Ein Wochenende in Dresden: Unsere Eindrücke und Tipps für die Elbmetropole

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Dresden, die Landeshauptstadt Sachsens, trägt ein Gewicht an Geschichte, das kaum eine andere deutsche Stadt kennt. Einst als „Florenz an der Elbe” gepriesen und als Residenzstadt der Wettiner einer der glanzvollsten Kulturmittelpunkte Europas, wurde die Stadt in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 durch alliierte Bombenangriffe nahezu vollständig zerstört. Es folgte eine Geschichte des Wiederaufbaus, der Beharrlichkeit und eines unbedingten Willens zur kulturellen Identität. Die Frauenkirche, jahrzehntelang eine Ruine und Symbol für den Frieden, wurde 2005 wieder vollständig aufgebaut und ist heute eines der eindrucksvollsten Monumente europäischer Versöhnung. Wer tief in Stadtgeschichte eintauchen will, der findet in Dresden einen ganz außergewöhnlichen Anlaufpunkt.

Doch Dresden hat weitaus mehr zu bieten als seine historische Altstadt und seine bewegte Geschichte. Auf der anderen Seite der Elbe lockt die Neustadt mit einem pulsierenden Nachtleben, unzähligen Bars, hippen Restaurants, Vintage-Läden und einer Kreativszene, die mit der vieler deutscher Großstädte mithalten kann. Dresden ist jung und alt zugleich, barock und bohemienhaft, touristisch und doch überraschend authentisch und genau diese Mischung gefällt uns persönlich ganz besonders gut. Nach mehreren Besuchen haben wir diesen Blogbeitrag zusammengestellt, der dir dabei helfen soll, das Beste aus einem Wochenende in dieser außergewöhnlichen Stadt herauszuholen. Egal, ob du mit Partner, Freunden, der Familie oder sogar mit deinem Hund reist, wir haben Tipps für dich, wie du deinen Städtetrip in Dresden richtig genießen wirst.

Anreise und erste Orientierung:

Dresden liegt verkehrsgünstig im Osten Deutschlands nahe der polnischen und tschechischen Grenze. Mit dem Zug erreichst du die Stadt in etwa zwei Stunden aus Berlin, aus München dauert es rund vier Stunden. Der Hauptbahnhof befindet sich südlich der Altstadt und ist sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden.

Wer mit dem Auto anreist, findet Parkhäuser in der Innenstadt. Wir empfehlen jedoch, das Auto für das Wochenende stehen zu lassen oder an einem Parkhaus am Stadtrand zu parken und die Innenstadt mit der Straßenbahn und zu Fuß zu erkunden. Die Dresdner Innenstadt ist sehr gut zu Fuß erreichbar und die meisten Sehenswürdigkeiten der Altstadt liegen nah beieinander.  Ein Auto brauchst du daher eigentlich nicht. 

Die Stadt gliedert sich im Wesentlichen in zwei große Erlebnisbereiche, die durch die Elbe getrennt sind: die Altstadt im Süden mit ihren barocken Prachtbauten und zahlreichen Museen sowie die Neustadt im Norden, die mit ihrem unvergleichlichen Flair aus Subkultur, Gastronomie und alternativem Stadtleben überzeugt. Über mehrere Brücken, von denen die Augustusbrücke die bekannteste und schönste ist, sind beide Seiten verbunden.

Die Altstadt: Stadtspaziergang durch 400 Jahre Geschichte

Unser Altstadt-Spaziergang startet am Hauptbahnhof und führt dich über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bis hin zur Elbpromenade. Plane für diesen Rundgang mindestens einen halben Tag ein und wenn du in die Museen hineingehen möchtest, brauchst du gleich zwei volle Tage allein für die Museen. Wenn du etwas mehr über die historische Altstadt erfahren willst, empfehlen wir dir einen geführten Stadtrundgang mit einem Guide*. Hier kannst du in kurzer Zeit viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten bestaunen und lernst jede Menge über die sehr interessante Geschichte Dresdens. 

Der Zwinger: Barockarchitektur in vollendeter Form

Ein Besuch in Dresden ohne den Zwinger ist undenkbar. Der zwischen 1710 und 1732 von Matthäus Daniel Pöppelmann im Auftrag des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I., auch August der Starke genannt, erbaute barocke Gebäudekomplex gehört zu den bedeutendsten Bauwerken des deutschen Barocks überhaupt. Der Name Zwinger ist vielleicht im ersten Moment etwas irreführend, denn hier wird niemand gefangen gehalten. Sein weitläufiger Innenhof mit kunstvoll angelegten Brunnen, geschwungenen Pavillons und wunderschönen Nymphäen wirkt zu jeder Tageszeit wie eine Freilichtbühne. Und das ist kein Zufall, denn August der Starke nutzte den Zwinger tatsächlich für höfische Feste und Spektakel.

Heute befinden sich im Zwinger drei weltbekannte Museen: die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels Sixtinischer Madonna, die zu den bekanntesten Madonnen-Darstellungen der Kunstgeschichte zählt, die Rüstkammer mit einer der bedeutendsten Waffensammlungen Europas und der MathematischPhysikalische Salon, in dem historische wissenschaftliche Instrumente ausgestellt sind. 

Unser Tipp: Selbst wenn du keine Museen besuchen möchtest und auch so ein Kunstbanause bist wie wir, dann solltest du dennoch unbedingt den Innenhof des Zwingers betreten. Der Eintritt ist kostenlos und die Kulisse absolut sehenswert! Wenn du aber ein Museum besuchen magst, dann kannst du dir auch vorab Tickets* sichern und dir die Zeit an den Warteschlangen sparen.

Die Semperoper:

Unmittelbar neben dem Zwinger thront die Semperoper, das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden und wohl eines der schönsten der Welt. Entworfen von Gottfried Semper und nach dem Zweiten Weltkrieg akribisch wiederaufgebaut, beeindruckt das Gebäude schon von außen durch seine monumentale Formensprache. Wenn du die Möglichkeit hast, eine Führung zu buchen oder noch besser eine Vorstellung zu besuchen, dann nutze sie. Die Akustik ist legendär und das Ensemble weltklasse.

Ein Ticket für den Besuch der Semperoper kannst du dir hier direkt buchen*.

Das berühmte Reiterstandbild König Johanns befindet sich auf dem Theaterplatz und ist ebenso sehenswert. Es ist ein beliebter Treffpunkt und bietet die hervorragende Möglichkeit, die gesamte Silhouette aus Semperoper, Hofkirche und Residenzschloss auf einmal zu erfassen.

Das Residenzschloss und die Schatzkammer:

Das Dresdner Residenzschloss war über Jahrhunderte der Wohnsitz der sächsischen Kurfürsten und Könige. Heute beherbergt es mehrere der bedeutendsten Museen der Stadt, allen voran das Historische Grüne Gewölbe und das Neue Grüne Gewölbe. Letzteres präsentiert die weltberühmte Schatzkammer der Wettiner – eine Sammlung an Gold, Silber, Edelsteinen und kunsthandwerklichen Meisterwerken, die ihresgleichen sucht. Der berühmteste Schatz darin ist zweifellos der Hofstaat des Großmoguls Aurangzeb, eine Miniatur-Figurengruppe aus über 130 mit Edelsteinen besetzten Goldstatuetten. Die Tickets für das Historische Grüne Gewölbe solltest du unbedingt vorab online reservieren denn die Besucherzahlen sind streng limitiert und die Tickets sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.

Vom Fürstenzug über die Augustusbrücke

Wenn du das Residenzschloss durch den Schlossplatz in Richtung Elbe verlässt, passierst du automatisch den berühmten Fürstenzug. Dabei handelt es sich um ein 102 Meter langes Wandgemälde an der Außenwand des Langen Gangs, das aus über 24.000 Meißner Kacheln besteht und die sächsischen Herrscher in einem feierlichen Reiterzug darstellt. Das Gemälde entstand ursprünglich im Jahr 1876 und wurde zwischen 1904 und 1907 auf Meißner Porzellan übertragen, das dann wie durch ein Wunder jegliche Bombenangriffe überstand. Die schiere Länge und der Detailreichtum des Fürstenzugs sind verblüffend. Übrigens hat am Ende des Fürstenzugs der Maler selbst verewigt, in unserem Video über Dresden kannst du darüber noch mehr erfahren.

