Rom und der Tiber

Eine sehr lange und tragische Zeit lang war das Schicksal des Tibers ungewiss. Verkommen zu einer Kloake wurde erst spät klar, dass der Fluss als Lebensader dient und nicht als Müllhalde. 

Gerade bei Nacht ist der Tiber Schauplatz von glitzernder Schönheit und Anmut aber auch von Unrat und Rattenplagen. Die Silhouetten der mächtigen Engelsburg spiegeln sich im Wasser und die Besucher der Stadt erfreuen sich über die hübschen Brücken, die über den Tiber reichen. Ein Foto für das heimische Fotoalbum mit einer sehr ansprechenden Atmosphäre. Doch was passiert wenn man hinter die Fassade blickt? 

Ein kurzer Blick von der Brücke reicht nicht aus. Man muss sich schon die Mühe machen und die Treppen hinabsteigen, um an das historische Ufer des Tibers zu gelangen. Hier blüht das Gestrüpp aber auch der Unrat der Stadt. Das Wasser des Tibers hat eine ganze Menge an Geschichte zu erzählen. Er wurde verengt, begradigt und in seine Schranken verwiesen. Nicht immer ging das gut. Leider wurden zudem viele gut gemeinte Versuche den Tiber in Rom zu stabilisieren, von Bürokratie übermannt und zerschlagen. 

Dann aber kam die kleine Wende, die immer noch andauernd in so kleinen Schritten vollzogen wird, dass mancher sie noch gar nicht bemerkt hat. Der offizielle Kampf, um dem Tiber wieder neues Leben einzuhauchen, war und ist ein langer und fortdauernder Weg, welcher den Römern klar machte, dass der Tiber selbst zu ihren kulturellen Wurzeln gehört. Denn der Tiber ist nicht nur eine wassergefüllte Müllhalde und steht auch nicht in Konkurrenz mit den unzähligen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Jeder der Rom besucht weiß Bescheid über den Petersdom, das Kolosseum oder wo es günstig Pizza zu kaufen gibt. Dazu erhält man Flyer und Karte an jeder Straßenecke. Doch der Tiber wird vernachlässigt. Immer noch. Er fehlt einfach auf den Karten der Sehenswürdigkeiten. Und auch wenn der Tiber noch heute nicht so herausgeputzt ist wie das Kolosseum, eine spannende Geschichte zu erzählen haben dennoch beide.

Rom

Rom die ewige Stadt

Ewig ging unsere Reise nach Rom ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Rom sollte man mehr Zeit schenken als nur ein Wochenende. Alle Eindrücke und die schönsten Sehenswürdigkeiten der bezaubernden, italienischen Hauptstadt gibt es hier:

Rom – Tipps und Empfehlungen

Unsere Tipps und Empfehlungen für unvergessliche Tage in Rom

  • Genügend Zeit einplanen

Ich weiß, dass ihr das mittlerweile oft von uns gehört (bzw. gelesen) habt, aber für Rom stimmt diese Aussage nochmals ganz besonders. Rom ist am Wochenende völlig überlaufen. Auch Italiener zieht es immer wieder in ihre Hauptstadt und die Hauptreisezeit ist geprägt von Touristenbussen, langen Warteschlangen, Hitze und Hetze. Das solltet ihr euch sparen! Die ewige Stadt Rom hat auch auf euren Besuch gewartet. Gebt ihr nun die Zeit zurück die diese Stadt verdient. Macht euch bestenfalls einen Plan im Vorfeld, was ihr unbedingt sehen wollt und kümmert euch vielleicht schon von Zuhause aus um Eintrittstickets etc. Die Warteschlangen vor dem Kolosseum kann man zum Beispiel praktisch mit einem Online-Ticket umgehen. sehenswurdigkeiten-rom-tipps-und-tricks
  • Die beste Aussicht auf Rom genießen

Es gibt viele tolle Aussichtspunkte, von denen aus euch Rom zu Füßen liegt. Uns hat am besten die Aussicht vom Palatin (man sieht toll auf das Forum Romanum) und von der Engelsburg (super schöner Blick auf den Petersdom) herab gefallen. Aber auch das riesige Monumento a Vittorio Emanuele bietet einen super Ausblick über das Forum Romanum und auf das Kolosseum. rom-geheimtipps
  • Raus aus den Touristenzentren

