Was kann man in Ubud machen?

Was kann man in Ubud auf Bali machen?

Ubud ist weniger hektisch als Seminyak oder Kuta, dafür aber auch nicht am Strand. Ubud ist das „Zentrum von Bali“ und an vielen Stellen noch authentisch. An zu vielen Stellen aber auch irgendwie aufgesetzt. Es gibt hier Dschungel mit viel Flora und Fauna, günstige und luxuriöse Unterkünfte, gutes Essen aber auch elendigen Fraß.

Beim Thema Bali und auch ganz speziell bei der Stadt Ubud scheiden sich die Geister. Es gibt Stimmen die Ubud in den Himmel hoch loben und es gibt Menschen die scheinbar gar nichts mit der besonderen Stimmung in Ubud etwas anfangen können.

Bali bewegt sich rasend vorwärts und wird von Jahr zu Jahr von immer mehr Touristen aufgesucht. Ein Wandel den man bereits heute an vielen Ecken negativ zu spüren bekommt. Die berühmten Reisfelder sind mittlerweile richtige Pilgerstätten und sehenswerte Tempel werden von unzähligen Tourenanbietern und Reiseunternehmen angesteuert. Auch immer mehr Kreuzfahrtschiffe nehmen Kurs auf Bali, was auch den Tagestourismus ordentlich ankurbelt.

Ubud ist noch immer weitaus weniger überlastet als Seminyak oder Kuta. Die Stadt hat sich bisher noch seinen lässigen Charme bewahrt. Neben Yoga und viel veganer Küche kann man hier in Ubud noch richtig durchatmen und zur Ruhe kommen.

Vegan oder Vegetarisch Essen in Ubud

Wer veganer oder vegetarischer Küche nicht abgeneigt ist, der sollte in Ubud unbedingt einige Restaurants ansteuern. Natürlich kann man aber auch in den etwas „einfacheren“ Warungs gute fleischlose Gerichte bekommen.

Die besten Adressen für veganes bzw. vegetarisches Essen in Ubud sind zum Beispiel:

  • Moksa Plant-based Cuisine & Permaculture Garden
  • Sayuri Healing Food
  • Warung Titi

Der Affenwald in Ubud

Vielleicht die berühmteste Sehenswürdigkeit in Ubud ist der „Sacred Monkey Forest Sanctuary“, der Affenwald auf Bali. Leider kursieren über den Affenwald auch diverse negative Berichterstattungen im Netz. Bezüglich der Affen werden hier immer wieder Übergriffe auf Touristen beschrieben.

Unserer Meinung nach sind die Affen rotzefrech aber keinesfalls gefährlich. Man sollte es klar verinnerlichen wer hier bei wem zu Gast ist. Die Tiere leben an dieser Stelle bereits über viele Generationen und haben sich auf mehrere Gruppen verteilt, die alle nach einer klaren Rangordnung funktionieren. Wir als „Eindringlinge“ werden akzeptiert und natürlich lockt auch oft das Futter. Wer auf keinerlei Interaktion mit den Tieren wert legt, keinen Rucksack oder lose Gegenstände mit sich herum trägt, für denjenigen ist es absolut ungefährlich, weil die Tiere sich überhaupt nicht für einen interessieren.

Wer natürlich das „perfekte Instagrambild“ (über Geschmack lässt sich streiten) haben möchte, die Banane nicht herausrücken will oder gar den Zorn eines Muttertiers auf sich zieht, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber selbst demjenigen wird im Park geholfen! Überall stehen Mitarbeiter herum, mahnen zur Vorsicht, greifen im Notfall auch ein und wissen wie man mit den Affen umzugehen hat.

Der „Sacred Monkey Forest Sanctuary“ ist sehr beliebt. Daher solltet ihr entweder früh am Morgen oder am späten Nachmittag in den Park gehen. Der Schatten der Bäume ist leider etwas überbewertet und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Nehmt daher Wasser mit oder kauft euch vor Ort etwas zum Trinken. Der Park ist  großzügig angelegt und man kann sich hier gut zwei bis drei Stunden aufhalten.

Noch mehr zum berühmten Affenwald auf Bali findet ihr auf dieser Seite:

Monkey Forest Ubud

Tegalalang Reisterrassen

Mit unserem Local-Guide habe ich immer gescherzt, ob er denn, wenn er nach Deutschland käme, sich dort auch Kartoffelfelder anschauen würde. Eine Antwort blieb er mir übrigens schuldig, er lächelte meine Frage immer gekonnt weg.

Die Reisterrassen auf Bali sind – auch wenn es sich bei genauer Betrachtung eben „nur“ um landwirtschaftlich genutztes Ackerland handelt – ein absoluter Anziehungspunkt für alle Bali-Urlauber. Und das zu Recht. Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas Grünes gesehen. Das ausgeklügelte Bewässerungssystem ist zudem sehr interessant und auch der Anbau von Reis  ist generell eine Wissenschaft für sich. Die Tegalalang Reisterrassen in Ubud sind wunderschön gelegen, allerdings auch die berühmtesten und dadurch auch die am stärksten frequentierten Reisfelder auf ganz Bali. Rund herum findet man allerhand unnützes Zeug, Souvenirshops und die üblichen nervigen Taxisstände.

