Urlaubsziel: Rheingau

Mit allen Sinnen genießen

Erlebnistage im Rheingau: die jährliche Schlemmerwoche im Frühling

Die Rheingauer Schlemmerwoche ist die schönste Veranstaltungsreihe auf der ganzen Welt, naja, auf jeden Fall in meiner Heimat, dem Rheingau. Der Rheingau ist eine Weinanbaugegend mit vielen Sehenswürdigkeiten und Tradition westlich von Frankfurt und schlängelt sich ab Wiesbaden auf der nördlichen Seite des Rheins entlang. Das ganze Jahr über finden hier attraktive Veranstaltungen unterschiedlichster Formate statt – sei es das Rheingau Musik Festival, wo große Berühmtheiten aus der klassischen und modernen Musikszenen auftreten, das Gourmet Festival mit Sterneköchen aus der ganzen Welt bis hin zu Weinwanderungen durch die Region und Weinproben im Rahmen von Kunstausstellungen. So vielseitig wie die Menschen hier sind die Veranstaltungen und natürlich auch die vielen Besucher, die es jedes Jahr in unsere wunderschöne Gegend zieht.

Die Rheingauer Schlemmerwoche

So auch zur Rheingauer Schlemmerwoche. Über 100 Winzer und Gastronomen laden über einen Zeitraum von 10 Tagen zu Weinproben und zum Schlemmen in Höfe, Keller, Gutsschänken und Straußwirtschaften ein.
Ursprünglich initiiert wurde die Schlemmerwoche von einem angesehenen adligen Rheingauer Winzer, dem Grafen Erwein Matuschka-Greiffenclau von Schloss Vollrads. Das Prinzip ist einfach: alle Winzer öffnen ihre Tore und bieten ihre neuen Weine an. Dazu gibt es Köstlichkeiten aus der Weingutsküche. Noch vielfältiger als die Weine sind die Speisen, die hier überall angeboten werden. Das reicht von Klassikern wie Spundekäs und Bretzeln, Schnitzel und Handkäs bis hin zu veganen Gerichten, orientalischen Leckereien, Frischem vom Wild bis hin zu edlen Fisch- und Gemüsegerichten. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.
An den Herden der Weingutsküchen stehen die Frauen, Mütter, Schwestern und Großmütter der Winzer oder auch professionelle Köche, ganz wie der Winzer beliebt. Der Genuss steht bei den Rheingauer Schlemmerwochen im Vordergrund. Wein, leckere regionale Spezialitäten und Köstlichkeiten, garniert mit einem bunten, kulturellen und musikalischen Veranstaltungsangebot in verschiedenen Weingütern und gastronomischen Betrieben machen den Besuchern aus Nah und Fern Lust auf einen Besuch im Rheingau. Der neue Jahrgang steht zur Verkostung bereit für Kenner oder die, die ihn kennenlernen möchten. Wer sich lieber den Veranstaltungen widmet, der kann aus einem reichhaltigen Rahmenprogramm das Passende auswählen: Musikalisches, Literarisches, Weinproben in freier Natur, Aktivprogramme und viele nette und ausgefallene Ideen rund um Wein und Sekt bieten für jeden Geschmack etwas.

Das schöne: jedes Jahr kommen neue Weingüter hinzu und es macht Spaß sie zu entdecken. Kaum ein Rheingauer hat wirklich schon alle Weingüter anlässlich der Schlemmerwoche besucht. Da gibt es zum Beispiel den Dr. Christopher Wolf in Hattenheim, seines Zeichens Arzt im Hauptberuf und Winzer im Nebenberuf. Oder ein Bio-Weingut in Geisenheim mit dem lustigen namens Trinks Trinks, die während der Schlemmerwoche ihren Garten öffnen wo man dann in Liegestühlen und Hängematte ein bisschen abhängen kann.

Einer meiner Favoriten ist das Weingut Mohr in Lorch wo die Winzerfrau, eine gebürtige Türkin, köstliche türkische Gerichte zaubert, die man dann in einem liebevoll gestalten orientalischen Ambiente genießen kann. Im Weingut Ernst in Eltville gibt’s zum Riesling und Spätburgunder wunderbare Fischgerichte von Gosch aus Sylt. In der Sektkellerei Reuter & Sturm in Walluf kommen viele Gäste speziell wegen der guten Küche der Hausherrin. Zudem ist das Ambiente in dem bezaubernden Herrenhaus ganz entzückend. Bei schönem Wetter sitzt man besonders schön im Park vom Weingut Knyphausen, wo vor zwei Jahren eine Lounge aus Palettenmöbeln eingerichtet wurde. Aber das nur einige der vielen Möglichkeiten, die diese Veranstaltung bietet.
In 2018 findet die Schlemmerwoche vom 27. April bis 6. Mai statt. Das Programm findet man ab Anfang 2018 hier: http://www.kulturlandrheingau.de/rheingauerschlemmerwochen