Rom bietet neben den bekannten Sehenswürdigkeiten, die auf keiner Romreise fehlen sollten, auch kleine Geheimtipps, Rückzugsmöglichkeiten  und Ausflugsziele im Umland. Mit dem Zug kann man leicht das kleine Städtchen Frascati erreichen. Hier gibt es für Weinliebhaber einiges zu entdecken und die kleine, überschaubare Stadt hat einen ganz eigenen, italienischen Charme. Auch ein Ausflug nach Ostia Antica, einer antiken Hafenstadt, kann Ablenkung von der überlaufenen Metropole Rom bieten. Ostia Antica sind sehr sehenswerte Ausgrabungsstätten. Diese sind mit der Bahnstrecke Roma-Lido leicht zu erreichen. Wer also von Steinen und alten Gemäuer noch nicht genug hat, sollte sich unbedingt in den Zug setzen und Ostia Antica besuchen. Generell bietet es sich auch in Rom an, einfach mal nicht nach Stadtplan zu laufen und gegen die Touristenströme anzukämpfen. In kleinen, verwinkelten Gässchen erlebt ihr das echte Rom, mit viel Charme und guten Restaurants. Wir mussten wirklich fast immer auf leckere Pizza und Pasta zurückgreifen, zum einen weil wir es wollten, zum anderen weil es ansonsten wenig Auswahl gab. Direkt in Rom ist die kulinarische Vielfalt erschreckend gering und umso mehr freut man sich echte, römische Küchen mit italienischen Mamas zu finden. Wer von italienischer Küche doch mal genug hat, dem können wir das Restaurant „Hokkaido“ in der Nähe des Bahnhof Termini empfehlen. Hier gibt es wirklich kreatives und leckeres Sushi! www.ristorantehokkaido.com
  • Achtet auf eure Wertsachen!

Wie überall auf der Welt gibt es böse Menschen die euch um euer Geld bringen wollen. Insbesondere auf Märkten und an beliebten Sehenswürdigkeiten wie um das Kolosseum herum oder vor dem Trevi-Brunnen, sind Nährböden für Trick- und Taschendiebe. Nehmt nur soviel Geld und Wertsachen mit wie nötig. Auch eure Handys könnten euch direkt aus der Hand entwendet werden. „Verkäufer“ versuchen euch allerhand Kram anzudrehen und euch in ein Gespräch zu verwickeln. Geht am besten gar nicht darauf ein und lauft zielstrebig weiter. Auch wenn es nicht sexy ist, keiner sieht es und es ist effektiv: Kauft euch einen Brustbeutel für Rom.
  •  Spart Geld beim Tram, Bus und Metro fahren

Auch wenn man in Rom viel zu Fuß erkunden kann, irgendwann werdet ihr auf die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt zurückgreifen. Zwar sind alle drei Verkehrsnetze gnadenlos überlastet und auch nicht jeder Bus kommt nach deutscher Pünktlichkeit an, aber ihr werdet dankbar dafür sein. Deswegen kauft keine Einzelfahrscheine sondern am besten die Tickets für entweder drei oder sieben Tage. Diese sind wirklich sehr günstig und werden euch nützlich sein! Noch mehr über Rom könnt ihr auf folgenden Seiten erfahren: Forum Romanum

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Das Pantheon in Rom

Lohnt sich ein Besuch im Pantheon in Rom?  

Das griechische „pan“ (=“alle“) und „theos“ (=“Götter“) verleiht dem Pantheon seinen ursprünglichen Namen. Das Pantheon in Rom wurde als Tempel für „alle Götter“ erbaut.
Das große Loch in der Kuppel symbolisiert die Sonne und die Kuppel selbst den Himmel. Ab 609 nach Christus wurde das Pantheon zu einer Kirche umfunktioniert. Diese ist -für römische Verhältnisse sogar unüblich – in einem gut erhaltenen Zustand. Da gerade in der Antike oft Bauten als Steinbrüche für neue Bauvorhaben genutzt wurden, stand diese Kirche unter Schutz. Daher gilt das Pantheon auch als eines der ältesten Betonbauwerke der ganzen Welt und dient noch heute als Vorbild für viele Architekten und andere Kuppelbauten.

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Was sind die Besonderheiten des Pantheon in Rom?

Die Besonderheit des Pantheon liegt in seiner freitragenden Kuppel, der Öffnung im Dach und der Gesamtatmosphäre. Immer wieder hört man von einem Angestellten ein „Pssst“ durch das Mikro zischen, denn viele Menschen vergessen hier, dass es sich eben um eine Kirche handelt.
Der Platz vor dem Pantheon lässt nicht viel Spielraum um das beeindruckende Bauwerk auf ein Foto zu bekommen. Dicht gedrungen stehen Menschen um einen Brunnen, gesäumt von vielen Restaurants die ihre Preise (und leider auch ihre Gerichte) dementsprechend den Touristenströmen angepasst haben.

Noch mehr über Rom findest du hier:

Forum Romanum

Trevi-Brunnen in Rom

Die Sehenswürdigkeiten des Vatikan

Der Vatikan – ein selbstständiger Staat mitten in Rom

Die Vatikanstadt befindet sich am Westufer des Tibers. Der Petersdom, der Petersplatz und natürlich auch die Vatikanischen Museen sind die Hauptanziehungspunkte vieler Reisende, Touristen und Pilger. Der Vatikan gilt als das spirituelle Zentrum für die römisch-katholische Kirche und bildet einen eigenen, selbstständigen Staat mit eigenen Radiosendern, einer Post, einer Druckerei, sowie einem eigenen Bahnhof.