Zwar etwas weiter entfernt von Ubud aber dennoch gut mit einer Tagestour erreichbar sind die Jatiluwih Reisterrassen. Diese sind zum Unesco Weltkulturerbe ernannt worden. Die Jatiluwih Reisterrrassen sind unser alternativer Tipp zu den Tegalalang Reisterrassen.

Einen Beitrag über die Jatiluwih Reisterrassen findest du hier:

JATILUWIH REISTERRASSEN – DIE SCHÖNSTEN REISTERRASSEN AUF BALI

Der „Campuhan Ridge Walk“ in Ubud

Wer dem geschäftigen Treiben auf Ubuds Strassen etwas entkommen will, der kann auch schnell etwas Dschungel-Atmosphäre genießen. Der „Campuhan Ridge Walk“ eignet sich perfekt für einen Halbtagesausflug. Die Strecke ist auch für Ungeübte sehr gut zu schaffen, wobei man die Hitze und die direkte Sonne nicht unterschätzen sollte.

Den „Campuhan Ridge Walk“ müsst ihr euch wie einen großen Damm vorstellen, der eingebettet von viel Flora und Fauna liegt. Entlang des Weges gibt es schöne Ausblicke hinein in den Dschungel und auch auf Reisterrassen. Am Ende des überschaubaren Wanderweges liegt ein kleines Dorf, in dem ihr auch etwas zu Essen und Trinken bekommt.

Noch mehr über den Campuhan Ridge Walk kannst du auch hier nachlesen:

Campuhan Ridge Walk

Der „Tegenungan Wasserfall“

Bali verbinde ich an erster Stelle mit saftig grünen Reisterrassen. Dicht gefolgt dahinter: Wasserfälle. Über die ganze Insel erstrecken sich mehr oder weniger sehenswerte Wasserfälle. Je nach Regenzeit sind diese tosend, plätschernd oder ausgetrocknet.

Einen ganz berühmten seiner Art gibt es in Ubud. Der Tegenungan Wasserfall ist aber dermaßen überlaufen, dass es wirklich keinen Spass macht. Der Abstieg zum Tegenungang Wasserfall ist steil, daher sind Flip Flops hier nicht so sinnvoll.

Baden kann man im vorderen Becken des Wasserfalls. Aufgrund der Vielzahl an Besuchern sind Teile des Wasserfalls mittlerweile betoniert. Die natürlichen Steinschichten wurden immer stärker abgetragen, so dass eine gewisse Gefahr von Steinlawinen ausging. Leider sieht es echt bescheiden aus!

Elephant Cave Ubud

Auch die Elephant Cave oder auch Goa Gajah, wie dieser Ort auch genannt wird, ist meiner bescheidenen Meinung nach etwas überbewertet. Die Tempelanlage mit kleiner Höhle liegt aber dafür mitten im Dschungel und hat insgesamt als Zwischenstopp zumindest kurzweilig beeindruckt. Im Großen und Ganzen ist man in einer halben Stunde mit der eigentlichen Sehenswürdigkeit durch. Man sollte aber ein bisschen mehr Zeit für die schöne Anlage drumherum einplanen. Diese bietet nämlich eine einmalig schöne Pflanzenwelt.

Kleiner Tipp: Manchmal stehen vor der Anlage Leute die euch einen Sarong (Tuch zum bedecken der Arme bzw. Beine) andrehen wollen. Meistens gegen eine freiwillige Spende. Den Sarong zu tragen ist Pflicht und es sollte aus Respekt gegenüber der Religion und Kultur auch selbstverständlich sein. Allerdings gibt es den Sarong kostenlos zum Eintrittspreis dazu! Lasst euch also nichts aufschwatzen!

Und sonst so?

Wie immer im Leben: begebt euch auch auf eigene Pfade. In und um Ubud herum gibt es jede Menge zu entdecken. Gerade Reisterrassen gibt es auch weniger berühmte, aber ähnlich schöne, überall in und um Ubud zu entdecken. Gutes Essen gibt es nicht nur in den hippen Restaurants sondern auch in sehr einfachen Warungs in denen auch die Einheimischen gerne ihr Abendessen zu sich nehmen.

Eventuell könnt ihr auch einer balinesischen Zeremonie beiwohnen, einen balinesichen Kochkurs bestreiten, einen der vielen Tempel besuchen oder ihr philosophiert mit anderen Urlaubern, Reisenden oder Aussteigern über das Leben und den großen Sinn dahinter. Ubud ist cool, locker und offen. Denn die Menschen die dort – auch für einen längeren Aufenthalt – leben, sind entweder die Einheimischen, die sehr offen anderen Kulturen gegenüber sind, oder auch einfach Lebemenschen. Darunter gibt es Aussteiger, Absteiger, hippe digitale Nomaden, Sinnsuchende, verliebte Pärchen die ihre Flitterwochen auf Bali verbringen und abenteuerlustige Individualisten. Jeder hat eine ganz andere Geschichte zu erzählen. Ähnlich wie Ubud. Irgendwie erzählt jeder eine andere Geschichte über das Zentrum Balis. Love it or hate it.

Unsere Reise nach Bali über Seminyak, die Gilis und zurück nach Ubud könnt ihr euch auch als Vlog auf YouTube ansehen: