Urlaubsziel: Bad Doberan

Perle an der Ostsee – Architektonisch bedeutende Gebäude in Bad Doberan

Bad Doberan liegt etwa 10 km entfernt von der deutschen Ostseeküste ganz in der Nähe von Heiligendamm, dem ältesten Seebad Deutschlands. Die Stadt bietet Architekturfreunden historisch bedeutende Bauwerke. Wir beschäftigen uns näher mit dem Doberaner Münster, dem bekannten Möckelhaus und dem Roten Pavillon auf dem Kamp im Herzen der Stadt.

Das Münster – Eine architektonisch bedeutende Kathedrale in Bad Doberan

Das Bad Doberaner Münster ist die Kirche des um 1180 gegründeten Zisterzienserklosters. Die bekannte Klosterkirche ist der Nachfolgebau der in der Gründungszeit erbauten ersten Kirche. Auch während der Reformation blieb die Kirche Grablege der landesherrlichen Familie. Bereits im 19. Jahrhundert wurden mehrere Restaurierungen durchgeführt. Architekt war der berühmte Baumeister Gotthilf Ludwig Möckel. Seit etwa 1960 fanden in regelmäßigen Abständen zahlreiche Restaurierungsmaßnahmen statt.
Das Bad Doberaner Münster ist eine dreischiffige Basilika und trägt die Eigenschaften einer kreuzrippengewölbten Kirche. Das Doberaner Münster ist eine Basilika von 9 Joch Länge mit einem 5/8 Binnen-Chorschluss. Die bekannte Kirche zeichnet sich durch einen umlaufenden Chorumgang aus, der wiederum mit 5 Kapellen besetzt ist. Die äußere Hülle ist durch schlichte architektonische Formen geprägt.

Historisch bedeutende Architektur in Bad Doberan – Das Möckelhaus

Das bekannte Möckelhaus ist in den Jahren 1886 bis 1888 vom bekannten Architekten Möckel in Bad Doberan dicht in der Nähe des Münsters erbaut worden. Für die Restaurierung musste Baumeister Möckel ständig vor Ort sein und so baute die Stadt ihm ein eigenes Wohnhaus. In dem Haus wohnte Möckel bis zu seinem Tode im Jahr 1915. Ab 1934 wurde das Gebäude für ein Stadtmuseum genutzt. Bereits im Jahr 1945 wurde das Museum aufgelöst, sollte später aber wiedereröffnet werden. In den Jahren zwischen 1958 und 1980 waren in dem Haus die Räumlichkeiten der Sonderschule untergebracht. In den Jahren 1981 und 1982 fanden am Möckelhaus umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten statt. Seit dem Jahr 1982 wird das Haus wieder als Stadtmuseum und darüber hinaus als Standesamt genutzt.

Der Rote Pavillon auf dem Kamp in Bad Doberan

Bad Doberan - Roter Pavillon.jpg

Der Rote Pavillon auf dem Kamp im Herzen Bad Doberans wurde im Jahr 1808 vom damaligen Herzog in Auftrag gegeben. Er sollte anstatt der veralteten Verkaufsbuden aus Holz eine verbesserte Verkaufsmöglichkeit schaffen. Das Gebäude selbst ist in der Form eines Trichters entworfen und geplant worden. Der Baubeginn fand am 17. Mai 1808 statt. Zum Start der Badesaison war der Rote Pavillon dann fertig und wurde eingeweiht. Der Bau hat auch klassizistische Eigenschaften, die ihn so typisch und unverwechselbar machen. Vorübergehend wurde der Innenraum zerstört, wohingegen die äußere Hülle erhalten blieb. Der Pavillon selbst wurde z. B. als Musikstätte und Ausschankort verwendet. Der Bau befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Weißen Pavillon auf dem Kamp.

Über den Insider:

Stefan hat in Weimar und Wismar Architektur studiert. Für den Blog www.archipilot.net beschreibt und fotografiert er architektonisch bedeutende Bauwerke, die sich sehen lassen können.

Bildrechte: Stefan Frenz

Urlaubsziel: Der Brocken im Harz

Erlebnisreiche Reise auf den Brocken im Harz

Zu ihrem Geburtstag hatte ich meiner Frau eine Übernachtung auf dem Brocken im Harz geschenkt. Unsere Tochter nahmen wir ebenfalls mit. Es war von Beginn an ein spannendes Erlebnis und wir möchten hier von unseren Erfahrungen berichten. Einfach um Lust auf mehr zu machen, denn das Brockenhotel ist eine Reise wert. So „hoch oben“ über allen anderen sein zu können, im Idealfall bei schönem Wetter, ist einfach genial.

