Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Koh Samui

Und was ihr euch auf Koh Samui definitiv sparen könnt…

Auf Koh Samui gibt es zahlreiche schöne Sehenswürdigkeiten und solche die euch nur Zeit oder Geld kosten. Oder beides. Wir wollen euch ganz unverblümt unsere Erfahrungen mitteilen, die aber selbstverständlich auch nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eigene Erfahrungen sind unentbehrlich! Was für uns zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Koh Samui zählt, findest du hier in diesem Beitrag:

Die Sehenswürdigkeiten im Norden von Koh Samui

Der Big Buddha gehört zu einer Sightseeing-Tour auf Koh Samui wie der Eiffelturm nach Paris. Wer die Treppen hinaufsteigt zum goldenen Buddha der hat einen tollen Ausblick auf Bophut Beach, ein weiterer lohnenswert Abstecher um am Strand zu chillen. Nicht weit entfernt vom Big Buddha liegt die Tempelanlage Wat Plai Laem. Die Anlage war für uns ein persönliches Highlight, nicht zuletzt weil wir das Glück hatten, hier fast alleine gewesen zu sein. In der Hochsaison sieht das sicher ganz anders aus.

Die Sehenswürdigkeiten im Osten von Koh Samui

Einen kleinen Abstecher im Osten der Insel kann man zum Hin Ta und Hin Yai  (Großmutter und Großvater-Felsen) machen. Der Blick auf die umliegenden Strände sowie der Weitblick hinaus auf das Meer waren aber für uns eher sehenswert, als die „Attraktionen“ selbst. Der Hin Ta und Hin Yai sind Felsformationen die an weibliche und männliche Geschlechtsorgane erinnern. Auf gut Deutsch: Penis und Vagina. Etwas Fantasie braucht man dazu schon. Die Touristenfalle schnappt spätestens bei den überteuerten Souvenirständen zu, die man hier überall aus dem Boden gestampft hat. Der Eintritt ist dafür kostenlos!

 

Die Sehenswürdigkeiten im Süden von Koh Samui

Im Südosten der Insel liegt die Tempelanlage Wat Khunaram, die ebenfalls zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten von Koh Samui zählt. Die Tempelanlage selbst gehört nicht zu den imposantesten seiner Art, dennoch ist sie sehenswert. Berühmt wurde Wat Khunaram durch den mumifizierten Mönch (Mummified Monk) den man hier hinter einem Glassarg bestaunen kann. Der Mönch sagte seinen Tod vorraus und das er nicht verwesen wird. Das Fischerdorf Thong Krut ist aufgrund der verschiedenfarbigen Fischerbooten ein beliebtes Fotomotiv. Die zahlreichen Boote bringen fangfrischen Fisch nach Koh Samui, den man gerade in Thong Krut zu moderaten Preisen auf den Tisch bekommt.

Die Sehenswürdigkeiten im Westen von Koh Samui

Der Hin Lad Wasserfall liegt südlich von der Inselhauptstadt Nathon entfernt. Der Aufstieg ist durch den etwa drei Kilometer langen Dschungelpfad in tropischer Hitze nicht gerade lustig. Der Hin Lad Wasserfall ist allerdings noch immer ein kleiner Geheimtipp. Wer sich hier durch den Dschungel schlägt, kann mit etwas Glück den Wasserfall alleine zum Baden nutzen. Über die Inselhauptstadt Nathon bin ich immer noch geteilter Meinung. An Sehenswürdigkeiten gibt es hier abolut nichts interessantes. Man könnte höchstens den Hafen erwähnen, an dem die Fähren vom Festland ankommen und die Ausflugsboote nach Koh Phangan, Koh Tao oder in den Ang Thong Marine Nationalpark starten. Nathon ist eher eine Einkaufsmeile für die Einheimischen. Es gibt entlang der Hauptstrasse Läden und Märkte. Etwas abseits der Straßen sieht man viel Müll und Menschen die in ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Wer nach 17 Uhr nach Nathon kommt der sei der Nachtmarkt direkt am Hafen empfohlen. Hier gibt es lokale Spezialitäten aus dem Wok, scharfe Currys und Suppen to go.
 

Die Sehenswürdigkeiten im Landesinneren von Koh Samui

Wer abseits der Ringstrasse nach Abenteuern sucht, findet auch im Landesinneren von Koh Samui viele Sehenswürdigkeiten. Einer unserer Highlights war der Secret Buddha Garden bzw. Tarnim Magic Garden. Hier gibt es versteckt im Dschungel steinerne Skulpturen, einen kleinen Bach und viel mysteriöse Atmosphäre. Zu sehen gibt es Buddha-Statuen, märchenhafte Wesen, Engel und Tiere. Alle natürlich versteinert. Zugegeben, der Garten ist eher ein Gärtchen und die Verweildauer mit einer Stunde eher großzügig berechnet. Nichtsdestotrotz war für uns die Atmosphäre aussergewöhnlich schön und wir konnten viele tolle Bilder machen. Wer also die Fahrt auf Koh Samuis höchsten Berg Khao Pom wagt, sollte hier unbedingt Halt machen. Auch der Aussichtspunkt auf dem Khao Pom möchten wir als Sehenswürdigkeit mit anführen. Hier gibt es nämlich einen spektakulären Blick auf Chaweng und Lamai und in der Ferne lassen sich auch die vorgelagerten Inseln gut erkennen. Die Fahrt hoch auf den Khao Pom ist allerdings sehr anstrengend. Ob ihr das wirklich mit eurem gemieteten Roller machen wollt, ist ganz euch überlassen. Eine Alternative zum Selbstfahren sind geführte Tagestouren, die meistens noch mehr Sehenswürdigkeiten auf der Insel in einer Tour anbieten. Wenn es um geführte Touren geht, empfehlen wir dir gerne unseren Kooperationspartner GetYourGuide:

Wer sich nach Abkühlung sehnt der sollte auch den Na Muang Wasserfall im Landesinneren besuchen. Der Na Muang Wasserfall 1 ist gut über die Ringstrasse zu erreichen. Wir empfanden diesen Wasserfall auch für den schöneren aber auch touristisch eher erschlossenen. Wer jetzt noch am unteren Parkplatz auf das Elefantentrekking verzichtet kann einen guten und tierlieben Tag am Wasserfall verbringen.
Das Elefantentrekking zählt zu einer der „Sehenswürdigkeiten“ auf Koh Samui die wir NICHT empfehlen können.
Den Na Muang Wasserfall 2 liegt ebenfalls an der Ringstraße, allerdings ist der Anstieg zum Wasserfall etwas steiler aber dafür nicht so lange. Der Na Muang 2 ist während der Trockenzeit auch eher ein herabstürzendes Bächlein anstatt ein Wasserfall. Der Besuch lohnt sich dennoch.
Top Locations Koh Samui

Sehenswürdigkeiten auf Koh Samui die ihr euch sparen könnt:

Buddhas Footprint wird nicht mal von einheimischen Taxifahrern richtig gefunden. Absolut unspektakulär liegt in der Pampa ein steinerner etwa fünf Meter langer  Fußabdruck auf dem Boden. Der Weg von der Straße hinauf zu Buddhas Footprint ist ebenso unspektakulär und liegt neben ungepflegten und zerfallenen Häuschen. Etwa zehn Minuten Fußmarsch benötigt man, um durch den Wald zu Buddhas Footprint zu gelangen.
Butterfly Garden könnte so schön sein, wenn man diesen Garten denn pflegen würde. Am äußersten Südosten von Koh Samui liegt diese Sehenswürdigkeit die es nicht würdig ist zu sehen. Die Schmetterlinge im sehr überschaubaren Garten sind an einer Hand zählbar – in freier Natur kann man mehr sehen – und der Eintrittspreis (200 Baht = 5 Euro) ist dafür viel zu hoch.
Tiershows wie das Samui Monkey Theatre oder den Samui Zoo können wir dir (auch nicht wie das Elefanten-Trekking) NICHT empfehlen. Wir mögen einfach keine Äffchen die auf Komando Salto schlagen um damit die Menschen zu unterhalten. Auf Koh Samui werden Affen gehalten und ausgebildet um Kokosnüsse von den Palmen zu holen. Auch das hört sich erstmal nicht sehr tierfreundlich an. Allerdings ist dies mit unserer europäischen Nutztierhaltung zu vergleichen. Etwas worüber man sich streiten kann und sollte, allerdings ist hier der Entertainment-Gedanke eher nicht gegeben. Sowohl im Monkey Theatre, dass sich als „Affenschule“ bezeichnet noch im Samui Zoo, werden Tiere ordentlich gehalten. Die Haltungsbedingungen sind sogar so schlimm, dass Touristen schon zusehen mussten wie Tiere dort während Aufführungen starben. Die Haltung und Versorgung der Tiere ist erschreckend mieserabel und der Profit hier das Einzige das im Vordergrund steht. Als Sehenswürdigkeit – wie es in unzähligen Reiseführer beschrieben wird – ist diese Tierquälerei nicht zu bezeichnen.