ÜBER DIE INSIDERIN:

Hinter der „Rheingau Prinzessin“ steckt die sympatische Tanja Werle. Sie schreibt auf ihrem Blog: www.rheingauprinzessin.de
Hier sammelt Tanja tolle Tipps für ein schönes Wochenende im Rheingau und zeigt auf, welche Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ihre Heimat zu bieten hat.

Bildrechte: Tanja Werle

 

Urlaubsziel: Düsseldorf

 

Die schönsten Schlösser in Düsseldorf:

Gib es doch zu, bei der Stadt Düsseldorf in Kombination mit Sehenswürdigkeiten ist dir erst einmal die berühmte Altstadt mit der „längsten Theke der Welt“, die Königsallee (kurz Kö) mit ihren Designerläden und gegebenenfalls noch der Medienhafen mit seinen Gehry Bauten eingefallen? Also Alkohol und Schickimicki. Erwischt? Damit wirst du nicht alleine sein …
Während jedes Wochenende Heerscharen von Touristen durch die engen Gassen des historischen Zentrums der Landeshauptstadt pilgern, tagsüber zum Shoppen und abends, um sich das ein oder andere Bier zu gönnen, ist den wenigsten bewusst, dass Düsseldorf auch ein Mekka für Liebhaber historischer Herrenhäuser ist.

Ich selber kenne allein zwölf Schlösser und Burgen in meiner Heimatstadt. Allerdings könnten es auch noch mehr sein, denn einige der mir bereits bekannten sind noch von den Grafen-Familien bewohnt oder zu hochwertigen Wohnungen ausgebaut worden. Somit tauchen diese Bauten in keinem Stadtführer auf und sind nur zu finden, wenn jemand einem verrät, dass es sie gibt. Also wer weiß, ob sich das ein oder andere noch irgendwo versteckt …

Die berühmtesten unter den Düsseldorfer Schlössern sind:

  • der Schlossturm im Herzen der Altstadt:

Welcher Düsseldorfer hat nicht schon zu seinen Füßen auf den Rheinterrassen gesessen und sich bei einem kühlen Getränk den Sonnenuntergang über dem Rhein angesehen.
Der Turm ist ein Überbleibsel des Düsseldorfer Schlosses, das mehrfach abgebrannt ist und beherbergt heute ein Schifffahrtsmuseum.

  • die Kaiserpfalz in Kaiserswerth:

In der Burgruine kann man wunderbar herumwandern, die Seele baumeln lassen und den Rhein bewundern. Aufgrund des letzten Punktes steht sie auch genau an diesem Knick des Flusses – Zölle, Geldeintreiben, Feinde sehen, dass war hier alles zu der Glanzzeit der Pfalz möglich. Und wer nach der ganzen Kultur etwas Hunger bekommt, kann im historischen Kern von Kaiserswerth in einem der erstklassigen Restaurants einkehren.

  • Schloss Benrath:

Das Barockschloss gehört zu den südlicheren Schlossanlagen und kann komplett besichtigt werden. Schloss Benrath gehört sicher zu DEM Ausflugsziel vieler Düsseldorfer. In dem großen Schlosspark kann man wunderbar spazieren. Diverse, unterschiedlich angelegte Gärten sind zu jeder Jahreszeit ein Hingucker und die vielen Veranstaltungen und Konzerte locken regelmäßig Besucher aus dem Umland an. Das rosafarbene Lustschloss des Kurfürsten Jan Wellem ist so wunderbar kitschig, dass man es einfach einmal besucht haben muss. Und wer etwas Zeit hat, sollte unbedingt auch einmal in den Straßen der beiden umliegenden Stadtteile Benrath und Urdenbach herumwandern. Die Architektur ist teilweise beeindruckend, denn das Schloss zieht bereits seit seinem Erbau im 18. Jh. die Schönen und Reichen an.

  • Schloss Jägerhof:

Gefühlt ist dieses Schloss nicht ganz so berühmt wie die drei vorher genannten, obwohl es im zentralen Stadtteil Pempelfort liegt und somit auch nur einen Katzensprung von der Altstadt entfernt ist. Da in ihm das Goethe-Museum sein Zuhause hat, kann es von innen besichtigt werden. Der nahegelegene Hofgarten ist immer hochfrequentiert und wird gerne von den Düsseldorfern zum „Sonne tanken“ genutzt.
Nun kennst du so zu sagen die High-Society der Düsseldorfer Herrenhäuser. Und nein, vier Schlösser in einer Stadt sind noch nicht genug. Denn auch wenn unsere Kölner Nachbarn gerne etwas anderes behaupten, war Düsseldorf doch in den letzten Jahrhunderten immer wieder ein recht wichtiger Wohnsitz vieler Grafen, Kurfürsten etc.

Die unbekannteren Prachtbauten in Düsseldorf:

Im Norden der Stadt, gar nicht so weit weg von der Kaiserpfalz, kannst du in Angermund gleich zwei Anlagen entdecken. Das Schloss Heltorf ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner der umliegenden Stadtteile. Die Burg Angermund hingegen ist zu hochwertigen Eigentumswohnungen umgebaut worden und damit nur von außen durch hohe Hecken zu erahnen.
Außerdem noch im Umkreis der Kaiserpfalz liegt das Schloss Kalkum, für das momentan eine Verwendung gesucht wird. Wer etwas dem Trubel in Kaiserswerth entfliehen möchte, wird eine kleine Idylle in Kalkum finden – ein kleiner, süßer Stadtteil mit einem dörflichen Charakter, der mit Fachwerkhäusern, Gutshöfen und versteckten Villen aufwartet.
Im Süden der Stadt findest du das Schloss Eller, das Schloss Garath, das Schloss Elbroich in Holthausen und das Schloss Mickeln in Himmelgeist. Im Osten der Stadt, auf der Grenze vom Stadtteil Unterbach zu Erkrath-Unterfeldhaus, befindet sich noch das Haus Unterbach, dass den Grafen vom Berg zuzuordnen ist. Eine der wichtigsten Adelsstränge im Bergischen Land. Alle diese Schlösser können leider nicht von innen besichtigt werden. Aber teilweise sind die Parkanlagen von ihnen für Spaziergänge oder Fahrradausflüge geöffnet.

Das reichte dir jetzt immer noch nicht an Kultur? Echt jetzt? Ok, im Umland von Düsseldorf gibt es noch eine Vielzahl an beeindruckenden Bauten zu bewundern – ich habe mich ja nun wirklich nur auf alles innerhalb der Stadtgrenze begrenzt. Schloss Burg in Solingen zum Beispiel gehört, wie viele andere Burgen im Dunstkreis des Bergischen Landes, auch den Grafen vom Berg und ist eine der berühmtesten Burganlagen in Nordrhein Westfalen. Viel Spaß also beim Entdecken.

ÜBER DIE INSIDERIN:

Rebecca ist in Düsseldorf aufgewachsen und arbeite nun als Immobilienmaklerin in der Landeshauptstadt von Nordrhein Westfalen. Während des Architekturstudiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Architekturgeschichte und für historische Gebäude. Auf dem Blog www.altbau-denkmalschutz.de schreibt sie zu allem rund um vergangene Bauepochen, die Sanierung von alter Bausubstanz und erklärt die Bedeutung des Denkmalschutzgesetzes.

Urlaubsziel: Bad Doberan

Perle an der Ostsee – Architektonisch bedeutende Gebäude in Bad Doberan

Bad Doberan liegt etwa 10 km entfernt von der deutschen Ostseeküste ganz in der Nähe von Heiligendamm, dem ältesten Seebad Deutschlands. Die Stadt bietet Architekturfreunden historisch bedeutende Bauwerke. Wir beschäftigen uns näher mit dem Doberaner Münster, dem bekannten Möckelhaus und dem Roten Pavillon auf dem Kamp im Herzen der Stadt.

Das Münster – Eine architektonisch bedeutende Kathedrale in Bad Doberan

Das Bad Doberaner Münster ist die Kirche des um 1180 gegründeten Zisterzienserklosters. Die bekannte Klosterkirche ist der Nachfolgebau der in der Gründungszeit erbauten ersten Kirche. Auch während der Reformation blieb die Kirche Grablege der landesherrlichen Familie. Bereits im 19. Jahrhundert wurden mehrere Restaurierungen durchgeführt. Architekt war der berühmte Baumeister Gotthilf Ludwig Möckel. Seit etwa 1960 fanden in regelmäßigen Abständen zahlreiche Restaurierungsmaßnahmen statt.
Das Bad Doberaner Münster ist eine dreischiffige Basilika und trägt die Eigenschaften einer kreuzrippengewölbten Kirche. Das Doberaner Münster ist eine Basilika von 9 Joch Länge mit einem 5/8 Binnen-Chorschluss. Die bekannte Kirche zeichnet sich durch einen umlaufenden Chorumgang aus, der wiederum mit 5 Kapellen besetzt ist. Die äußere Hülle ist durch schlichte architektonische Formen geprägt.