Den eigenen Besuch in der Vatikanstadt richtig planen:

Wer in Rom ist muss den Vatikan selbstverständlich auch besuchen. Wer hier Mut zur Lücke hat, kann sich an einem Tag die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen, beziehungsweise auf sich wirken lassen. Je nachdem zu welcher Jahreszeit ihr anreist, müsst ihr aber mit erheblichen Warteschlangen und Sicherheitsvorkehrungen rechnen. Einen Besuch des Petersplatzes mit Blick auf den Petersdom, ist aber auch für spontane Besuche mit wenig Zeit geeignet. Jährlich kommen über 20 Millionen Besucher in die Vatikanstadt, das übrigens seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Petersdom und die Vatikanischen Museen – ohne Planung, keine Chance! 

Wer den Petersdom von innen besuchen möchte – was unbedingt zu empfehlen ist – der sollte etwas Zeit mitbringen. Die Sicherheitschecks am Eingang benötigen ihre Zeit und die Warteschlangen sind enorm. Entweder ihr kommt eher zur späten Stunde (mit der Gefahr nicht mehr hineinzukommen) oder ihr gehört zu den Frühaufstehern: Dann wäre ein Besuch des Doms in den Morgenstunden zu empfehlen. Solltet ihr zur Mittagszeit am Petersdom ankommen, müsst ihr euch mit Reisegruppen (und das können je nach Jahreszeit sehr sehr viele Reisegruppen sein!) auf erhebliche Wartezeiten einstellen.
Nicht viel anders sieht es bei den Vatikanischen Museen aus: Entweder kommt ihr rechtzeitig am frühen Morgen oder kurz bevor das Museum wieder geschlossen wird. Wir haben uns sogar an einem letzten Sonntag des Monats (hier darf man sogar kostenlos ins Museum) angestellt und hatten mit der zweiten Möglichkeit verdammt viel Glück.

Was kann man in den Vatikanischen Museen alles erleben? 

Wir und Kunst? Ohje! Aber das vatikanische Museum müsst ihr gesehen haben, selbst wenn ihr Kunstbanausen seid. Das Museum umfasst insgesamt zwölf verschiedene Museen und eine riesige Anzahl an Sälen und Kapellen. Darunter die berühmte Sixtinische Kapelle, in denen die Kardinäle immer den Papst wählen. Gerade diese Kapelle gilt als die Sehenswerteste und wird daher sehr gut besucht. Wo eben noch Menschenmassen gemütlich aber bestimmt, dich und hunderte andere Besucher, durch die Räumlichkeiten drückten, bleibt in der Sixtinischen Kapelle alles stehen und der Blick schweift nach oben.

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Forum Romanum

Unser Tag im Forum Romanum – Rom

 

Was ist das Forum Romanum? 

Das Forum Romanum ist einer der berühmtesten und definitiv größten Ausgrabungsstätten in Rom. Es liegt ganz in der Nähe des Kolosseums. Es gibt ein Kombiticket, welches den Eintritt für das Kolosseum und das Forum Romanum beinhaltet.
Die Ausgrabungsstätte war früher das Zentrum des alten Roms. An diesem zentralen Ort wurden die für die Stadt wichtigen Themen behandelt und auch diskutiert. Unter anderem ein Senatsgebäude, Rednerbühnen, Triumphbögen und auch ein Gefängnis waren Teil dieser riesigen Anlage.
Es widerspiegelt sich hier eine lange Geschichte, die von Aufbau und Niedergang geprägt wurde. Immer wieder wurden neue Gebäude errichtet und alte Gebäude abgetragen. In der Zeit Neros gab es mehrere Brände die das Forum Romanum fast vollständig auslöschten. Auch für die „Nicht-an-der-Geschichte-interessierten-Menschen“, ist es durchaus beeindruckend die Atmosphäre zu genießen und in diese vergangene Zeit einzutauchen.

ein Tag auf den Spuren des alten Roms…

Einen ganzen Tag kann man mit der Besichtigung des Forum Romanums, des Kolosseums und des Palatin verbringen. Doch ratsam ist es, gerade für den Besuch des Forum Romanums, einen Guide zu buchen oder euch zumindest eine Audio Tour zu gönnen. So wird die Geschichte wieder lebendig und ihr kennt die Hintergründe von Toren, Säulen und Monumenten. Wir haben zuerst das Kolosseum besucht und danach das Forum Romanum. Ganz toll war die untergehende Sonne über dieser riesigen Ausgrabunsstätte.

Wer einen Besuch, in Verbindung mit dem Kolosseum, einplant, der sollte sich einen ganzen Tag dafür Zeit nehmen. Gerade am Wochenende sind die Besucherströme immens und selbst die Italiener kommen aus dem Umland in ihre Hauptstadt. Innerhalb der Woche und vor allem auch ausserhalb der Ferien ist Rom immer noch sehr gut besucht. Wartezeiten lassen sich kaum vermeiden. Allerdings ist eine sinnvolle Planung das A und O. Wer früh morgens kommt und vielleicht auch das Frühstück ausfallen lässt, der hat die besten Karten an den berühmten Sehenswürdigkeiten zu sein, bevor die Reisebusse Rom ansteuern.

Noch mehr über Rom gibt es auf diesen Seiten zu finden:

Trevi-Brunnen in Rom

Das Pantheon in Rom