Vom Fürstenzug aus sind es nur wenige Schritte bis zur Augustusbrücke, der ältesten Brücke Dresdens. Wenn man auf der Brücke innehält, auf die Elbe schaut und die Silhouette der Altstadt hinter sich und das andere Ufer der Neustadt vor sich hat, ist dieser Moment für uns jedes Mal aufs Neue magisch. Besonders am frühen Morgen, wenn noch kaum Menschen unterwegs sind, und natürlich bei Sonnenuntergang, wenn das Licht alles in Gold taucht.

Die Frauenkirche als Symbol der Versöhnung

Die Dresdner Frauenkirche ist ein Mahnmal, ein Symbol und ein Wunder zugleich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie über Jahrzehnte als Trümmerberg belassen. Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde sie mithilfe internationaler Spenden – darunter besonders viele aus Großbritannien und den USA, einstigen Kriegsgegnern – originalgetreu wiederaufgebaut und im Jahr 2005 geweiht. Der Kontrast zwischen den hellen, neu gemeißelten Steinen und den dunkel verwitterten Originalsteinen, die sorgfältig in den Neubau integriert wurden, macht die Kuppel zu einem lebendigen Denkmal der Geschichte.

Das Innere der Kirche ist hell und luftig. Der weiß-strahlende Innenraum ist ganz anders, als man es von deutschen Barockkirchen gewohnt ist, und wirkt durch seine Zartheit überraschend. Wir empfehlen, die Kirche im Rahmen einer der kostenlosen Andachten zu besuchen, die täglich stattfinden und eine einzigartige Atmosphäre bieten. Wer es sportlich mag, für den lohnt sich der Aufstieg zur Kuppelgalerie, um den Ausblick über den Neumarkt und die gesamte Altstadt zu genießen. Du kannst den ganzen Weg nach oben zu Fuß absolvieren oder auch Teile des Anstiegs mit dem Aufzug zurück legen. 

Die Brühlsche Terrasse auch bekannt als der „Balkon Europas”

Nur wenige Meter von der Frauenkirche entfernt gelangst du zur Brühlschen Terrasse. Sie war einst Teil der Stadtbefestigung und zählt heute zu den schönsten Flusspromenaden Europas. Johann Wolfgang von Goethe bezeichnete sie einst als den schönsten „Balkon Europas“ und damit lag er nicht falsch. Von der erhöhten Terrasse aus hast du einen freien Blick auf die Elbe, die Augustusbrücke und das gegenüberliegende Neustädter Ufer. Hier kannst du schlendern, eine Pause machen und die Atmosphäre genießen. Das ist eines der entspanntesten Erlebnisse, die Dresden zu bieten hat. Zumindest solange bis an den Wochenenden die Flaniermeile mit Touristen überflutet wird. Dann wird es auch mal hektisch. 

Entlang der Terrasse reihen sich bedeutende Bauten wie die Kunstakademie mit ihrer im Volksmund als „Zitronenpresse” bezeichneten, vergoldeten Glaskuppel und das Albertinum, in dem sich die Galerie Neue Meister mit Werken von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter befindet.

Die Hofkirche und der Schlossplatz

Direkt neben dem Residenzschloss befindet sich mit der Katholischen Hofkirche ein weiteres Meisterwerk des Barocks. August der Starke konvertierte zum Katholizismus, um den polnischen Königsthron zu erlangen, und ließ als äußeres Zeichen seiner neuen Konfession diese imposante Kathedrale errichten. Im Inneren befindet sich die stille Krypta mit den Grabstätten der sächsischen Herrscher sowie ein Schrein mit dem Herzen Augusts des Starken. Der Rest seines Leibes liegt in Krakau. Das ist zwar ein wenig skurril, aber es wird dem Augsust wohl egal sein.

Die Neustadt: Stadtspaziergang durch das alternative Dresden

Wer Dresden nur aus der Perspektive der Altstadt kennt, hat nur die Hälfte der Stadt gesehen. Die Neustadt auf der anderen Seite der Elbe ist ein Paralleluniversum: jung, bunt, laut, kreativ und auf seine Weise genauso faszinierend wie die barocke Pracht der Altstadt. In der Neustadt gibt es weniger typische Sehenswürdigkeiten zu entdecken aber es lohnt sich allemal über die Elbe zu schauen.