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Die schönsten Tempelanlagen auf Koh Samui

Sehenswerte Tempel auf Koh Samui

Die schönsten Tempelanlagen auf Koh Samui sind fast alle einen Besuch wert und werden als Sehenswürdigkeiten in vielen Reiseführern beschrieben. Einen kleinen Einblick in die Glaubenswelten der Thailänder und den Lehren Buddhas möchte ich aber vorwegnehmen:

Buddhas Lehren

Das Gesetz des Schicksals „Karma“ (Tue Gutes und dir wird Gutes widerfahren) ist in der Lehre Buddhas stark verankert. Die meisten Thailänder suchen im Buddhismus ihre Glückseligkeit, eine Minderheit dagegen sind Muslime. Je südlicher man nach Thailand reist, umso mehr kann man auch Minarette und Moscheen antreffen. Geprägt ist Thailand aber eindeutig durch die Religion des Buddhismus mit vielen Tempeln, Buddhastatuen und Geisterhäuschen. Gerade diese Geisterhäuschen gibt es an fast jeder Ecke. Die Häuschen wirken wie überdimensionale Vogelhäuschen, sie sind gespickt mit Zettelchen, oft sehr bunt und auffällig gestaltet, davor liegen Opfergaben, mal ein Räucherstäbchen, eine Cola oder ein halbes Hähnchen. Die Thais glauben an gute und an böse Geister, an Etwas das es zu besänftigen gilt.


Die Lehren Buddhas und speziell der ewige Kreis der Wiedergeburt sind ein wichtiger Punkt im Leben eines Gläubigen. Denn nach den jahrtausendealten Lehren ist dieser Kreislauf des Sterbens und der Wiedergeburt erst dann durchbrochen, wenn der Gläubige den Weg zur Erleuchtung gefunden hat und ins Nirwana übergehen darf. Buddha wird übrigens nicht als Gott verehrt. Buddha selbst musste den Weg der Erleuchtung mühsam gehen und hat laut Religionsüberlieferung selbst mehr als 500 Existenzen durchlebt, eher er ins Nirwana übergehen durfte. Die Gläubigen verehren Buddha aufgrund seine friedfertigen Ansichten und Philosophien. Denn die Lehre Buddhas weist einen Weg der Friedfertigkeit, Barmherzigkeit und Toleranz auf. Eigentlich eine ganz tolle Religion.

Die schönsten Tempelanlagen auf Koh Samui

Big Buddha

Der Big Buddha ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit auf Koh Samui und wurde mittlerweile auch zum Wahrzeichen der Insel. Der 12 Meter hohe, goldene Buddha steht an der nordöstlichen Spitze von Koh Samui auf einer vorgelagerten Insel die über einen Damm erreichbar ist. Um den Buddha herum geht es (leider) sehr touristisch zu. Es gibt kleine Shops mit Schnickschnack und allerhand Buden mit Essen und Getränken.

Der Eintritt zum Big Buddha führt euch durch diese Läden hindurch direkt auf eine Treppe hinzu. Diese gilt es zu erklimmen, wenn man dem Buddha zu Füßen liegen möchte. Der Eintritt ist frei aber es werden zum Erhalt um kleine Spenden gebeten. Wichtig sind die Hinweisschilder die direkt vor dem Treppenaufgang stehen. Hier werdet ihr auf angemessene Kleidung hingewiesen. Dies gilt es unbedingt zu respektieren.
Einen Besuch am frühen Morgen oder am Abend ist sehr zum empfehlen. Dann habt ihr den Buddha (fast) für euch alleine. Die Treppenstufen dürfen nur ohne Schuhe betreten werden oder es gilt eine Ausnahmeregelung aufgrund der Hitzeeinstrahlung der Sonne. Achtet hier einfach auf die Hinweisschilder!

Wat Plai Leam

Unser persönliches Highlight war die Tempelanlage Wat Plai Leam die eigentlich drei Tempelanlagen in einer großen Anlage ist. Die drei verschiedenen Tempel ist für indische, chinesische und für thailändische Buddhisten erbaut. Die drei sehr imposanten Tempel sind auf kleinen Inseln in einem großen See vorgelagert. Im See gibt es große Fische die man füttern kann, drumherum schleichen auf den Wegen süsse Kätzchen, die lieben, streunenden Hunde und auch Täubchen und Hühner.Übrigens kostet auch diese Sehenswürdigkeit keinen Eintritt. Zu beachten gilt aber wie beim Big Buddha und generell allen buddhistischen Tempeln, das ihr euch nicht zu legere kleiden solltet und beim Betreten der Anlage die Schuhe ausziehen müsst.

Wat Khunaram

Der Wat Khunaram hat seine Aufmerksamkeit aufgrund eines toten Mönchs erhalten. Dieser Mönch mit dem nicht ganz zugänglichen Namen Phra Khru Samathakittikhun, beauftragte im Alter von fast 80 Jahren seine Gemeinde, den letzten Willen von ihm in die Tat umzusetzen. Er forderte das er verbrannt werden soll, sollte sich sein Körper zersetzen. Sollte sein Körper aber „rein“ bleiben und sich nicht zersetzen, wünschte er sich aufrecht in einem Glassarg für die künftigen Generationen eine Quelle der Inspiration sein zu dürfen.

In seinen letzten sieben Tagen vor dem Tod, sprach der Mönch mit niemandem mehr. Er nahm keine Nahrung und kein Wasser mehr zu sich und konzentrierte sich allein auf seine Meditation. Er verstarb in der Position wie man ihn heute noch vor Ort betrachten kann.