

In diesem Sinne: gönnt euch etwas und reserviert rechtzeitig!
Mehr Infos gibt es hier: www.tv-turm.de

 

Zoologischer Garten Berlin

Der Zoo in Berlin – und warum man ihn gesehen haben muss!

Natürlich gibt es in Berlin eine Menge zu entdecken und nur wenige Touristen klappern neben den Sightseeing-Hotspots auch noch Zoos in den jeweiligen Hauptstädten ab. Aber dem Zoologischen Garten Berlin tut man damit ganz und gar Unrecht. Ein Highlight kann dieser nämlich bei jedem Trip nach Berlin sein, ganz egal wie lange man bleibt.

Mehr als nur „Knut“

Etwas Zeit sollte man für den 35 Hektar großen Zoo allerdings mitbringen. Wer hier weniger als einen 3/4 Tag für den Zoo und das angeschlossene Aquarium aufbringt, muss wohl gute Wanderschuhe dabei haben, wenn er denn alles sehen will. Nehmt euch also am besten einen ganzen Tag für die rund 15.000 Tiere des Zoos Zeit. Nicht umsonst zählt der Zoologische Garten Berlin zu einem der artenreichsten Tiergärten der Welt.

Wolf Berliner Zoo

In sehr zentraler Lage im Westen von Berlin sind wir über den Eingang am Busbahnhof in den Park. Dieser liegt verkehrsgünstig obwohl der alternative Eingang „Elefantentor“ bestimmt der Schönere ist. Empfehlenswert ist es sich direkt am Schalter die Doppelkarte für den Zoo und das Aquarium zu kaufen. Einzelkarten sind auch möglich, aber insgesamt natürlich dann auch teurer! Das Gelände ist weitgehend barrierefrei und für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen durchaus geeignet. Auch an Regentagen kann man sich gut im Park aufhalten und eine kurze Auszeit vom hektischen Berlin nehmen.
Generell kann man zum Thema Zoo geteilter Meinung sein. Doch wir finden dass der Berliner Zoo zwar in einigen Ecken in die Jahre gekommen ist, sie dennoch ganz offensichtlich viel in die Gehegeerweiterungen investieren. So wurde bei unserem Besuch der Eingangsbereich neu gestaltet um den Elefanten mehr Raum zu schaffen.
Wer mehr über den Berliner Zoo wissen möchte und wie sich dieser Tierpark für den Artenschutz in der ganzen Welt einsetzt, dem empfehlen wir gerne deren Homepage:

http://www.zoo-berlin.de/

Hier könnt ihr auch einen Wegeplan ansehen, um euren Besuch etwas zu organisieren oder ihr bestellt bereits im Vorfeld eure Eintrittskarten und könnt direkt an der Warteschlange vorbei.