Der Goldene Reiter und die Hauptstraße

Unser Neustadt-Spaziergang beginnt am Brückenende der Augustusbrücke. Dort empfängt dich sogleich der Goldene Reiter. Die vergoldete Reiterstatue von August dem Starken steht seit 1736 an dieser Stelle. Von hier aus führt die Hauptstraße geradewegs nach Norden. Sie ist gesäumt von restaurierten Barockbauten, Cafés, kleinen Läden und Galerien und macht einen angenehm unaufgeregten, wohnlichen Eindruck.

Der Albertplatz und das Innere der Neustadt

Am Ende der Hauptstraße öffnet sich der Albertplatz, einer der schönsten Stadtplätze Dresdens. Er ist gesäumt von zwei Brunnen-Skulpturen, die „Stürmische Wogen” und „Stille Wasser” symbolisieren. Von hier aus erschließt sich das Innere der Neustadt, ein dichtes Quartier aus Gründerzeit-Altbauten, das heute das kulinarische und kulturelle Herz der Stadt bildet. Die Königstraße südlich des Albertplatzes ist die vornehmste Einkaufs- und Flaniermeile der Neustadt. Hier findest du in stilvoll restaurierten Barockpalais hochwertige Boutiquen, Antiquitätenläden, Galerien und Weinbars. Besonders schön ist es hier an einem Samstagnachmittag, wenn die Geschäfte geöffnet haben und die Straße voller Leben ist.

Die Äußere Neustadt und das Bunte Viertel

Wer noch ein paar Minuten weiter in nördlicher und westlicher Richtung spaziert, gelangt in die Äußere Neustadt, auch „Buntes Viertel“ genannt. Die Gegend um die Alaunstraße, die Louisenstraße und den Alaunplatz ist das Bohème-Herz Dresdens. Hier ist es laut, bunt und ein bisschen anarchisch. Die Wände sind voller Street Art, es gibt alternative Buchläden, vegane Imbisse, Plattenshops und Bars, die erst dann richtig aufmachen, wenn anderswo schon längst Schluss ist.

Der Alaunplatz selbst ist ein weitläufiger Stadtpark, der an warmen Wochenenden zu einem beliebten Treffpunkt wird. Familien picknicken, Jugendliche spielen Volleyball, Hunde tollen herum und irgendwo läuft immer Musik. Hier erlebt man das wahre Dresden, fernab der Touristenströme.

Ebenfalls sehenswert in dieser Gegend ist die Kunsthofpassage, eine Reihe von vier Höfen, die von Dresdner Künstlern thematisch gestaltet wurden. Am bekanntesten ist der „Hof der Elemente” mit seinen blauen Regenrinnen in Form von Instrumenten. Bei Regen verwandelt sich die Fassade in ein musikalisches Kunstwerk. Die Passage befindet sich in der Görlitzer Straße 21–25.

Das Japanische Palais und die Elbwiesen der Neustadt

Wer die Neustadt lieber ruhiger angehen möchte, schlendert entlang der Elbe am Neustädter Elbufer, einer langen Wiese und Promenade, die sich zwischen Augustusbrücke und Carolabrücke erstreckt. An warmen Tagen ist dieser Streifen der beliebteste Aufenthaltsort der Dresdner: Es werden Grills aufgestellt, Kanus ins Wasser gelassen und Liegestühle aufgeklappt. Hier zeigt sich Dresden von seiner entspanntesten Seite.

Am nördlichen Ende dieser Promenade liegt das Japanische Palais, ein barocker Palastbau, den August der Starke ursprünglich als Museum für seine legendäre Porzellansammlung erbauen ließ. Heute beherbergt das Gebäude das Landesmuseum für Vorgeschichte und das Stadtmuseum Dresden, die beide einen Besuch wert sind.

Wenn du nur wenig Zeit hast für Dresden sind auch die Hop-On-Hip-Off-Busse zu empfehlen. Zwar kommst du mit den Bussen des ÖPNV auch gut durch, aber die „Touristenbusse“ fahren natürlich sehr direkt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an, so dass du keine Zeit verlierst. Eine 1-tägige Bustour*ist auch vergleichsweise günstig. 