Historisch bedeutende Architektur in Bad Doberan – Das Möckelhaus

Das bekannte Möckelhaus ist in den Jahren 1886 bis 1888 vom bekannten Architekten Möckel in Bad Doberan dicht in der Nähe des Münsters erbaut worden. Für die Restaurierung musste Baumeister Möckel ständig vor Ort sein und so baute die Stadt ihm ein eigenes Wohnhaus. In dem Haus wohnte Möckel bis zu seinem Tode im Jahr 1915. Ab 1934 wurde das Gebäude für ein Stadtmuseum genutzt. Bereits im Jahr 1945 wurde das Museum aufgelöst, sollte später aber wiedereröffnet werden. In den Jahren zwischen 1958 und 1980 waren in dem Haus die Räumlichkeiten der Sonderschule untergebracht. In den Jahren 1981 und 1982 fanden am Möckelhaus umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten statt. Seit dem Jahr 1982 wird das Haus wieder als Stadtmuseum und darüber hinaus als Standesamt genutzt.

Der Rote Pavillon auf dem Kamp in Bad Doberan

Der Rote Pavillon auf dem Kamp im Herzen Bad Doberans wurde im Jahr 1808 vom damaligen Herzog in Auftrag gegeben. Er sollte anstatt der veralteten Verkaufsbuden aus Holz eine verbesserte Verkaufsmöglichkeit schaffen. Das Gebäude selbst ist in der Form eines Trichters entworfen und geplant worden. Der Baubeginn fand am 17. Mai 1808 statt. Zum Start der Badesaison war der Rote Pavillon dann fertig und wurde eingeweiht. Der Bau hat auch klassizistische Eigenschaften, die ihn so typisch und unverwechselbar machen. Vorübergehend wurde der Innenraum zerstört, wohingegen die äußere Hülle erhalten blieb. Der Pavillon selbst wurde z. B. als Musikstätte und Ausschankort verwendet. Der Bau befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Weißen Pavillon auf dem Kamp.

Über den Insider:

Stefan hat in Weimar und Wismar Architektur studiert. Für den Blog www.archipilot.net beschreibt und fotografiert er architektonisch bedeutende Bauwerke, die sich sehen lassen können.

Bildrechte: Stefan Frenz

Urlaubsziel: Der Brocken im Harz

Erlebnisreiche Reise auf den Brocken

Zu ihrem Geburtstag hatte ich meiner Frau eine Übernachtung auf dem Brocken geschenkt. Unsere Tochter nahmen wir ebenfalls mit. Es war von Beginn an ein spannendes Erlebnis und wir möchten hier von unseren Erfahrungen berichten. Einfach um Lust auf mehr zu machen, denn das Brockenhotel ist eine Reise wert. So „hoch oben“ über allen anderen sein zu können, im Idealfall bei schönem Wetter, ist einfach genial.

Unsere Anfahrt mit der Brockenbahn

Aus Gründen des Naturschutzes dürfen Privatpersonen nicht mit dem Auto den Brocken hinauf fahren. Also sind alle Touristen gezwungen die Harzer Schmalspurbahn zu benutzen. Für zwei Erwachsene sind die mehr als 70 Euro schon happig, aber es lohnt sich wirklich. Wer eine Übernachtung im Brockenhotel gebucht hat, bekommt einen reservierten Parkplatz am Bahnhof in Schierke gestellt. Das ist zugleich die letzte Station, bevor die Bahn den Brocken erklimmt.
Für das Geld wurde uns Hin- wie Rückfahrt etwa 30 Minuten Spaß und eine tolle Aussicht geboten. Die meiste Zeit sieht man links und rechts nur die Bäume. Doch mit zunehmender Höhe reduzieren diese sich immer weiter. An den Kreuzungen zwischen Schienen und Straße, kann man schon kurze Ausblicke erhaschen. Mit den letzten Minuten vor der Ankunft wird es dann richtig spannend. Gutes Wetter vorausgesetzt, dreht man seine Kreise den Bocken hinauf. Wir haben dies in einem Video festgehalten. Danach geht es weiter mit unserer Reise auf den Brocken:

Einchecken & unser Zimmer

Völlig unproblematisch haben wir unseren Weg zur Rezeption gefunden. Da wir unser Zimmer nicht sofort beziehen konnten und die Zeit dafür reif war, nahmen wir im Touristensaal Platz. Für Currywurst, Bratwurst und Pommes, verlangt das Brockenhotel stolze Preise. Wir vermuten, dass der insgesamt höhere Aufwand für den Betrieb des Hotels, sich hier überall niederschlägt.
Und dann ging es in unser Zimmer, welches sich im 6. Stock befand. Darüber gibt es nur das Restaurant „Hexenklausel“ und die Aussichtsplattform im 8. Stock. Das Doppelbettzimmer bietet ein normales Ambiente, inkl. kleiner Aufmerksamkeiten zur Begrüßung. Beim Turm handelt es sich um einen ehemaligen Fernsehsender. Als Gast darf man hier nicht zu viel erwarten, dafür ist die Übernachtung auch vergleichsweise günstig.
Außerdem ging es uns in erster Linie um die Aussicht und die hat es in sich.

Auf der Aussichtsplattform

Um uns die Zeit zu vertreiben, wollten wir die beste Aussicht genießen. Bis 14 Uhr fand hier noch eine Hochzeit statt. Dementsprechend sahen wir kurz danach noch die Einrichtung zur Trauung. Und von hier oben kann der Besucher in alle Richtungen sehr weit schauen. (gutes Wetter vorausgesetzt)

Abendessen in der Hexenklausel

Die Bezeichnung „Hexenklausel“ stellt wieder den Bezug zum Brocken, Walpurgis und der ortsabhängigen Mythologie her. Eine echte Hexe sahen wir hier nicht, aber dafür gab es gutes Essen. Nicht viele Gerichte standen auf der Karte, aber jedes davon war etwas anders als der Standard. Die Speisekarte scheint auch zu wechseln, weshalb wohl nicht so viele verschiedene Mahlzeiten angeboten werden.
Die Besonderheit an der Hexenklausel ist, dass man sich in Richtung der verschiedenen Bundesländer/Regionen setzen kann. Diese sind dementsprechend benannt und als Gast weiß man, in welche Richtung das Essen genossen wird.

Abendlicher Spaziergang um das Brockenhotel

Für unsere Tochter von nicht einmal zwei Jahren, war dies ein extrem aufregender Tag. So aufregend, dass sie am Abend nicht wie gewohnt schlafen wollte. Zum Glück hatten wir unseren geländefähigen Kinderwagen mitgenommen. Gut eine Stunde schoben wir sie im Kreis um das Brockenhotel, bis sie dann endlich eingeschlafen war. Wir nutzten die Zeit für Fotos und das Abspeichern der tollen Eindrücke. So weit in die Ferne schauen zu können, wirkt erhaben und ist zugleich sehr entspannend für die Augen.

Frühstück & Brockenmuseum

Im Preis der Übernachtung war unser Frühstück inbegriffen. Reichhaltig und vielfältig gestaltet, haben wir hier nichts vermisst. Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, bis gegen 10 Uhr die erste Brockenbahn ankommen sollte. Deshalb entschlossen wir uns, das benachbarte Gebäude mit dem Brockenmuseum zu besuchen. Hier liegen viele geschichtliche Ereignisse zum Besichtigen bereit.
Ein kleines Highlight war der 3D-Flug auf dem Hexenbesen über den Brocken. Wer sich hier setzt, wird mittels Kamera in einen kleinen Film eingebunden.

Abschied vom Brocken nehmen

Und dann war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Aber mit dem Ziel vor Augen, hier wieder zu übernachten. Denn der höhere Aufwand hat sich einfach gelohnt. Alles in Allem ein perfekter Ausflug, mit vielen Eindrücken, gutem Essen und einer entspannenden Atmosphäre.

Über den Insider:

Mein Name ist Marvin Gerste und ich betreibe den Blog
www.essen-gehen-im-harz.de
Dort verfassen wir ca. einmal im Monat einen neuen Essensbericht. Langfristig haben wir das Ziel, einmal jedes gute Restaurant im Harz testen zu wollen. Somit sollen die Besten unter ihnen bekannter und wir selbst um einige kulinarische Erfahrungen reicher werden.

Bildrechte: Marvin Gerste