Unsere Anfahrt mit der Brockenbahn

Aus Gründen des Naturschutzes dürfen Privatpersonen nicht mit dem Auto den Brocken hinauf fahren. Also sind alle Touristen gezwungen die Harzer Schmalspurbahn zu benutzen. Für zwei Erwachsene sind die mehr als 70 Euro schon happig, aber es lohnt sich wirklich. Wer eine Übernachtung im Brockenhotel gebucht hat, bekommt einen reservierten Parkplatz am Bahnhof in Schierke gestellt. Das ist zugleich die letzte Station, bevor die Bahn den Brocken erklimmt.
Für das Geld wurde uns Hin- wie Rückfahrt etwa 30 Minuten Spaß und eine tolle Aussicht geboten. Die meiste Zeit sieht man links und rechts nur die Bäume. Doch mit zunehmender Höhe reduzieren diese sich immer weiter. An den Kreuzungen zwischen Schienen und Straße, kann man schon kurze Ausblicke erhaschen. Mit den letzten Minuten vor der Ankunft wird es dann richtig spannend. Gutes Wetter vorausgesetzt, dreht man seine Kreise den Bocken hinauf. Wir haben dies in einem Video festgehalten. Danach geht es weiter mit unserer Reise auf den Brocken:

Einchecken & unser Zimmer

Völlig unproblematisch haben wir unseren Weg zur Rezeption gefunden. Da wir unser Zimmer nicht sofort beziehen konnten und die Zeit dafür reif war, nahmen wir im Touristensaal Platz. Für Currywurst, Bratwurst und Pommes, verlangt das Brockenhotel stolze Preise. Wir vermuten, dass der insgesamt höhere Aufwand für den Betrieb des Hotels, sich hier überall niederschlägt.
Und dann ging es in unser Zimmer, welches sich im 6. Stock befand. Darüber gibt es nur das Restaurant „Hexenklausel“ und die Aussichtsplattform im 8. Stock. Das Doppelbettzimmer bietet ein normales Ambiente, inkl. kleiner Aufmerksamkeiten zur Begrüßung. Beim Turm handelt es sich um einen ehemaligen Fernsehsender. Als Gast darf man hier nicht zu viel erwarten, dafür ist die Übernachtung auch vergleichsweise günstig.
Außerdem ging es uns in erster Linie um die Aussicht und die hat es in sich.

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Die Aussichtsplattform auf dem Brocken im Harz

Um uns die Zeit zu vertreiben, wollten wir die beste Aussicht genießen. Bis 14 Uhr fand hier noch eine Hochzeit statt. Dementsprechend sahen wir kurz danach noch die Einrichtung zur Trauung. Und von hier oben kann der Besucher in alle Richtungen sehr weit schauen (gutes Wetter vorausgesetzt).

Abendessen in der Hexenklausel

Die Bezeichnung „Hexenklausel“ stellt wieder den Bezug zum Brocken, Walpurgis und der ortsabhängigen Mythologie her. Eine echte Hexe sahen wir hier nicht, aber dafür gab es gutes Essen. Nicht viele Gerichte standen auf der Karte, aber jedes davon war etwas anders als der Standard. Die Speisekarte scheint auch zu wechseln, weshalb wohl nicht so viele verschiedene Mahlzeiten angeboten werden.
Die Besonderheit an der Hexenklausel ist, dass man sich in Richtung der verschiedenen Bundesländer/Regionen setzen kann. Diese sind dementsprechend benannt und als Gast weiß man, in welche Richtung das Essen genossen wird.

Abendlicher Spaziergang um das Brockenhotel

Für unsere Tochter von nicht einmal zwei Jahren, war dies ein extrem aufregender Tag. So aufregend, dass sie am Abend nicht wie gewohnt schlafen wollte. Zum Glück hatten wir unseren geländefähigen Kinderwagen mitgenommen. Gut eine Stunde schoben wir sie im Kreis um das Brockenhotel, bis sie dann endlich eingeschlafen war. Wir nutzten die Zeit für Fotos und das Abspeichern der tollen Eindrücke. So weit in die Ferne schauen zu können, wirkt erhaben und ist zugleich sehr entspannend für die Augen.

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Frühstück & Brockenmuseum

Im Preis der Übernachtung war unser Frühstück inbegriffen. Reichhaltig und vielfältig gestaltet, haben wir hier nichts vermisst. Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, bis gegen 10 Uhr die erste Brockenbahn ankommen sollte. Deshalb entschlossen wir uns, das benachbarte Gebäude mit dem Brockenmuseum zu besuchen. Hier liegen viele geschichtliche Ereignisse zum Besichtigen bereit.
Ein kleines Highlight war der 3D-Flug auf dem Hexenbesen über den Brocken. Wer sich hier setzt, wird mittels Kamera in einen kleinen Film eingebunden.

Abschied vom Brocken im Harz nehmen

Und dann war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Aber mit dem Ziel vor Augen, hier wieder zu übernachten. Denn der höhere Aufwand hat sich einfach gelohnt. Alles in Allem ein perfekter Ausflug, mit vielen Eindrücken, gutem Essen und einer entspannenden Atmosphäre.

Über den Insider:

Mein Name ist Marvin Gerste und ich betreibe den Blog
www.essen-gehen-im-harz.de
Dort verfassen wir ca. einmal im Monat einen neuen Essensbericht. Langfristig haben wir das Ziel, einmal jedes gute Restaurant im Harz testen zu wollen. Somit sollen die Besten unter ihnen bekannter und wir selbst um einige kulinarische Erfahrungen reicher werden.

Bildrechte: Marvin Gerste