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Die Seilbahnen in Dresden sind nach wie vor echte Geheimtipps:

Welche andere Großstadt in Europa hat gleich zwei historische Seilbahnen? Dresden hat sie und sie sind absolut einzigartig. Beide gehören noch zu den echten Geheimtipps für einen Besuch in Dresden.

Die Dresdner Schwebebahn – Die älteste Hängeseilbahn der Welt

Auf der linken Elbseite, im Dresdner Stadtteil Loschwitz, befindet sich die Dresdner Schwebebahn, die wirklich etwas ganz Besonderes ist: Sie wurde 1901 erbaut und gilt als die älteste Hängeseilbahn der Welt, die noch in Betrieb ist. Anders als bei anderen Seilbahnen, bei denen die Gondeln unter dem Seil hängen, ist die Dresdner Gondel an einem Träger befestigt, der oben auf den Schienen liegt. Dieses technische Kuriosum ist nach wie vor in Betrieb und fährt seit 2023 nach einer aufwendigen Restaurierung wieder regulär. Die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten und überwindet einen Höhenunterschied von rund 84 Metern. Der Blick auf die Elbhänge, das Elbtal und die sich weit erstreckende Stadtlandschaft Dresdens ist jedoch wunderschön.

Die Standseilbahn Loschwitz – Auf die Loschwitzhöhen

Direkt neben der Talstation der Schwebebahn befindet sich die Talstation der Standseilbahn. Sie ist seit 1895 in Betrieb und zählt damit zu den ältesten Anlagen ihrer Art in Deutschland. Sie überwindet einen Höhenunterschied von rund 95 Metern auf besonders steilem Terrain und führt hinauf nach Oberloschwitz. Von der Bergstation aus hast du wieder einen herrlichen Blick über das Elbtal. Du kannst in aller Ruhe durch die Weinberge und Gärten spazieren, die die Dresdner Elbhänge so charakteristisch machen.

Wer beide Bahnen kombinieren möchte, kann mit der Standseilbahn hinauffahren, ein Stück spazieren und mit der Schwebebahn wieder hinunterfahren oder umgekehrt. Das ist ein wunderbares Erlebnis für einen halben Tag, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Übernachtungsempfehlungen in Dresden für jeden Geschmack und Geldbeutel:

Dresden hat für jeden Reisetyp das passende Bett, von der luxuriösen Weinbergsvilla bis zur trendigen Neustadt-Pension.

  • Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski* ist ohne Zweifel die grandioseste Adresse der Stadt – ein historischer Palais direkt neben dem Zwinger, dessen Luxus keine Wünsche offen lässt. Wenn Budget eine Rolle spielt, empfehlen wir trotzdem, wenigstens einmal an der Lobby-Bar einen Drink zu sich zu nehmen. Die Atmosphäre ist unbezahlbar.
  • Das Motel One Dresden* am Zwinger ist eine verlässliche Wahl für Reisende, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen und trotzdem alles fußläufig erreichen wollen. Die Lage direkt an der Altstadt ist unschlagbar.
  • Das Hotel Bülow Palais* ist besonders empfehlenswert für Reisende mit Hund. Das Hotel in der Dresdner Neustadt ist hundefreundlich, verfügt über wunderschöne Zimmer in einem historischen Palais und liegt perfekt für Spaziergänge entlang des Elbufers. Gehobene Qualität aber Preis-Leistung stimmt.

Wer auf Airbnb setzt: Wir empfehlen, gezielt nach Apartments in der Neustadt, insbesondere rund um den Alaunplatz oder in Pieschen, zu suchen. Dort findest du oft große Altbauwohnungen zu vernünftigen Preisen und hast gleichzeitig das Neustadt-Flair direkt vor der Tür. Solltest du aber dort auch nichts finden, findest du ganz sicher was auf der nachfolgenden Übersichtskarte: 

Shopping in Dresden reicht von Meißner Porzellan bis zu Vintage-Mode

Dresden ist zwar keine ausgesprochene Shopping-Metropole, doch wer gezielt sucht, kann einige schöne Dinge finden.

Die Prager Straße ist Dresdens Fußgängerzone und die am stärksten frequentierte Einkaufsstraße der Stadt. Hier findest du die üblichen Ketten und Kaufhäuser, die sich für Alltagsdinge eignen, aber wenig überraschend sind.

Viel spannender ist das Shoppen in der Neustadt. Auf der Königstraße reihen sich kleine Boutiquen und Designerläden aneinander, die handgefertigten Schmuck, Designerstücke und lokale Mode führen. In der Bautzner Straße und ihren Nebenstraßen befinden sich Vintage-Läden und Second-Hand-Geschäfte, in denen sich wahre Schätze verbergen können.

Wer ein besonderes Mitbringsel sucht, kommt am Meißner Porzellan nicht vorbei. Das weltberühmte Weißgold mit dem blauen Schwerter-Wappen ist im offiziellen Meißen-Schauraum in der Altstadt sowie in diversen Läden rund um den Neumarkt erhältlich. Ein Einzelstück ist zwar teuer, aber dafür hast du ein Mitbringsel für die Ewigkeit.

Wenn du im Advent reist, darf natürlich auch der Dresdner Christstollen nicht fehlen. Der echte Dresdner Stollen mit dem offiziellen Siegel des Schutzverbands Dresdner Stollen ist das süße Aushängeschild der Stadt. Du bekommst ihn bei zahlreichen Bäckereien und natürlich auf dem berühmten Dresdner Striezelmarkt, dem ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands, der seit 1434 stattfindet.

Unsere Reisetipps für Menschen mit Hund:

Dresden ist eine ausgesprochen hundefreundliche Stadt. Das ist keine Übertreibung. Wer mit seinem Vierbeiner verreist, findet hier nahezu ideale Bedingungen vor.

Parks und Grünflächen: 

  • Die Dresdner Elbwiesen sind ein Paradies für Hunde. Auf beiden Seiten der Elbe erstrecken sich weitläufige Grünflächen, auf denen Hunde (an der Leine oder in ausgewiesenen Bereichen frei laufend) toben können. Besonders geeignet sind die Elbwiesen in Johannstadt und in der Neustadt.
  • Der Große Garten, Dresdens größter Stadtpark, erlaubt angeleinte Hunde und bietet mit seinen breiten Alleen, dem kleinen Zoo und der Parkbahn einen wunderschönen Halbtagesausflug.

Hotels und Restaurants:

  • In der Äußeren Neustadt gibt es viele hundefreundliche Cafés und Bars. Im Schillergarten sind Hunde im Außenbereich erlaubt. Viele Cafés auf der Alaunstraße und der Louisenstraße haben die Bereitstellung von Wassernäpfen längst zur Selbstverständlichkeit gemacht.
  • Neben dem bereits erwähnten Bülow Palais gibt es in der Neustadt viele weitere haustierfreundliche Pensionen und Ferienwohnungen. Bei der Buchung empfehlen wir, direkt nach der Hundegebühr zu fragen, die üblicherweise zwischen 10 und 20 Euro pro Nacht beträgt.

Sehenswürdigkeiten mit Hund:

  • Leider sind die meisten Museen und Innenräume für Hunde nicht zugänglich, was aber bedeutet, dass du die wunderschönen Außenbereiche umso mehr genießen kannst. Der Innenhof des Zwingers, die Brühlsche Terrasse, die Augustusbrücke, der Fürstenzug, die Elbwiesen – all das ist mit Hund wunderbar zu erkunden. Auch die Schwebebahn und die Standseilbahn können Hunde an der Leine nutzen.
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Unser Video über einen Städtetrip in Dresden

Es gibt Städte, die man einmal abhakt. Dresden ist jedoch nicht so eine Stadt. Jedes Mal, wenn wir in die Neustadt kommen, entdecken wir eine neue Gasse, ein neues Café oder einen neuen Blickwinkel auf die Stadt. Dresden geht ehrlich mit seiner Geschichte um, zeigt, was war, ohne sich dafür zu schämen, und beweist gleichzeitig, dass aus Trümmern etwas Wunderbares entstehen kann. Sie begeistert sowohl Kulturreisende als auch Nachtschwärmer, bietet sowohl den perfekten Städtetrip für Paare als auch das ideale Familienwochenende und macht sowohl hundebesitzende Wanderer als auch Barockfans glücklich.

Dresden ist sehr vielseitig – genau das lieben und schätzen wir an dieser Stadt. Falls wir dich noch nicht vollständig überzeugt haben, empfehlen wir dir, dir unser Video anzusehen.

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